• Jetzt kommt der Impfnachweis per App aber wohl schon am Donnerstag, 10.06.2021
  • Apotheken dürfen nachträglich digitale Nachweise einer vollständigen Corona-Impfung ausstellen
  • Derzeit sind 18.925.419 vollständig geimpft (Stand: 09.06)
Pünktlich zur Urlaubszeit ist es soweit: Viele deutsche Apotheken sollten ab Montag, 14. Juni, einen digitalen Impfnachweis für vollständig Geimpfte ausstellen können. Wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums jetzt aber bekanntgab, soll der Impfpass per App doch schon am Donnerstag, 10. Juni, verfügbar sein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will dazu am Donnerstag weitere Details erklären.

Digitaler Impfpass: Nachweis per Handy

Statt den gelben Impfpass ständig bei sich tragen zu müssen, können Geimpfte ihre Immunisierung dann per Handy nachweisen und so gegebenenfalls Freiheiten bei Reise, Sport, Gastronomie oder Kultur genießen. Derzeit sind bereits mehr als 17 Millionen Menschen – ein Fünftel der Bevölkerung – vollständig geimpft und können den digitalen Impfnachweis nachfragen.

Wo bekommt man den digitalen Impfausweis?

Auf der Seite www.digitaler-impfnachweis-app.de stellt das Robert Koch-Institut die kostenlose Anwendung namens CovPass vor. Noch ist die App in keinem Store verfügbar (Stand 8. Juni). Sie soll nach Angaben der Bundesregierung spätestens Ende Juni erscheinen, beziehungsweise noch vor den Sommerferien.
Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Dienstag mitteilte, sollen die Apotheken schon bald damit beginnen, die digitalen Zertifikate für vollständig Geimpfte auszustellen. Die dazu gehörende Smartphone-Anwendung soll schon früher in den App Stores von Apple und Google zum Download zur Verfügung stehen.
Nutzer brauchen dafür ein iPhone oder Android-Handy mit den Betriebssystemversionen iOS 12.0 oder höher bzw. Android 6.0 oder höher. Die meisten Smartphones dürften diese Anforderungen erfüllen. Schneller geht es mit der Corona-Warn-App. Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland kann künftig auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google. Es kann jedoch einige Stunden dauern, bis das Update für alle Anwenderinnen und Anwender sichtbar ist. Die Ausgabe der digitalen Impfnachweise in Deutschland soll noch im Juni starten.

Wie kommt der Impfnachweis auf die App?

Geplant ist, dass Patienten ihr Impfzertifikat direkt im Anschluss an ihren letzte Impfung erhalten. Diese Zertifikate werden von den Impfzentren, Arztpraxen oder Apotheken erstellt und entweder digital oder als Papierausdruck überreicht. Das Robert Koch-Institut bietet dazu einen kostenlosen Impfzertifikatsservice für Fachpersonal an. So können etwa Hausärzte die persönlichen Daten der von ihnen geimpften Person in ein Formular eintragen Aus diesen Angaben wird ein QR- oder Barcode generiert. Der Geimpfte besitzt nun Zertifikat, das er mit seiner CovPass- oder Corona-Warn-App einscannt, um es in seinem Smartphone hinterlegt. In den Apps lassen sich auch mehrere Zertifikate speichern. So können beispielsweise Eltern auch die Impfausweise ihrer Kinder digital aufbewahren.

Brauche ich einen digitalen Impfausweis?

Die CovPass-App ist freiwillig, so wie die Corona-Warn-App auch. Für den Geimpften reicht auch ein Ausdruck seines persönlichen Impfzertifikat-Codes. Auch der gelbe Impfpass oder die Bescheinigung von Arzt oder Impfzentrum gelten als Nachweis einer Impfung.

Wird es trotzdem noch den gelben Impfpass geben?

Ja. Der digitale Impfnachweis ist lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot. Wenn Geimpfte keinen digitalen Impfnachweis besitzen oder diesen verloren haben, ist der Impfnachweis über das bekannte „gelbe Heft“ weiterhin möglich und gültig.
das gelbe Impfheft behält seine Gültigkeit weiterhin.
das gelbe Impfheft behält seine Gültigkeit weiterhin.
© Foto: dpa

Was ist mit Personen, die bereits geimpft sind?

Es werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, um auch nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen. Grundsätzlich soll die nachträgliche Ausstellung dort erfolgen, wo man geimpft worden ist. Wenn in den Impfzentren entsprechende Kontaktdaten vorliegen, sollen die QR-Codes möglichst automatisch per Post zugesandt werden. Außerdem könnten Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker nachträglich Impfnachweise ausstellen. Auch negative Tests oder eine durchgemachte Infektion werden sich in der CovPass App und auch CWA als Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat hinterlegen lassen. Eine durchgemachte Infektion wird mittels eines PCR-Test-Ergebnisses dokumentiert.

Ist der digitale Impfpass sicher?

Natürlich sind Fälschungen nicht völlig ausgeschlossen. Zwar werden die digitalen Impfzertifikate selbst durch ein System aus Verschlüsselung und digitalen Signaturen abgesichert. Das soll verhindern, dass die QR- und Barcodes nachträglich manipuliert oder gefälschte Codes in Umlauf gebracht werden. Betrügern drohen nach Angaben des Gesundheitsministeriums indes saftige Strafen: Den Verwendern eines gefälschten Impfausweises blüht demnach Freiheitsentzug von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. Den Erstellern drohen zwei Jahre im Gefängnis oder eine Geldstrafe.

Welche Daten werden im digitalen Impfnachweis gespeichert?

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum
  • Krankheit, gegen die geimpft wurde
  • Welcher Impfstoff verabreicht wurde
  • Dosennummer
  • Zahl der verabreichten Dosen
  • Impfdatum
  • Land
  • Aussteller des Zertifikats
  • ID-Nummer des Zertifikats

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