Seit dem 2. September gelten die Kanarischen Inseln laut RKI als Risikogebiet. Es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Trotz steigender Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus will Tui weiter Reisen auf die beliebten Urlaubsinseln in Spanien anbieten.

Tui Kanaren: Trotz Reisewarnung weiter Urlaubsangebote auf die Kanarischeninseln

Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will der weltgrößte Reiseanbieter Tui ab dem 3. Oktober wieder Reisen auf die Kanaren anbieten. Urlauber sollten für Pauschalreisen auf die kanarischen Inseln selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten, sagte der Deutschlandchef des Tourismuskonzerns, Marek Andryszak, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). „Wir gehen fest davon aus, dass viele Kunden dies genau abwägen werden.“ Er glaube, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden.

Corona Kanaren: Tui reduziert Flüge wegen Reisewarnung

Seit der Reisewarnung für ganz Spanien habe Tui die Flüge auf die kanarischen Inseln stark reduziert. „In der Zwischenzeit haben wir Vorbereitungen getroffen, so dass wir Reisen auf die Kanaren ab dem 3. Oktober wieder aufnehmen können – trotz Reisewarnung“, sagte Andryszak. Damit stelle sich der Reisekonzern nicht gegen die Bundesregierung - bei den Reisewarnungen handele es sich nicht um ein Reiseverbot, sondern um eine Empfehlung, vorsichtig zu sein. „Und genau dieser Empfehlung folgen wir“, sagte er.

Corona Spanien aktuell: Das müssen Urlauber beachten

Einreise

Die Einreise nach Spanien und damit auch auf die Kanarischen Inseln ist möglich. Bei der Einreise kann nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine Gesundheitskontrolle
  • durch Temperaturmessung
  • Auswertung des Einreiseformulars durch die Gesundheitsbehörde
  • und eine visuelle Kontrolle des Reisenden erfolgen.
  • Personen mit einer Temperatur von über 37,5° C oder anderen Auffälligkeiten können einer Untersuchung unterzogen werden.
  • Flugreisende müssen ein Formular der spanischen Gesundheitsbehörden ausfüllen (frühestens 48 Stunden vor Einreise).

Corona-Regeln

  • Landesweit gilt Maskenpflicht an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit Geldstrafen (ca. 100 Euro) geahndet.
  • Kinder unter sechs Jahren und Personen, bei denen aus gesundheitlichen Gründen die Maskenpflicht kontraindiziert ist, sind von der Pflicht ausgenommen.
  • Diskotheken und Nachtbars sind geschlossen.
  • Die Gastronomie muss um 1 Uhr schließen
  • Begrenzung der maximalen Personenzahl an einem Tisch im Restaurant auf 10,
  • Rauchverbot auch im Freien, wenn nicht mindestens 2 Meter Abstand eingehalten werden können,
  • stärkere Kontrolle des Party-Verbots im Freien.
  • In mehreren Autonomen Gemeinschaften sind Zusammenkünfte von mehr als 10 Personen untersagt.

Corona-Spanien: Madrid riegelt Gebiete ab

In der Hauptstadt Madrid gelten Ausgangsbeschränkungen in 37 Stadtteilen und Wohngebieten. In ganz Madrid dürfen nicht mehr als sechs Personen zusammen kommen.