• In ganz Deutschland steigen die Corona-Zahlen wieder an
  • Aktuell, am Montag, 23.08.2021, misst Berlin als Bundesland den dritthöchsten Wert der Inzidenz mit über 67
  • Spanien stufte Berlin von Montag, 16.08.2021 an als Risikogebiet ein
  • Welche Corona-Regeln gelten aktuell in der deutschen Hauptstadt Berlin?
Wie hoch sind die aktuellen Corona-Zahlen in Berlin heute? Der aktuelle Corona-Inzidenzwert in Berlin ist noch einmal deutlich auf 67,1 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag mit. Die Zahl gibt an, wie viele Ansteckungen es innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

RKI-Fallzahlen: Die Corona-Zahlen für Berlin heute (23.08.)

Aktuell wurden 42 Neuinfektionen in Berlin gemeldet. Es wurde ein neuer Todesfall registriert. Damit haben sich in der Hauptstadt nachweislich insgesamt 189.137 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt - 3588 Menschen sind bisher in Berlin im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Impfquote aktuell: 57,80 Prozent der Berliner sind vollständig geimpft.
Aktuell ist unter den Bundesländern nur die Inzidenz in Hamburg höher und in Nordrhein-Westfalen als in Berlin. Die Hansestadt gilt aktuell als einer von Deutschlands Corona-Hotspots. Auch im Berliner Umland, in Brandenburg, stiegen die Inzidenz und die Corona-Zahlen merklich. Hier geht es zu einem Bericht zur aktuellen Corona-Lage, Zahlen und Regeln in Brandenburg.

Corona-Schnelltest – manche Testzentren bleiben über den 11. Oktober hinaus bestehen

In Berlin sollen die landeseigenen Testzentren auch nach Mitte Oktober erhalten bleiben. Das kündigte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses an. „Auf Bundesebene ist ja beschlossene Sache, dass das Bürgertesten zum 11. Oktober auslaufen soll“, sagte sie zu den kostenlosen Corona-Schnelltests. „Das war aber die Grundlage für unsere ganzen Test-to-go-Stellen. Diese Grundlage würde entfallen.“ Für private Teststellen, die weiterhin betrieben werden sollen, sei das über eine Gewerbeanmeldung möglich. „Damit wir es nicht dem Zufall überlassen, was das Testangebot angeht, wollen wir unsere landeseigenen Teststellen aufrechterhalten“, sagte Kalayci.
Zwölf Testzentren sollten erhalten bleiben, ergänzte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Dort seien kostenlose Corona-Tests für Personen möglich, für die es keine Impfempfehlung gibt, zum Beispiel Schwangere oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Ob in den landeseigenen Testzentren ebenfalls Corona-Tests gegen Gebühr angeboten werden sollen, sei noch in der Abstimmung, so der Sprecher. Fest stehe bereits, dass neben den Schnelltests auch PCR-Nachtestungen im Angebot sein sollen.

Corona-Test Berlin: Diese Regeln gelten

In Berlin gelten seit Freitag (20.8.) erweiterte Testpflichten für Menschen ohne Corona-Impfung. Das beschloss der Senat am Dienstag und setzte damit eine entsprechende Bund-Länder- Vereinbarung in Landesrecht um. Demnach sind noch mehr Aktivitäten vornehmlich in geschlossenen Räumen künftig nur noch für Geimpfte, Genesene und eben Getestete erlaubt.
Nach der Senatssitzung kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) außerdem an, dass im September die Auffrischungsimpfungen gegen Corona beginnen - zunächst bei alten und pflegebedürftigen Menschen. Er gab auch eine Verlängerung der Maskenpflicht an Schulen um zwei Wochen bis mindestens 5. September bekannt.

Restaurant, Konzert, Friseur – hier gilt die 3G-Regel

Die drei Gs (geimpft, genesen, getestet), die schon jetzt etwa in Innenräumen von Restaurants oder im Fitnesszentrum gelten, greifen laut Gesundheitsverwaltung künftig etwa für die Teilnahme an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen oder an Veranstaltungen im Freien mit mehr als 100 zeitgleich anwesenden Personen. Sie greifen auch bei Versammlungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 50 zeitgleich anwesenden Personen, für den Friseurbesuch und andere körpernahe Dienstleistungen. Ebenso gilt das bei Besuchen in Krankenhäusern, Reha- oder Behinderteneinrichtungen.
Bei Übernachtungen in Hotels und Ferienwohnungen müssen Ungeimpfte ebenfalls einen negativen Test vorlegen und dies zusätzlich an jedem dritten Tag ihres Aufenthalts wiederholen. Anerkannt werden bei all den beschriebenen Aktivitäten bis zu 24 Stunden alte Schnelltests, die ab 11. Oktober bundesweit nicht mehr kostenlos sein sollen, oder PCR-Tests. Deren Geltungsdauer wurde von 24 auf 48 Stunden verlängert. Die Testpflichten gelten nicht für Schüler und Teilnehmer von religiösen Veranstaltungen wie Gottesdiensten.

Spanien stuft Berlin als Risikogebiet ein

Genau die die deutsche Regierung durch das RKI, veröffentlicht auch die spanische Regierung regelmäßig eine Liste der Länder, die Spanien als Risikogebiete einstuft. Nicht nur Hamburg, sondern ab Montag, 16.08., auch Berlin, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig Holstein, sind für Spanien Risikogebiete. Für Reisende, die sich in einem solchen Risikogebiet, also etwa Berlin, aufgehalten haben gilt bei der Einreise nach Spanien dann laut Auswärtigem Amt folgendes:
  • Es muss ein Nachweis über eine vollständige Impfung vorliegen
  • alternativ eine Genesung, die nicht länger als 180 Tage zurückliegt
  • oder ein negativer Corona-Test

Corona-Zahlen für Berlin: Welcher Bezirk hat höchste Inzidenz?

