An der Zugspitze
: 19-Jähriger aus dem Kreis Göppingen von Lawine erfasst und getötet

Der Klettersteig „Stopselzieher“ an der Zugspitze ist einem jungen Alpinisten zum tödlichen Verhängnis geworden. Er wurde von einer Lawine erfasst – und hatte wohl einen fatalen Fehler begangen.
Von
dpa/igl
Ehrwald

Der Gipfel der Zugspitze von Tiroler Seite aus gesehen. Ein 19-Jähriger ist auf einem Klettersteig tödlich verunglückt.

Angelika Warmuth/dpa
  • Ein 19-jähriger Alpinist aus dem Landkreis Göppingen starb bei einem Lawinenunglück an der Zugspitze.
  • Er wurde von einem Schneebrett erfasst und stürzte über steiles, felsiges Gelände.
  • Sein 21-jähriger Begleiter war durch einen Karabiner gesichert und blieb unverletzt.
  • Laut Polizei war der 19-Jährige zum Zeitpunkt des Unglücks ungesichert unterwegs.
  • In Tirol herrschte am Samstag mäßige Lawinengefahr (Stufe 2 von 5), warnte der Lawinenwarndienst.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein 19-jähriger Alpinist aus dem Landkreis Göppingen ist am Samstag (6.12.2025) gegen 9.30 Uhr auf einem Klettersteig in Tirol (Österreich) tödlich verunglückt. Der junge Mann sei auf einem Klettersteig an der Zugspitze von einem Schneebrett erfasst und über steiles, felsiges Gelände mitgerissen worden, teilte eine Sprecherin der Polizei in Tirol mit. Trotz des Einsatzes der Bergrettung sei jede Hilfe für den 19-Jährigen zu spät gekommen. Er war laut Polizei im Moment des Lawinenabgangs ungesichert auf dem Klettersteig „Stopselzieher“ unterwegs.

Die Landespolizeidirektion Tirol teilt mit, dass der 21-jährige Begleiter sich bereits etwa 20 Meter weiter oben befunden habe als sein Begleiter. Er habe ihn mit einem lauten Schrei gewarnt, als die Lawine abging. „Der 21-Jährige war bereits mit seinem Klettersteigset am Stahlseil gesichert und wurde von der Lawine unter das Stahlseil gedrückt, aber nicht mitgerissen“, heißt es in der Mitteilung der Landespolizeidirektion weiter. Anschließend habe der unverletzte 21-Jährige umgehend den Notruf abgesetzt, da er seinen Begleiter nicht mehr wahrnehmen und erreichen konnte.

Mäßige Lawinengefahr in Tirol

Der 19-Jährige war offenbar nicht am Stahlseil gesichert, er wurde von der Lawine etwa 350 Meter in die Tiefe mitgerissen und vollständig vom Schnee verschüttet. Einsatzkräfte der Bergrettung mit Lawinensuchhunden konnten den 19-Jährigen schließlich finden und ausgraben, teilt die Tiroler Landespolizeidirektion mit. Trotz der Reanimationsversuche starb der junge Mann noch an der Unfallstelle. Der Polizeihubschrauber „Libelle Tirol“ und ein Alpinpolizist bargen den Mann.

Im Einsatz standen: Bergrettung Ehrwald mit 15 Einsatzkräften und Bergrettung Lermoos mit fünf Einsatzkräften sowie drei Lawinenhunde, die Bergwacht Grainau, der Hubschrauber „Martin 2“, „RK 2“ und „Libelle Tirol“. Ebenso waren die Alpinpolizei und das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes beteiligt.

In Tirol herrschte am Samstag in hohen Lagen verbreitet mäßige Lawinengefahr, also Stufe 2 der fünfteiligen Skala. Schwachschichten im Altschnee könnten aber vereinzelt noch von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden, hatte der Lawinenwarndienst mitgeteilt.

Der Klettersteig „Stopselzieher“ verläuft durch eine natürlich ausgewaschene Rinne und ist Teil der kürzesten Route zur Zugspitze. Der Steig wird mit der Schwierigkeitsstufe A/B (leicht) bewertet.