Praxis in Stimpfach
: Junge Physiotherapeutin startet durch

Lisa-Marie Konle hat sich einen Traum erfüllt: eine eigene Praxis. In Stimpfach behandeln sie und ihr Team Patienten auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern. Im Magazin Next Step berichtet sie von ihrem Werdegang.
Von
Eileen Schirle
Stimpfach
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Lisa-Marie Konle Physiotherapeutin Stimpfach

Durch zahlreiche Fortbildungen hat sich Lisa-Marie viel Wissen angeeignet – das half ihr auch bei der Praxisübernahme.

privat
  • Eigene Praxis in Stimpfach: Seit Januar 2026 leitet Lisa-Marie Konle „PHYSIO Stimpfach“.
  • Die Praxis hat fünf Behandlungsräume, einen Kursraum und Platz für Trainingsgeräte.
  • Konle absolvierte 2019 ihre Ausbildung, sammelte Erfahrung und besuchte Fortbildungen.
  • Die Übernahme erfolgte nach einjähriger Übergangszeit von Roland Leitner – Team umfasst acht Personen.
  • Neu sind Kurse wie Pilates und Rückenfit, teils blieb Angebot wie Naturfango erhalten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Stolz führt Lisa-Marie Konle durch die helle und einladende Praxis: fünf Behandlungsräume, ein großzügiger Empfangsbereich, Platz für Fitness- und Trainingsgeräte sowie ein großer Kursraum mit moderner Ausstattung. Seit Januar 2026 gehört die Praxis der ausgebildeten Physiotherapeutin. „Damit geht ein echter Traum für mich in Erfüllung“, sagt sie.

Dass sie in ihrem Berufsleben etwas mit Menschen machen möchte, war für die 26-Jährige schon früh klar. Ihre Begeisterung für die Physiotherapie hat sie bei einem freiwilligen Praktikum im Krankenhaus entdeckt. Es sei eine schöne und erfüllende Aufgabe, Patienten über einen längeren Zeitraum zu begleiten und bei körperlichen Leiden oder Einschränkungen weiterzuhelfen, berichtet Lisa- Marie. Nach ihrem Realschulabschluss hat sie sich deshalb für eine Ausbildung zur Physiotherapeutin entschieden. Dafür besuchte sie die Bernd-Blindow-Schule in Aalen. Die schulische Ausbildung dauert drei Jahre und kostet – wenn man eine Privatschule besucht, wie Lisa-Marie es getan hat – auch Schulgeld. „Zu meiner Zeit waren es mehrere hundert Euro im Monat, was schon einiges ist. Mittlerweile wurden die Kosten aber glücklicherweise deutlich gesenkt.“

Während der Ausbildung lernte Lisa-Marie alles rund um den menschlichen Körper. Beispielsweise wie der Bewegungsapparat eines Menschen aufgebaut ist. Außerdem standen die Fächer physiotherapeutische Befund- und Untersuchungs- sowie Behandlungstechniken auf dem Stundenplan. Neben der Theorie beinhaltete die Ausbildung auch viel Praxis. Lisa-Marie sammelte viele Erfahrungen in diversen Praxen, Krankenhäusern und Rehakliniken, um das Gelernte direkt an Patienten anzuwenden. „Das Schöne ist, dass man in dieser Zeit einen Einblick in ganz verschiedene Richtungen bekommt – Orthopädie, Chirurgie, Neurologie, Gynäkologie, Pädiatrie, innere Medizin. Die Ausbildung ist wirklich umfassend“, erzählt sie. Nach ihrem Abschluss im Jahr 2019 arbeitete sie mehrere Jahre als angestellte Physiotherapeutin in einer Praxis in Satteldorf. Währenddessen standen für sie immer wieder umfangreiche Fortbildungen an, „denn in diesem Beruf gibt es keinen Stillstand“, merkt Lisa-Marie an.

