Tödliche Wintersaison
: Jetzt vier Tote nach Lawinenunglück in Südtirol

Das Lawinenunglück bei Ratschings fordert ein viertes Todesopfer: Ein 44-jähriger Österreicher stirbt in Bozen. Insgesamt 130 Lawinentote in Europa – darunter einige aus Bayern und Baden-Württemberg.
Von
dpa
Bozen

Bei dem Unglück starben vier Tourengeher, die an einem Steilhang unterwegs waren.

-/Italienische Bergwacht/dpa
  • Lawinenunglück bei Ratschings: Ein vierter Skifahrer starb im Krankenhaus in Bozen.
  • Der Tote war 44 Jahre alt und aus Österreich – drei weitere Opfer kamen aus Italien.
  • Drei Deutsche wurden verletzt, nach Klinikangaben besteht keine Lebensgefahr.
  • Die Lawine erfasste rund zwei Dutzend Tourengeher und war 150 Meter breit.
  • Europaweit zählt der EAWS in dieser Wintersaison mindestens 130 Lawinentote.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Lawinenunglück vom Wochenende in Südtirol ist ein weiterer Skifahrer gestorben. Der 44 Jahre alte Mann aus Österreich erlag im Krankenhaus von Bozen seinen Verletzungen, wie die Klinik mitteilte. Damit kamen insgesamt vier Menschen ums Leben: zwei weitere Männer im Alter von 56 und 62 Jahren sowie eine 26-jährige Frau, alle aus Italien. Drei Deutsche wurden teils schwer verletzt. Sie sind jedoch nicht in Lebensgefahr.

Die etwa 150 Meter breite und 800 Meter lange Lawine hatte am Samstag in hochalpinem Gelände nach Angaben der Bergwacht insgesamt zwei Dutzend Skifahrer erfasst, die als Tourengeher unterwegs waren. Das Schneebrett löste sich in der Nähe der 2669 Meter hohen Hohen Ferse bei Ratschings.

130 Lawinenopfer in Europa

Insgesamt kamen in Europa in dieser Wintersaison bereits mindestens 130 Menschen durch Lawinen ums Leben. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit jetzt 36 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Dies geht aus aktuellen Zahlen des European Avalanche Warning Service (EAWS) hervor, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. In Deutschland gab es nach dieser Statistik bislang keine Todesopfer.

Zahlreiche deutsche Lawinenopfer in laufender Wintersaison

Immer wieder waren auch Menschen aus Bayern, Baden-Württemberg und der Region unter den Opfern von Lawinen.