Auch Bayern betroffen
: Verdi kündigt neue Warnstreiks im Nahverkehr an

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag in mehreren Bundesländern erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Wo Fahrgäste sich Alternativen suchen müssen.
Von
dpa
Berlin
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Warnstreiks im Nahverkehr: ARCHIV - 02.02.2024, Nordrhein-Westfalen, Essen: Ein «STREIK»-Poster klebt auf einer Bahn im Depot der Ruhrbahn in Essen (zu dpa: «Erneut ÖPNV-Warnstreiks in mehreren Bundesländern») Foto: Fabian Strauch/dpa/dpa-tmn +++ dpa-Bildfunk +++

Warnstreiks im Nahverkehr: Ab Donnerstag soll flächendeckend gestreikt werden. Baden-Württemberg ist nach aktuellem Stand nicht betroffen, Bayern aber schon. (Archivbild)

Fabian Strauch/dpa-tmn/dpa
  • Verdi ruft ab Donnerstag erneut zu Warnstreiks im ÖPNV auf – bundesweit, Bayern betroffen.
  • Baden-Württemberg laut aktuellem Stand nicht betroffen; Details folgen lokal.
  • Weitere Streiktage in mehreren Städten geplant; genaue Dauer noch offen.
  • Hintergrund: Tarifrunde in Bayern – nächster Termin am Montag (23. März) mit dem KAV.
  • Verdi fordert +670 Euro und kürzere Wochenarbeitszeit; Kommunen nennen das unbezahlbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gewerkschaft Verdi kündigt die nächsten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr an. Vor allem am Donnerstag sei in weiten Teilen Deutschlands mit Streiks im Nahverkehr zu rechnen, „die leider auch wieder viele Fahrgäste treffen werden“, teilte Verdi Bayern mit. Darüber hinaus will Verdi in mehreren Städten auch an weiteren Tagen zum Streik aufrufen.

Wo und wie lange gestreikt wird, steht noch nicht fest

Einzelheiten standen noch nicht fest. Genauere Informationen soll es rechtzeitig über örtliche Pressemitteilungen geben. Die erneuten Arbeitsniederlegungen sollen in der laufenden Tarifrunde für den bayerischen Nahverkehr den Druck auf die Kommunen erhöhen. Am kommenden Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) an, bei den bisherigen drei Gesprächen gab es keine Einigung.

Kommunen weisen Forderungen als unbezahlbar zurück

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Kommunen weisen das als unbezahlbar zurück. Nach Berechnung der kommunalen Arbeitgeber würde eine Erfüllung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im kommunalen Nahverkehr um 25 Prozent in die Höhe treiben. Viele Kommunen sind ohnehin finanziell in schwieriger Lage, auch die Verluste der Städte und Landkreise im öffentlichen Nahverkehr sind in den vergangenen Jahren deutschlandweit stark gestiegen.

Verdi besteht auf kräftigen Lohnerhöhungen

Verdi hingegen fordert angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten deutliche Verbesserungen sowohl beim Gehalt als auch den Arbeitsbedingungen. Ohne relevante Lohnerhöhungen könnten sich die Beschäftigten im ÖPNV das Leben bald nicht mehr leisten, hieß es in der Mitteilung der Gewerkschaft. Der stellvertretende Landesvorsitzende Sinan Öztürk kritisierte: „Allmählich drängt sich der Eindruck auf, dass sie erwarten, die Kolleginnen und Kollegen sollten den ÖPNV in diesem Jahr, im nächsten Jahr und vielleicht noch die nächsten zehn bis 15 Jahre aus eigener Tasche mitfinanzieren.“