Umfrage in Ulm: „Nicht besonders lobenswert“ – Reaktionen zum Ampel-Aus

Bei einer Straßenumfrage in der Ulmer Innenstadt äußern sich die Menschen zum Aus der Ampel.
Kay Nietfeld/dpa/Yasmin Nalbantoglu- Deutsche Ampel-Regierung verkündet Aus; Olaf Scholz entließ Christian Lindner.
- Reaktionen in Ulm: gemischte Gefühle, einige befürworten Neuwahlen.
- Angst vor Rechtsruck, AfD-Stimmen könnten steigen.
- Kritiken: Schlechter Zeitpunkt, fehlendes Rückgrat bei FDP, Lindners Rauswurf falsch.
- Hoffnung auf eine bessere neue Regierung; Neuwahlen gefordert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erst beherrschte der Wahlsieg Donald Trumps in den USA die Nachrichtenwelt und dann kam auch noch das: Die deutsche Ampel-Regierung hat am Abend des 6. Novembers 2024 ihr Aus verkündet. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) trat vor zahlreiche Pressevertreter und erklärte in seinem Statement, warum er Finanzminister Christian Lindner (FDP) entlassen hatte und dass er im Januar die Vertrauensfrage stellen wolle.
Wie reagieren die Menschen in Ulm auf das Scheitern der Ampel? Haben sie damit gerechnet, waren sie geschockt oder fanden sie den Zeitpunkt schlicht unpassend? Wir haben uns in der Ulmer Innenstadt umgehört.
„Sehr schlechter Zeitpunkt“, findet Sophie Rechenberg

Sophie Rechenberg, 24, aus Neu-Ulm
Yasmin Nalbantoglu„Nach den US-Wahlen würde ich sagen: sehr schlechter Zeitpunkt. Aber man hat es abgesehen. Vielleicht kann es die neue Regierung echt besser machen, es gibt einiges zu verbessern.“
„Wissing hat da mehr Rückgrat gezeigt“, meint Martin Maeser

Martin Maeser, 64, aus Ulm
Yasmin Nalbantoglu„Wie sich der Christian Lindner verabschiedet hat, das finde ich nicht besonders lobenswert. Sein Partei-Kollege, der Wissing, hat da mehr Rückgrat gezeigt. Er ist aus der FPD raus und nimmt nach wie vor seine Ministerrolle als Verkehrsminister wahr.“
Herbert Ott sagt: „Es war höchste Zeit, dass die FDP aussteigt.“

Herbert Ott, 68, aus Bad Wörrishofen
Yasmin Nalbantoglu„Es war lang absehbar, dass die FDP irgendwann aussteigt. Das war wie damals, als die FDP die Koalitionsverhandlungen abgebrochen hat bei der letzten Wahl und dann nicht koaliert hat. Es war höchste Zeit, dass sie aussteigen.“
Für Julian Fischer steht fest: „Hauptsache nicht AfD!“

Julian Fischer, 36, aus Thalfingen
Yasmin Nalbantoglu„Auf der einen Seite nachvollziehbar. Ich habe aber Angst, dass was Ähnliches passiert, wie in den USA. Dass die AfD zu viele Stimmen bekommt, weil die Leute nicht wissen, wie es weitergehen soll. Vor einem potenziellen Rechtsruck habe ich sehr große Angst. Das Ampel-Aus – brutal schwierig. Hauptsache nicht AfD!“
„Die Ampel hat sowieso nichts gebracht“, meint Christel Kasischke

Christel Kasischke, 82, aus Ulm
Yasmin Nalbantoglu„Sehr gut! Die Ampel hat sowieso nichts gebracht. Und unsere Regierung sollte mal richtig kräftig mitmischen und nicht immer nur ruhig sein und ‚Ja, ja, ja‘ sagen. Das geht auch nicht so.“
„Ich bin jetzt auch für Neuwahlen“, sagt Nadja Cerne

Nadja Cerne, 22, aus Vöhringen
Yasmin Nalbantoglu„Es war eine Frage der Zeit, wann es passiert. Jetzt hat es so gekracht, dass es richtig gekracht hat. Ich finde es einfach schade, dass man das gleich so machen muss, es hätte auch andere Lösungen geben können. Aber ich bin jetzt auch für Neuwahlen. Man muss einfach wieder von vorne anfangen, dann hoffentlich mit frischem Wind.“
Für Kim Wallatis ist der Rauswurf Lindners „das falsche Zeichen.“

Kim Wallatis, 22, aus Memmingen
Yasmin Nalbantoglu„Ich finde, das ist das falsche Zeichen, dass man den Finanzminister rausschmeißt. Er hat ein paar Ansätze gebracht, die gut funktionieren würden und auch nötig wären in unserem Land. Deswegen finde ich es schade, dass man direkt so vorgegangen ist.“
„Ich schaue mir keine Nachrichten mehr an“, sagt Ayleen Schlemer

Ayleen Schlemer, 22, aus Heidenheim
Yasmin Nalbantoglu„Ich schaue mir tatsächlich gar keine Nachrichten mehr an, weil ich einfach nur schockiert bin über die Situation. Es ist zu sehen, dass Deutschland gerade ziemlich am Abgrund steht. Ich verstehe nicht, warum man dagegen nichts unternimmt. Ich bin auch für eine neue Wahl, dass neue Leute neuen Wind hereinbringen, und neue Ideen haben.“
Martina Schweizer sagt: „Ich habe gemischte Gefühle.“

Martina Schweizer, 59, aus Deggingen
Yasmin Nalbantoglu„Ich habe gemischte Gefühle. So wie es im Moment ist, kann es auch nicht bleiben. Ich bin aber der Meinung: Egal, wer an der Regierung war, man ist nie mit etwas zufrieden.“
„CDU alleine geht nicht“, meint Georg Beck

Georg Beck, 77, aus Erbach
Yasmin Nalbantoglu„Es war fast zu erwarten. Schon vor drei Jahren hat man gedacht, dass sie es nicht überleben. Es wird jetzt unheimlich schwierig. CDU alleine geht nicht. Und wenn man die restlichen zwei dazunimmt, dann hat man das gleiche Problem wieder.“
So reagierten Menschen aus Ulm auf den Wahlsieg von Donald Trump in den USA
Am 6. November wurde der Republikaner Donald Trump zum zweiten Mal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Damit setzte er sich gegen die Demokratin Kamala Harris durch. Auch in Deutschland sorgte das Wahlergebnis für Schlagzeilen. Wie haben Menschen aus Ulm auf Trumps Triumph reagiert? Wir haben in der Ulmer Innenstadt nachgefragt.
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