Mord an Ece in Illerkirchberg: Prozess geht weiter: Acht Zeugen sollen vor Ulmer Landgericht aussagen

Prozessauftakt im Ulmer Landgericht: Zahlreiche Journalistinnen und Journalisten waren gekommen, um beim ersten Verhandlungstag am 2. Juni dabei zu sein. Am Dienstag geht der Prozess weiter.
Volkmar KönnekeNach dem Prozessauftakt vor zwei Wochen steht am Dienstag, 13. Juni, um 8.30 Uhr der zweite Verhandlungstag im Fall der getöteten Ece aus Illerkirchberg am Ulmer Landgericht an. Einem 27–jährigen Mann aus Eritrea wird vorgeworfen, das 14–jährige Mädchen im Dezember 2022 ermordet und ihre 13–jährige Freundin mit Tötungsabsicht verletzt zu haben. Am ersten Verhandlungstag wurde die Anklage verlesen, Zeuginnen und Zeugen sagten nicht aus. Das soll sich nun ändern.
Ob Angeklagter sich äußert, ist bisher unklar
Wie eine Pressesprecherin des Landgerichts Ulm auf Nachfrage berichtet, ist die Vernehmung von acht Zeuginnen und Zeugen geplant. Darunter seien polizeiliche Zeugen sowie Zeugen, welche gegebenenfalls Angaben zum Motiv des Angeklagten machen könnten. Der Vorsitzende Richter des Landgerichts, Wolfgang Tresenreiter, hatte bei der vergangenen Sitzung angekündigt, dass der Streifenbeamte, der zuerst am Tatort in Illerkirchberg gewesen war, aussagen werde. Zudem Mitarbeiter der Spurensicherung und des Landratsamts sowie eine Person aus dem nahen Umfeld des Angeklagten.
Ob der Mann selbst sich zu den Vorwürfen äußern wird, ist bisher unklar. „Dies wird der morgige Hauptverhandlungstag zeigen“, so die Sprecherin. Dagegen berichtete die Nachrichtenagentur dpa in der Nacht zu Dienstag, dass sich der Angeklagte wohl nicht vor Gericht äußern wird. Dies habe seine Anwältin bekanntgegeben. Auch sie werde nach derzeitigem Stand keine Einlassung verlesen, sagte die Verteidigerin am Montag (12.6).
Mehr Plätze für Journalisten am zweiten Prozesstag
Für den Prozess gilt nach wie vor eine Sicherheitsverfügung des Vorsitzenden. Demnach gibt es Einlasskontrollen und Taschendurchsuchungen. Beim Prozessauftakt waren 20 von 70 Plätzen für Journalistinnen und Journalisten vorgesehen, die Zahl wurde nun auf 30 Plätze erhöht. Damit können 40 Zuschauerinnen und Zuschauer am Prozess teilnehmen. Sie sollten ein Ausweisdokument mitbringen.
Am Dienstagmorgen, kurz vor Prozessbeginn, waren bereits 10 Journalistinnen und Journalisten vor Ort, Kameraleute standen ebenfalls bereit. Die Verteidigerin, Corinna Nagel, sowie die Nebenklagevertreter, trafen kurz vor Verhandlungsbeginn um 8.30 Uhr ein.

