Tod in den Alpen: Mann aus Westerheim stirbt bei Lawinenabgang im Aostatal

Das Aostatal in Italien – auch dort ereigneten sich zuletzt zahlreiche Lawinenabgänge.
Thierry Pronesti/ANSA/AP/dpa- Mann (54) aus Westerheim starb nach Lawine im Aostatal bei Saint-Nicolas.
- Lawinenabgang am Donnerstagnachmittag, 19. Februar; Gruppe mit Bergführer.
- Zwei wurden verschüttet: einer leicht verletzt, der Westerheimer später im Krankenhaus gestorben.
- Lawinenstufe 4 von 5; Rettung erschwert, Heli konnte Unglücksstelle nicht anfliegen.
- Bergretter legten letzte 500 Meter zu Fuß zurück; Lage auch für Retter gefährlich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Unglück in den italienischen Alpen ereignete sich bereits in der vergangenen Woche. Der 54-Jährige war nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstagnachmittag, 19. Februar, mit drei Freunden und einem Bergführer auf einer Skitour in der Nähe der Gemeinde Saint-Nicolas, direkt an der Grenze zu Frankreich, auf 2.550 Metern unterwegs, als sich eine Lawine löste. Zwei der fünf Tourenteilnehmer, darunter auch der 54-jährige Westerheimer, wurden von der Lawine erfasst. Laut der Nachrichtenagentur habe der Rest der Gruppe sofort, gegen 13.30 Uhr, die Bergwacht gerufen und begonnen, die beiden Verschütteten auszugraben.
Tatsächlich wurde einer der beiden Männer nur leicht verletzt. Der andere, der Westerheimer, war stark unterkühlt und deshalb in kritischem Zustand. Er verstarb später in einem Krankenhaus. Nach Informationen der Nachrichtenagentur sei die Bergung der Verschütteten und des Restes der Gruppe sehr schwierig gewesen. Zudem galt die Lawinenstufe 4 von 5. Der in den Einsatz geflogene Rettungshubschrauber konnte aufgrund schwieriger Wetterverhältnisse nicht bis zur Unglücksstelle fliegen, sodass die Rettungskräfte weiter entfernt abgesetzt wurden und die letzten 500 Meter mit Steigfellen bewältigen mussten.
Lawinengefahr in den Bergen derzeit hoch
„Es war ein sehr heikler Einsatz. Das größte Problem war nicht, die Lawinenopfer nicht direkt mit dem Hubschrauber erreichen zu können, sondern die Tatsache, dass die Situation selbst für die Rettungsteams, die sich zu Fuß auf den Weg machten, gefährlich war“, so Paolo Comune, Leiter des Bergrettungsdienstes Aostatal, gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.
In den vergangenen Wochen ist es in den Bergen in Österreich und Italien zu zahlreichen Lawinenabgängen und auch Toten gekommen. So starben unter anderem in der vergangenen Woche drei Menschen in Österreich – zwei davon kamen aus Baden-Württemberg. Auch im Allgäu bleibt die Lawinengefahr derzeit hoch.


