Täglich meldet das RKI eine weiter steigende Sieben-Tage-Inzidenz. Mittlerweile hat sie einen Wert von über 1500 erreicht, trotzdem sollen ab dem kommenden Sonntag, 20.3. die Corona-Regeln weitgehend fallen. Doch wegen der hohen Corona-Zahlen und der kritischen Infektionslage müssen sich die Menschen in Deutschland aus Sicht von Gesundheitsminister Karl Lauterbach auch nach dem Frühlingsanfang auf weitere Corona-Auflagen einstellen.

Lockerungen der Corona-Regeln – das gilt schon in Baden-Württemberg

  • Der Zugang zur Gastronomie und Hotellerie ist nicht mehr nur für Geimpfte und Genesene, sondern auch schon mit einem negativen Test (3G) möglich
  • Bei Großveranstaltungen auch im Sport werden mehr geimpfte oder genesene Zuschauer (2G) zugelassen als bisher - drinnen maximal 6000 Menschen
  • Die Maskenpflicht bleibt weiter bestehen – möglicherweise auch bis über den 20. März hinaus
  • Clubs und Discos dürfen unter strengen Bedingungen wieder öffnen, es gilt 2G-Plus

Baden-Württemberg hält zunächst an Maskenpflicht und 3G-Regeln fest

Der „Freedom Day“ fällt aus, zumindest in Baden-Württemberg. Zu groß ist die Furcht, die Kontrolle über das Coronavirus ein weiteres Mal zu verlieren. Trotzdem fallen nun wichtige Regeln weg. Und was dann ab April geschieht, ist völlig offen.

Welche Corona-Regeln ändern sich ab dem 20.3.?

Erstmal gar nicht so viele. Vor allem sollen ab Samstag, 19. März die Kontaktbeschränkungen für private Treffen und die Kapazitätsgrenzen für öffentliche Veranstaltungen wegfallen, da es dafür nach Auskunft des Gesundheitsministeriums ab 20. März keine Rechtsgrundlage mehr gibt. Bedeutet: Nach den Plänen der Landesregierung sollen sich auch Ungeimpfte ab Samstag wieder völlig ohne Einschränkungen miteinander treffen dürfen - und die Fußballclubs dürfen ihre Stadien wieder bis zum letzten Platz füllen. Beim VfB Stuttgart dürfen bereits am Samstag rund 60 000 Zuschauerinnen und Zuschauer das Spiel gegen den FC Augsburg verfolgen.
Die Umsetzung der Verschärfung der Maßnahmen bleibt Sache der Bundesländer. Diese müssen entsprechende Maßnahmen über die jeweiligen Coronaverordnungen der Länder regeln.

Kritik an kurzer Vorlaufzeit der Corona-Regeln

Die baden-württembergischen Gastronomen und Hoteliers kritisierten die erneut kurze Vorlaufzeit, mit der sich Betriebe und Beschäftigte auf politische Entscheidungen einstellen müssten. „Auch jetzt ist wieder nicht klar, was ab Sonntag für die Branche im Land im Einzelnen gelten wird“, sagte der Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Daniel Ohl. Es sei nicht entscheidend, dass Gäste in Innenräumen nun 14 Tage länger Masken tragen müssten. „Wichtiger ist die Sicherheit, dass die angekündigten Lockerungen kommen.“

Corona-Regeln in Bayern - Söder mit Live-PK vor der MPK

Eigentlich sollen bundesweit die Corona-Regeln ab dem 20. März 2022 fallen. Die Fallzahlen steigen aber weiter an – in Bayern ist die Inzidenz über 2000. Was wird wirklich umgesetzt im Freistaat? Ministerpräsident Markus Söder will eine Regierungserklärung abgeben und sich zur aktuellen Corona-Lage in Bayern und den möglichen Regeln äußern. Die Live-PK war am 15.3. und damit noch vor der nächsten MPK am 17.3.2022.