Brücke bei Tübingen muss gestützt werden: Vollsperrung droht: Die Arbeiten an der maroden L371-Brücke beginnen

Die L371-Brücke über Neckar und Neckarkanal zwischen Tübingen und Hirschau ist in schlechtem Zustand.
Regierungspräsidium Tübingen- L371-Brücke bei Tübingen wird mit Stahlkonstruktion gesichert, um die Nutzung zu verlängern.
- Arbeiten starten am Dienstag (16. Juni) – Baustelle an der Zufahrt zum Häckselplatz Weilheim.
- Bis Ende Juli sollen die seitlichen und unteren Montagearbeiten abgeschlossen sein.
- RP erwägt zum Abschluss der Arbeiten eine Vollsperrung, Termin steht noch nicht fest.
- Für Schwerverkehr seit Oktober 2025 über 7,5 t gesperrt, seit März über 3,5 t; Kontrollen per Blitzer.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Um die L371-Brücke bei Hirschau über Neckar und Neckarkanal zu sichern, lässt das Regierungspräsidium (RP) eine Stahlkonstruktion unter der Bestandsbrücke einbauen. Die Arbeiten dafür beginnen am Dienstag (16. Juni).
Eingerichtet wird zunächst die Baustelle im Bereich der Zufahrt zum Häckselplatz Weilheim. Von dort aus heben die Bauleute die Stahlkonstruktion ein. Die Stahlträger werden von der Weilheimer Seite der Brücke über Neckar und Neckarkanal bis zur Hirschauer Seite vorgeschoben, erklärt das RP in einer Mitteilung an die Presse. Die Arbeiten erfolgen seitlich und unterhalb der Brücke. Bis Ende Juli soll das abgeschlossen sein. Wenn sich die Substanz nicht weiter verschlechtert, soll sich die Brücke mit den Stahlstützen noch rund ein Jahr länger halten.
Bekannt ist schon lange, dass die Brücke marode ist und ersetzt werden muss. Seit 2020 plant das (RP) Abriss und Ersatzneubau. Materialuntersuchungen im Herbst 2025 ergaben aber, dass der Spannbeton noch viel maroder ist als angenommen. Deswegen zog die Behörde das Neubauprojekt vor. Die Stahlkonstruktion, die 1,1 Millionen Euro kostet, soll nun dafür sorgen, dass die Brücke bis dahin hält. Im Oktober 2025 sperrte das RP die Brücke für den Schwerverkehr über 7,5 Tonnen. Seit März ist die Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Die Überwachung erfolgt regelmäßig per Blitzer.
Für den Einbau der Stahlkonstruktion sperrt das RP unter der Woche die Zufahrt zum Häckselplatz aus Sicherheitsgründen. An den Wochenenden bleibt sie offen.
Der Geh- und Radweg südlich des Neckars wird über den Rad- und Wirtschaftsweg entlang der B 28 in Richtung Wasserwerk Kilchberg und zum Hirschauer Wehr umgeleitet. Die Verbindung von Tübingen-Hirschau nach Tübingen für den Geh- und Radverkehr nördlich des Neckarkanals über die Rappenberghalde steht weiterhin zur Verfügung. Auch kann der Geh- und Radverkehr weiter die Brücke über den Neckar und Kanal nutzen.
Weil wenig Platz ist rund um die Brücke und Gewichtsbeschränkungen gelten, geht das RP davon aus, dass zum Ende der Arbeiten an der Stahlkonstruktion eine Vollsperrung notwendig sein wird. Wann das genau erfolgen soll, ist noch nicht bekannt.
Vorarbeiten für den Neubau erfolgten bereits mit Baumfällarbeiten. Reptilienschutzzäune, Nistkästen und Quartiershilfen für Fledermäuse sind angebracht. Die Stadtwerke müssen noch eine Strom- und eine Wasserleitung verlegen.
Infos zu Baustellen und Projekten
Das Regierungspräsidium Tübingen ist für über 1600 Brücken im Regierungsbezirk zuständig. An neun Brücken an Bundes- und Landesstraßen im Regierungsbezirk wurden Spannstähle mit Spannungsrisskorrosionsgefährdung verbaut. Eines dieser Bauwerke ist die Brücke über den Neckar und den Neckarkanal im Zuge der L371. Weitere Informationen zum Projekt L 371 Brücke über den Neckar und Neckarkanal bei Tübingen (Ersatzneubau) sind auf der Website des Regierungspräsidiums abrufbar unter rpt.baden-wuerttemberg.de. Aktuelle Informationen über Baustellen im Land können Interessierte unter www.verkehrsinfo-bw.de abrufen.
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Wenn Unheil droht, wird nach Strohhalmen gegriffen und Schuldige werden gesucht. Warum das Hirschau nicht weiterbringt.