Aktuell fallen vor allem zwei Berliner Bezirke auf, was die Inzidenz in der Hauptstadt betrifft. Als Corona-Hotspots könnte man Neukölln und Spandau bezeichnen. Wie hoch sind die Zahlen dort und in den anderen Bezirken aktuell (Stand 23.08.)? Bezirke mit einer Inzidenz über 50:
  • 84,1 Reinickendorf
  • 83,0 Friedrichshain-Kreuzberg
  • 82,7 Neukölln
  • 78,3 Spandau
  • 73,9 Charlottenburg-Wilmersdorf
  • 73,9 Charlottenburg-Wilmersdorf
  • 70,8 Mitte
  • 57,4 Lichtenberg
  • 57,0 Marzahn-Hellersdorf
  • 46,1 Steglitz-Zehlendorf
  • 43,7 Pankow
  • 38,4 Treptow-Köpenick

Maskenpflicht in Berlin: Welche Maske braucht man?

In Berlin gilt keine generelle FFP2-Maskenpflicht, wie man sie etwa aus Bayern kennt – im ÖPNV aber schon. Von der Maskenpflicht sind in Berlin Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr befreit.

Einkaufen in Berlin: Welche Regeln gelten im Einzelhandel?

In Berlin dürfen Geschäfte des Einzelhandels grundsätzlich wieder öffnen. Beim Einkaufen besteht keine Testpflicht. Es gibt keine FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel, jedoch die Pflicht, eine medizinische Maske (also mindestens eine OP-Maske) zu tragen.

Corona-Regeln für Treffen und Veranstaltungen in Berlin

Wie es in der „Dritten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung“ für Berlin heißt, sind gemeinsame Aufenthalte im Freien für höchstens 100 Personen zeitgleich erlaubt. Veranstaltungen im Freien sind mit zeitgleich 2000 Menschen erlaubt, in Innenräumen liegt die Grenze bei 500 Personen.
Die Obergrenze für Personen und Haushalte bei privaten Treffen in Innenräumen wurden aufgehoben. Bei Treffen ohne besonderen Anlass dürfen sich die Menschen in Berlin wieder ohne Einschränkungen treffen. Bei privaten Veranstaltungen mit feierlichem Anlas – etwa Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern – dürfen bis zu 50 Personen zusammenkommen.

Corona-Test in Berlin in Schule und Kita

In Berlin sieht das Testkonzept vor, dass sich Schüler sowie das gesamte Schulpersonal in den ersten drei Schulwochen nach den Sommerferien dreimal testen lassen – also bis 27. August. Danach zweimal pro Woche. Berliner Eltern und Kita-Vertreter halten das Testkonzept des Senats nicht für ausreichend und fordern mehr Corona-Tests in Kindertagesstätten.
In Innenräumen müssen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer einen medizinische Maske tragen.

Nach Stiko-Empfehlung: So können Jugendliche in Berlin geimpft werden

Berlin setzt bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen vor allem auf die Impfzentren und Arztpraxen. Impfaktionen an Schulen mit mobilen Teams gab und gibt es nur an Oberstufenzentren, in denen ältere Schüler berufsorientiert lernen. Mobile Impfteams auch an anderen Schulen sind bislang nicht geplant. Ein Idee ist, ältere Schüler von weiterführenden Schulen per Shuttle von der Schule ins Impfzentrum zu fahren. Um von den Vorteilen der Impfung zu überzeugen, hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) einen Brief an 180 000 Schüler geschickt - noch vor der Stiko-Empfehlung. Die Aktion kam nicht bei allen Eltern gut an.

Verdi setzt Vivantes-Streik aus - erneut Verhandlungen

Die Gewerkschaft Verdi hat den Warnstreik von Mitarbeitern des landeseigenen Vivantes-Konzerns am Montag nach wenigen Stunden zunächst gestoppt. „Wir setzen den Streik aus bis zur Entscheidung des Arbeitsgerichts morgen Mittag“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Meike Jäger am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Vor der Vivantes-Zentrale sei ein Camp errichtet worden, allerdings nur für Mitarbeiter, die dort in ihrer Freizeit demonstrieren wollen. An der Charité werde weiter gestreikt, sagte Jäger. Am Dienstag plant das Berliner Arbeitsgericht Verhandlungen zum Streik.

Medizinische Versorgung nicht gewährleistet - Gericht untersagt Streik

Per einstweiliger Verfügung hatte das Gericht den Ausstand am Montag zunächst untersagt. In Krankenhausbetrieben könne ein Streik nur durchgeführt werden, wenn die medizinische Versorgung der Patienten in Notfällen gesichert sei; dies sei bislang nicht gewährleistet, so die Begründung. Am Dienstag ist eine Gerichtsverhandlung zu dieser
Entscheidung geplant. Am Montagvormittag hatten sich rund 800 Streikende vor der Vivantes-Zentrale in Reinickendorf versammelt. Ein geplanter Demonstrationszug fand wegen der Entscheidung des Gerichts nicht mehr statt.

Corona Lagebericht Berlin: Aktuelle Zahlen zu Bezirken, Inzidenz und Regeln

Alle aktuellen Corona-Zahlen, sowie die Corona-Ampel der Stadt Berlin stellt die Stadt online täglich in einem Lagebericht vor. Am Mittwochmorgen stand die Corona-Ampel bei der Inzidenz und dem Wochentrend der 7-Tage-Inzidenz auf rot. Die Intensivbettenbelegung ist dagegen grün.