Ueli Kestenholz ist tot: Schweizer Wintersport-Legende stirbt bei Lawinenunglück

Ueli Kestenholz ist im Alter von 50 Jahren verstorben.
Olivier Maire/KEYSTONE/dpaEin tragischer Unfall erschüttert den Schweizer Wintersport. Der Schweizer Snowboard-Olympiasieger Ueli Kestenholz (50) ist bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen, wie der Verband Swiss-Ski bestätigte. Am Sonntag befand er sich im Lötschental im Kanton Wallis, als sich auf rund 2.400 Metern Höhe eine Lawine löste.
Kestenholz tödlich verunglückt – Begleiter überlebt
Die Polizei des Kantons Wallis berichtete zunächst über das Unglück, nannte aber keine Namen. In dem betroffenen Gebiet waren demnach ein Ski- und ein Snowboardfahrer unterwegs. Während der Skifahrer sich in Sicherheit bringen konnte, wurde der Snowboardfahrer von der Lawine erfasst. Rettungskräfte bargen ihn aus dem Schnee und brachten ihn ins Krankenhaus. Zuerst hatte die „Berner Zeitung“ gemeldet, dass es sich bei dem Opfer um Ueli Kestenholz handelte.
„Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden von Ueli“, erklärte Peter Barandun, Präsident des Schweizer Skiverbands.
Er hinterlässt Frau und Kinder
Ueli Kestenholz wurde 1975 in Thun geboren und begann 1989 mit dem Snowboarden. 1995 entschied das Internationale Olympische Komitee (IOC), Snowboard als olympische Disziplin aufzunehmen – erstmals 1998 bei den Winterspielen in Nagano. Dort gewann Kestenholz im Riesenslalom die Bronzemedaille – sein bis heute größter Erfolg. Außerdem sicherte er sich zweimal Gold bei den Snowboard-Weltmeisterschaften (2000 und 2001) sowie bei den X-Games im Snowboardcross, den internationalen Wettbewerben der Extremsportarten.
Nach den Olympischen Spielen in Turin 2006 beendete er seine aktive Karriere und wandte sich Extremsportarten wie Speedflying – einer Kombination aus Gleitschirmfliegen und Skifahren – sowie verschiedenen Filmprojekten zu.
Ueli Kestenholz hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne im Alter von 17 und neun Jahren.
