Das Entsetzen angesichts der brutalen Bluttat in Oberkirchberg ist auch zwei Tage nach dem Drama groß. Nicht nur in der Region Ulm und Illerkirchberg trauern die Menschen um die 14-jährige Ece, die am Montag, 5.12.2022, von einem 27-Jährigen niedergestochen und tödlich verletzt wurde. Auch bundesweit gedenken viele Menschen des Mädchens aus Illerkirchberg, das mit seiner Freundin auf dem Schulweg unvermittelt angegriffen wurde.

Nach tödlichem Messerangriff: Ece wird in Illerkirchberg beerdigt

Nach einer bewegenden Kondolenzstunde der Alevitischen Gemeinde in Ulm, dem Besuch des baden-württembergischen Justizministers Thomas Strobl (CDU) gemeinsam mit dem türkischen Botschafter, Ahmet Başar Şen am Tatort im Ortsteil Oberkirchberg sowie einem Gottesdienst für das Mädchen in Oberkirchberg wird Ece nun am Mittwoch, 7.12.2022, beerdigt.

Beerdigung der 14-Jährigen am Mittwoch, 7.12.2022 in Illerkirchberg

Das Beerdigungsgebet fand um 13.30 Uhr statt. Die Beerdigung auf dem Friedhof von Illerkirchberg in der Schlossstraße 60 begann danach. Die Organisation Ditib Ulm rechnete mit einer Vielzahl von Trauergästen, die von dem Mädchen Abschied nehmen wollen. Deswegen wurde den vielen Trauergästen empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu der Beerdigung zu kommen. Nach dem Begräbnis kam es dennoch zu einem Stau vor dem kleinen Friedhof aufgrund der vielen Autos. Zeitweise war die Straße nur in eine Richtung befahrbar. Polizisten auf Motorrädern versuchten, die Lage aufzulösen.

Viele Trauergäste bei der Bestattung von Ece

Tatsächlich hatten sich bereits vor dem Beginn der Trauerfeier zahlreiche Menschen auf dem Friedhof eingefunden. Das berichtet unsere Reporterin vor Ort. Unter den Trauernden sind unter anderem der türkische Generalkonsul aus Berlin, der türkische Botschafter in Deutschland, Ahmet Başar Şen, der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch sowie der Ulmer Landtagsabgeordnete Michael Joukov.
Viele der Trauernden haben ein Ansteckbild von Ece dabei. Bild-aufnahmen sind untersagt, die Polizei kontrolliert dies sehr streng. Auch Handys müssen in den Taschen bleiben.
Ein erstes Gebet musste wegen der vielen Menschen, die sich bereits eingefunden haben, auf den Parkplatz verlegt werden. Es war das erste Mal, dass die sunnitische und alevitische Gemeinde zusammen eine Beerdigung abgehalten haben.