• Verschärfte Corona-Beschränkungen bis Ostern sind zu erwarten
Zur Diskussion beim Bund-Länder-Treffen mit Angela Merkel und den Ministerpräsidenten stehen ebenfalls neue Regeln und Ausgangsbeschränkungen sowie eine nächtliche Ausgangssperre.
Zur Diskussion beim Bund-Länder-Treffen mit Angela Merkel und den Ministerpräsidenten stehen ebenfalls neue Regeln und Ausgangsbeschränkungen sowie eine nächtliche Ausgangssperre.
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Bund und Länder beraten am Montag (14.00 Uhr) über weitere Maßnahmen gegen die Pandemie, es könnte auf schärfere Corona-Beschränkungen bis in die Osterzeit hinauslaufen. Ein Beschlussentwurf aus dem Kanzleramt mit Stand 21. März, 17.30 Uhr, enthält auch eine besonders strittige Passage, die wegen des exponentiellen Fallzahlenwachstums weitere Verschärfungen für Landkreise mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 vorsieht.

Ausgangssperre in ganz Deutschland?

Unter anderem ist dort die Rede von einer nächtlichen Ausgangsbeschränkung bis 05.00 Uhr, „sofern dem nicht gewichtige Gründe entgegenstehen“. Die Anfangsuhrzeit ist hier offen gelassen - auch sie müsste verhandelt werden.
Die im Entwurf, der der dpa vorliegt, geplante Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April findet der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach „ohne Wenn und Aber nötig“. Ansonsten würden sich die Sterbezahlen verdoppeln.

Ausgangsbeschränkungen sind nicht sinnvoll

FDP-Chef Christian Lindner lehnt Ausgangssperren zur Eindämmung der Pandemie hingegen grundsätzlich ab. Er sagte bei „Bild live“: „Ich halte Ausgangsbeschränkungen immer für unverhältnismäßig, für eine zu scharfe Freiheitseinschränkung.“ Außerdem seien sie selbst aus Gründen des Infektionsschutzes nicht unbedingt sinnvoll: „Wenn sich Angehörige eines Haushalts draußen an der frischen Luft bewegen, sehe ich keinen Grund, ihnen das zu untersagen.“

Bund-Länder-Treffen beschließt Lockdown-Verlängerung bis 18. April

Im Kampf gegen die Corona-Pamdemie soll der bestehende Lockdown in Deutschland grundsätzlich bis zum 18. April verlängert werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Maßnahmen stand aber noch aus (Stand 17 Uhr). Über weitere konkretere Regelungen auch mit Blick auf die Osterzeit wollten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten weiter beraten. Der generelle Lockdown mit der Schließung zahlreicher Einrichtungen war bisher zunächst bis zum 28. März vereinbart.

Corona-Gipfel 22.03.21: Lockdown-Beschlüsse im Liveticker

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