Serie „Urlaub auf dem Teller“
: Was haben Sie mitgebracht und nachgekocht?

Moussaka, Pasta, Quiche: In den Ferien schmeckt in der Regel alles besser. Manche Gerichte lassen sich aber auch zu Hause gut nachkochen. Und erinnern das Jahr über an den letzten Urlaub. Unsere Sommerserie liefert Kostproben.
Von
Christine Laudenbach
Tübingen
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Rezept Paprika mit Anchovis

Mitgebracht und nachgekocht: Gegrillte Paprika mit Anchovis aus dem Piemont.

Ulrich Metz
  • Serie „Urlaub auf dem Teller“ sammelt Rezepte, die aus Reisen mitgebracht wurden.
  • Gesucht sind Gerichte, die zu Hause regelmäßig nachgekocht werden und Fernweh wecken.
  • Beispiel Pasta: Ragout mit Rinderhack, Wurst, Sellerie, Zwiebel, Karotte und viel Zeit.
  • Tipp aus Florenz: mit Weißwein oder Vino Santo ablöschen, Tomaten und Gewürze zugeben.
  • Schnelles Antipasto aus dem Piemont – gegrillte Paprika mit Anchovis, Knoblauch und Ciabatta.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hach, Italien. Kaum über die Grenze sind die Tomaten röter, der Käse cremiger und überhaupt: Wo ließe es sich besser genießen als dort? Und ganz gleich, wie oft man sich durchprobiert hat: Immer wieder steht etwas bis dato Unversuchtes auf dem Tisch. Für eine Sommerserie sammeln wir Kostproben und stellen sie vor. Nicht nur aus Italien, sondern Rezepte, die von irgendwoher mitgebracht wurden. Sie dürfen aus Urlaubsländern kommen oder bei (Bildungs-)Reisen aufgeschnappt sein. Empfehlungen vom Zeltnachbarn sind ebenso willkommen, wie die vom Kellner im Restaurant. Aber: Das Gericht sollte es auf den heimischen Speiseplan geschafft haben, sprich zu Hause regelmäßig nachgekocht werden. Und dabei ein bisschen Fernweh auslösen.

Bolognese sollte man niemals hungrig aufsetzen

Zurück nach Italien: Wie die Pasta kernig bleibt, die Soße sämig und das Dolce nicht zu süß gerät, kann kein Hexenwerk sein. Südlich der Alpen wird auch nur mit Wasser gekocht. Beim Kochkurs in Florenz zeigt sich dann tatsächlich: Manches ist weniger kompliziert als gedacht, fordert jedoch Zeit. Den Anspruch, eine echte Bolognese zu machen, muss man nicht unbedingt haben. Regel Nummer eins jedoch lautet: Auch die abgespeckte Variante sollte nicht hungrig auf den Herd gebracht werden. Für die schnelle Küche eignet sich das Ragout also nur bedingt. 500 Gramm Rinderhack, eine frische Wurst, Staudensellerie, Zwiebel und Karotte wollen geschnibbelt und angebraten werden. Dann Kräuter dazu und mit Weißwein ablöschen. Kleiner Kniff: Vino Santo eignet sich nicht nur als Dessertwein, sondern darf hier auch den Weißen ablösen. Ein Esslöffel Tomatenmark oder Dosentomaten in den Topf. Der Florentiner Koch (toskanische Familie, aufgewachsen in Ludwigsburg) schwört auf die späte Ernte. Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Muskat dazu und: lange köcheln lassen.

Paprika mit Anchovis: Schmeckt wie im Mairatal

Ein dafür schnelles Antipasto vorneweg kommt aus dem Piemont. Rote, gegrillte Paprika mit Anchovis sind unkompliziert und machen auch farblich was her. Sie schmecken auf dem Balkon wie im Mairatal nach der Bergtour. Für das Antipasto rote Paprika vierteln, helle Scheidewände und Samen entfernen und mit dem Anchovis-Öl bestreichen. Leicht salzen (nicht zu viel) und pfeffern. Fein geschnittenen Knoblauch dazu und bei 200 Grad 10 bis 15 Minuten in den Backofen. Danach sollten die Anchovisfilets zur Paprika finden, und ganz kurz gemeinsam weiter rösten (je nach Stärke der Paprikawand). Dazu passt Ciabatta.

Was haben Sie mitgebracht und nachgekocht?

Reisen erweitert den Horizont – und manchmal auch den heimischen Speiseplan. Welches Gericht haben sie im Urlaub entdeckt? Was hat Sie kulinarisch so begeistert, dass Sie es in die heimische Küche übernommen haben? Schreiben Sie uns an redaktion@tagblatt.de, wo und wie Sie ein neues Lieblingsessen gefunden haben, am besten mit einem appetitanregenden Foto und einem Porträtbild von Ihnen. Der Text sollte etwa 1900 Zeichen lang sein. Wir sind gespannt!