Ein echter Volltreffer

Dass sie nun heute Besitzerin einer eigenen Praxis ist, ist dem Zufall geschuldet. Über Bekannte hat sie 2023 erfahren, dass Physiotherapeut Roland Leitner seine Praxis in Stimpfach altersbedingt abgeben möchte. „Ich komme ja auch aus Stimpfach und wusste eigentlich schon immer, dass ich mich irgendwann einmal selbstständig machen möchte. Als ich von Rolands Plänen erfahren habe, dachte ich mir: Das könnte was für mich sein“, erinnert sich die 26-Jährige. Sie fasste sich ein Herz, rief einfach in der Praxis an und bat den Chef um ein unverbindliches Gespräch. „Als er mich dann durch die Praxis führte, hatte ich schon erste Visionen im Kopf. Ich wusste, das könnte ein echter Volltreffer sein.“ Da Lisa-Marie bereits viele wichtige Fortbildungen und Scheine absolviert hatte, konnte sie sich ganz auf die Praxis konzentrieren – und so stand auch für Roland Leitner fest, dass sie seine Nachfolgerin werden soll.

Um Lisa-Marie den Schritt in die Selbstständigkeit so angenehm wie möglich zu gestalten, vereinbarten sie eine Übergangszeit von einem Jahr. Rückblickend, sagt die Stimpfacherin, sei das der absolut richtige Weg gewesen: „Ich konnte das Team und die Praxisabläufe kennenlernen und hatte Zeit, die Räume etwas zu modernisieren und alles Mögliche für die Übergabe in die Wege zu leiten.“ Seit dem 1. Januar 2026 ist sie nun offiziell die Geschäftsführerin von „PHYSIO Stimpfach, Therapie & Bewegung“ und führt ein achtköpfiges Team aus Physiotherapeuten, Empfangs- und Büromitarbeitern.

Zum Neustart wurden nicht nur der Name und das Logo angepasst, sondern auch die Behandlungsräume auf Vordermann gebracht. Frische weiße Farbe ziert jetzt die Wände, teilweise wurde ein neuer Fußboden verlegt. Zudem hat Lisa-Marie einige neue Geräte angeschafft. Seit kurzem bietet sie auch Kurse wie beispielsweise Pilates oder Rückenfit an. Einige Extras, beispielsweise die Behandlung mit Naturfango, ein mit zahlreichen Mineralien angereicherter Schlamm, hat sie von ihrem Vorgänger beibehalten.

Unterstützung der Familie

Doch natürlich läuft bei einer solchen Praxisübernahme nicht alles reibungslos und Lisa-Marie musste sich in einige Themen einarbeiten. „Die Bürokratie war sicherlich die größte Herausforderung“, erinnert sie sich. Sie musste mit diversen Ämtern kommunizieren, Anträge stellen, Dokumente anfordern, und und und. „Roland, mein Freund und auch unsere Familie haben mich hier sehr unterstützt. Dafür bin ich sehr dankbar“, so Lisa-Marie. Ich wusste schon immer, dass ich mich irgendwann einmal selbstständig machen möchte.

In Zukunft gilt es, die Praxis weiter zu digitalisieren. Unter anderem sollen neue Softwareprogramme die Kommunikation mit Ärzten verbessern und das Auslesen der Patienten-E-Akte möglich machen. Zudem möchte sich die Physiotherapeutin weiter fortbilden und das Behandlungsspektrum um weitere Therapiemöglichkeiten erweitern.

Weiterer Lesestoff gefällig? Hier findest du zum Beispiel das Interview mit Next-Step-Coverstar Andrea Guo, das Azubi-Porträt von Kosmetikerin Emma oder die Geschichte von Richter Julian Bauderer.

Alle Infos zum Magazin Next Step

Zweimal jährlich – einmal im März und nochmal im Juli – veröffentlicht die SÜDWEST PRESSE Hohenlohe das Magazin Next Step, das sich an junge Menschen richtet, die auf der Suche nach ihrem beruflichen Werdegang sind. Darin enthalten sind Berufsporträts von Azubis und Studierenden aus der Region, Geschichten von Machern und viel Wissen zu Bewerbung und Co. Jede Ausgabe ziert zudem eine andere prominente Persönlichkeit die Titelseite und steht im großen Next Step-Interview Rede und Antwort.

Hier entlang zur Online-Ausgabe von Next Step.