• Geschäfte, Schulen und Kindergärten sind weiter offen.
  • In Frankreich haben sich mittlerweile 3.283.645 Menschen mit dem Coronavirus infiziert
  • 76.852 Menschen sind bereits an oder mit dem Virus gestorben
  • Die Skilifte in Frankreich bleiben auch im Februar geschlossen
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat trotz steigender Corona-Infektionszahlen einen dritten Lockdown abgelehnt. Schulen und Kindergärten in Frankreich bleiben geöffnet. Das Infektionsgeschehen soll mit verstärkten Einreise- und Ausreisebeschränkungen unter Kontrolle gebracht werden.
Die Entscheidung wird kontrovers diskutiert. Wie Rémy Salomon, Präsident der medizinischen Kommission beim Pariser Krankenhausbetreiber AP-HP dem Sender Franceinfo sagte, reichen die bisher getroffenen Maßnahmen, zur Eindämmung der Pandemie, wahrscheinlich nicht aus. „Ich verstehe, dass das eine schwierige Entscheidung ist“, sagte er. Aber er habe Angst vor einer Beschleunigung der Epidemie und warnte vor einem exponentiellen Anstieg. Salomon plädierte etwa für eine Verlängerung der Winterschulferien. Das Bildungsministerium hatte zuletzt die Regeln für Vorschulen verschärft, um die Verbreitung der Mutationen einzudämmen.
Ferien im eigenen Land sind erlaubt, nicht aber in die Überseegebiete.
Ferien im eigenen Land sind erlaubt, nicht aber in die Überseegebiete.
© Foto: Michel Euler / DPA

Frankreich: Ferien im eigenen Land möglich

Der Staatssekretär für Tourismus, Jean-Baptiste Lemoyne, betonte, dass die Menschen im Land in den Ferien innerhalb Frankreichs verreisen könnten - ausgenommen sind Reisen in die französischen Überseegebiete. Man müsse aber im Hinterkopf behalten, dass sich die Situation jederzeit ändern könne. Vorsicht sei das Gebot der Stunde.

Haus darf nur in Ausnahmefällen verlassen werden

In Frankreich hatten Beobachter eigentlich einen neuen Lockdown erwartet. Stattdessen hatte Premier Jean Castex am Freitagabend verstärkte Kontrollen bei der Ausgangssperre ab 18 Uhr und strengere Reisebeschränkungen angekündigt. Auch bestimmte Geschäfte mussten nun wieder schließen. Ab 18 Uhr abends dürfen die Menschen im Land seit mehr als zwei Wochen nur noch in Ausnahmefällen das Haus verlassen. Einkaufen oder spazieren gehen gehören nicht dazu.

Österreich lockert Corona-Maßnahmen

Unterdessen hat Österreich seinen Corona-Lockdown etwas gelockert. Von der angestrebten Sieben-Tage-Inzidenz von maximal 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sei das Land zwar weit entfernt, jedoch müsse er auch andere Aspekte berücksichtigen, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einer Pressekonferenz.

Dramatische Corona-Lage in Brasilien

In Brasilien ist die Corona-Lage weiterhin dramatisch. Im Bundesstaat Amazonas ist das Gesundheitssystem zusammengebrochen. Die Situation könnte sich weiter zuspitzen.