LKW-Sperrung wird nicht eingehalten: Kontrollen auf Hirschauer Brücke

Das Regierungspräsidium warnt: Sollten sich Fahrer von LKW mit über 7,5 Tonnen nicht an die bestehende Sperrung halten, könnte die baufällige, 1957 errichtete Brücke zwischen Tübingen und Hirschau schon für Fahrzeuge ab einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnern gesperrt werden.
Hans-Jörg Schweizer- LKW-Sperrung auf der Hirschauer Brücke wird teils ignoriert – RP kündigt verstärkte Kontrollen an.
- Brücke von 1957 ist baufällig, ein Neubau soll 2027 beginnen und bis zu 22 Monate dauern.
- Verbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gilt, Ausnahmen: Rettungsdienste, Feuerwehr, Stadtbus 18.
- Bei Missachtung droht Sperrung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen – RP will dies vermeiden.
- Umleitungen über B28 und L372 eingerichtet, zweite Strecke für Bauzeit ab 2027 geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Regierungspräsidium (RP) Tübingen plant derzeit den Ersatzneubau der Brücke über Neckar und Neckarkanal bei Hirschau (wir berichteten). Das bestehende Bauwerk auf der L371 befindet sich laut RP „in einem schlechten Zustand und kann nicht mehr wirtschaftlich saniert werden“. Daher seien dessen Abbruch und ein Neubau unumgänglich. Damit die Brücke trotz des schlechten Zustands bis 2027 noch genutzt werden kann, hat das RP angekündigt, das Bauwerk entlasten zu wollen – unter anderem mit einem Verbot des Befahrens für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen. Ausnahmen: Rettungswagen und Fahrzeuge der Feuerwehr sowie die Stadtbus-Linie 18.
Wie das RP nun mitteilt, hätten aktuelle Verkehrsbeobachtungen allerdings gezeigt, dass dieses Verbot offenbar nicht von allen LKW-Fahrern eingehalten wird. Deshalb kündigt die Behörde an, die bisherige Beschilderung deutlicher zu gestalten – und vor allem: verstärkt Polizeikontrollen vornehmen zu lassen.
RP möchte zusätzliche Einschränkungen vermeiden
„Sollten auch diese zusätzlichen Maßnahmen keine Wirkung zeigen, wird eine Sperrung der Brücke für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen unumgänglich“, heißt es in der RP-Pressemitteilung weiter. Eine solche Sperrung könnte dann technisch mittels eines stationären Blitzers überwacht werden, würde aber zusätzliche Einschränkungen nach sich ziehen, die das Regierungspräsidium jedoch vermeiden wolle.
Das RP bittet daher, auch externe Speditionen nochmals explizit auf die existierende Sperrung hinzuweisen. Sollten die bisherigen Maßnahmen nicht eingehalten werden oder sich weitere Veränderungen am Bauwerkszustand ergeben, „kann, wie bereits in der Infoformationsveranstaltung kommuniziert, eine kurzfristige Komplettsperrung des Bauwerks erforderlich werden“.
Die Umleitung für den Schwerlastverkehr führt von Tübingen über die B28 zur Rottenburger Osttangente und dann vom Sülchenknoten über die L372 nach Wurmlingen und weiter auf der L371 nach Hirschau. Damit werden die Hirschauer einige Jahre lang leben müssen. Denn obwohl beim RP bereits seit Jahren an Abriss und Neubau der Brücke über den Neckar geplant werden, sollen die Bauarbeiten erst im Jahr 2027 beginnen und dann 18 bis 22 Monate dauern. Ursprünglich war der Baubeginn sogar erst für 2028 vorgesehen, er wurde aber angesichts der verschlimmerten Lage vorgezogen. Während der Bauarbeiten und Vollsperrung der L371 zwischen Weilheim und Hirschau von 2027 an soll dann eine zweite Umleitungsstrecke über Wurmlingen und Unterjesingen nach Tübingen eingerichtet werden.
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