Landratswahl 2024 Neu-Ulm
: Eva Treu gewinnt Stichwahl – Das Gesamtergebnis des Kreises Neu-Ulm

Wer tritt die Nachfolge von Thorsten Freudenberger als Landrat an? Das entschied sich am 28.1. in einer Stichwahl zwischen Eva Treu und Joachim Eisenkolb. Das Gesamtergebnis erfahren Sie hier.
Von
Elias Hoffmann
Neu-Ulm
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  • Joachim Eisenkolb forderte Eva Treu am Sonntag heraus. Wer den Chefsessel im Landratsamt besetzen wird, erfahren Sie hier.

    Joachim Eisenkolb forderte Eva Treu am Sonntag heraus. Wer den Chefsessel im Landratsamt besetzen wird, erfahren Sie hier.

    Volkmar Könneke
  • Eva Treu hat es geschafft: Die 30-jährige Kandidatin der CSU und Jungen Union ist die neue Landrätin im Landkreis Neu-Ulm.

    Eva Treu hat es geschafft: Die 30-jährige Kandidatin der CSU und Jungen Union ist die neue Landrätin im Landkreis Neu-Ulm.

    Janina Hirsch, Stefan Czernin, Michael Schleifele, Collage: BeFunky.
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Die Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Neu-Ulm hatten die Wahl: Bleibt der Chefsessel im Landratsamt in den Händen der CSU? Oder stellt erstmals seit 1973 eine andere Partei den Landrat? Das entschied sich am Sonntag, 28. Januar, bei der Landrats-Stichwahl. Eva Treu (CSU) trat gegen Joachim Eisenkolb (Freie Wähler) an – so hat der Landkreis gewählt.

Aus fünf wurden zwei – So kam es zur Stichwahl

Um die Nachfolge von Thorsten Freudenberger bemühten sich fünf Kandidaten. Daniel Fürst (SPD), Wolfgang Dröse (AfD) und Ludwig Ott (Bündnis 90/Die Grünen) schieden nach dem ersten Wahlgang aus dem Rennen aus. Treu, die seit 2020 im Stadt- und im Kreistag von Neu-Ulm für die Junge Union sitzt, erhielt am 14. Januar 41,1 Prozent der gültigen Stimmen und verfehlte damit die absolute Mehrheit. Eisenkolb, Bürgermeister der Gemeinde Elchingen, gelang mit 17,9 Prozent der Einzug in die Stichwahl. Somit kam es zum Duell zwischen der 30-jährigen Eva Treu (CSU) und dem 56-jährigen Joachim Eisenkolb (Freie Wähler).

Die Neu-Ulmer Landräte seit 1946

Thorsten Freudenberger (links) ist inzwischen Landtagsabgeordneter. Deshalb übernahm Erich Winkler (rechts) interimsweise die Amtsgeschäfte als Landrat im Kreis Neu-Ulm.

Bianca Frieß

Eisenkolb schickte sich an, Historisches zu schaffen. Mit Ausnahme von SPD-Politiker Max Rauth gab es seit Ende des Zweiten Weltkrieges ausschließlich Landräte aus Reihen der CSU. Ferdinand Sieber gehörte zwar später der Freien Wählervereinigung an, zu seiner Amtszeit war er aber noch Teil der Unionspartei. Auch Eva Treu wollte sich einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern. Noch nie stand eine Frau an der Spitze des Neu-Ulmer Landratsamtes.

  • 1946–1948: Ferdinand Siebert (CSU)
  • 1948–1964: Georg Köhl (CSU)
  • 1964–1973: Max Rauth (SPD)
  • 1974–1996: Franz-Josef Schick (CSU)
  • 1996–2014: Erich Josef Geßner (CSU)
  • 2014–2023: Thorsten Freudenberger (CSU)
  • stellvertretend seit dem 31. Oktober 2023: Erich Winkler (CSU)

Mehr als 136.000 Wahlberechtigte im Landkreis Neu-Ulm

Landratswahlen sind Kommunalwahlen. Deshalb waren nicht nur deutsche Staatsangehörige, sondern auch Bürgerinnen und Bürger anderer Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wahlberechtigt. Zumindest dann, wenn sie volljährig waren und seit mindestens zwei Monaten im Wahlkreis ihren Lebensmittelschwerpunkt hatten.

Von den rund 180.000 Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Neu-Ulm waren 136.433 wahlberechtigt. Sie konnten am Wahlsonntag von 8 bis 18 Uhr in einem der Wahllokale ihre Stimme abgeben. Wer die Wahlbenachrichtigung nicht mehr hatte, musste den Personalausweis oder den Reisepass ins Wahllokal mitbringen. Auch eine zuvor beantragte Briefwahl war möglich.

Gesamtergebnis der Landratswahl im Kreis Neu-Ulm

Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl lag zum Stand 12 Uhr bei 22,5 Prozent. Im weiteren Verlauf des Tages stieg sie leicht an. Schlussendlich gingen 28,1 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl – historisch schwach. Um 19:07 Uhr war die Auszählung beendet.

Die Gemeinde Osterberg stimmte als einziges Wahlgebiet mehrheitlich für Joachim Eisenkolb. Alle restlichen Städte, Gemeinden und Märkte machten ihr Kreuz mehrheitlich bei Eva Treu.

So haben Städte und größere Gemeinden abgestimmt

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