Bürgermeisterwahl in Riederich: Diese Kandidaten können gewählt werden

Bald dürfte die Stelle des Riedericher Bürgermeisters besetzt sein.
Eva Fröhlich- Riederich wählt am 12. Juli eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister.
- Sieben Bewerbungen sind gültig – die Prüfung erfolgte am 16. Juni in öffentlicher Sitzung.
- Martin Greiner trat zurück, begründet mit persönlichen und familiären Verpflichtungen.
- Kandidaten u. a.: Tiago Ribeiro da Costa, Jerimi Kotzab, Erik Knobloch und Joachim Freund.
- Außerdem bewerben sich Mathias Koch, Oliver Liebl und Sylvia Hokenmaier; Termine zur Vorstellung folgen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es war ein Krimi, bis zum Schluss. Nachdem es lange Zeit recht ruhig gewesen war um die Bürgermeisterwahl, ging es in den letzten Stunden vor Bewerbungsschluss dafür doppelt rund. Mit Joachim Freund und Sylvia Hokenmaier gab es zwei Weitere, die ihre Bewerbung öffentlich machten, und Martin Greiner zog seine Kandidatur zurück. Und in der Prüfung des Gemeindewahlausschusses dann noch eine Neuigkeit: Auch Oliver Liebl möchte das Riedericher Bürgermeisteramt bekleiden. Insgesamt können die Riedericher damit für eine von sieben Personen abstimmen, und haben damit eine große Auswahl. Bei der öffentlichen Sitzung des Gemeindewahlausschusses am Dienstag, 16. Juni, wurden alle Bewerbungen für gültig erklärt, wie Doris Hagemann, stellvertretende Vorsitzende, bestätigte.
Der erste, der öffentlich bekanntgab, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, war Martin Greiner. Der 46-jährige Amtsleiter aus Großbettlingen wollte nach 26 Jahren Verwaltungserfahrung nun an die Rathausspitze – gab aber kurz vor Ende der Bewerbungsfrist bekannt, doch nicht zur Wahl anzutreten. Aus persönlichen und familiären Gründen sei Greiner nun zu der Überzeugung gelangt, dass die mit dem Bürgermeisteramt verbundene Verantwortung und die „damit einhergehenden Anforderungen derzeit nicht in der Weise mit meinen persönlichen und familiären Verpflichtungen vereinbar sind, wie ich es für die verantwortungsvolle Ausübung eines solchen Amtes als erforderlich erachte“, teilte er schriftlich mit. Weiter wies Martin Greiner darauf hin, dass die jüngsten Vorkommnisse, damit meint er vermutlich seinen Disput mit Konkurrent Erik Knobloch (wir berichteten), in keinerlei Zusammenhang mit der Entscheidung stehen.
Der zweite, der seinen Hut in den Ring warf, ist der 27-jährige Tiago Ribeiro da Costa. Mit einer ansprechenderen Ortsmitte und „mehr Platz für Grün“ könne man Riederichs Potenzial hervorheben, , so ist er überzeugt, und es attraktiver für die Bürger machen – und für solche, die es werden wollen.
Der Dritte im Bunde ist der Pfullinger Teamleiter Jerimi Kotzab. Seine Mission sieht der 38-Jährige darin, das Miteinander in der Gemeinde zu stärken und eine Brücke zwischen Rathaus und Bürgern zu bauen: „Nur mit Austausch kann man etwas bewegen“, so sein Credo.
Als Vierter kam Erik Knobloch aus Neckartenzlingen dazu. Die freie Stelle im Rathaus kommt für den 32-jährigen Familienvater gerade richtig: Nachdem er beim Aufbau einer Landesbehörde mitwirken konnte, möchte er sich nun neuen Herausforderungen widmen. Diese am liebsten, das ist für ihn bedeutsam, mit mehr Kontakt zu den Bürgern.
Nummer fünf auf der Bewerberliste ist Joachim Freund, in Riederich aufgewachsen und selbstständiger Handelsvertreter. Seine Kompetenzen will der 61-Jährige Freund in den Dienst der Gemeinde stellen und in den kommenden acht Jahren versuchen, die Finanzen wieder ins Lot zu bekommen.
Als Sechster warf der Metzinger Business Developer Mathias Koch seine Bewerbungsunterlagen ein. Beruflich hat Koch über viele Jahre Organisationen aufgebaut, Standorte entwickelt, Veränderungsprozesse begleitet und Verantwortung für Mitarbeiter, Budgets und komplexe Projekte getragen. Diese Erfahrung möchte er jetzt in und für Riederich einbringen.
Oliver Liebl aus Pliezhausen stand ebenfalls auf der Liste. Der 45 Jahre alte Bestatter „nimmt kein Blatt vor den Mund“, wie er betont. Vieles laufe in der Gemeinde schief, was er gerne ändern würde. Als Bürgermeister würde er sich als Bindeglied zwischen Verwaltung, Bürgern, Vereinen, oder auch der Kirche verstehen.
Als Letzte traute sich Sylvia Hokenmaier: Schon bei der letzten Riedericher Bürgermeisterwahl 2020 stand sie auf dem Wahlzettel, wenngleich sie sich gar nicht beworben hatte. Nach vielen Jahren in der Verwaltung möchte die 58-Jährige es endlich wagen und selbst die Zügel in die Hand nehmen.
Im Juli steht der Gang zur Urne an
Gewählt wird in Riederich am 12. Juli.
Am 1. Juli in der Gutenberghalle werden die Bürgerinnen und Bürger in einer offiziellen Kandidatenvorstellung erfahren, welche Schwerpunkte die Kandidaten setzen wollen. Am 5. Juli präsentiert die SÜDWEST PRESSE ihr beliebtes Wahlfrühstück, bei dem die Kandidaten von unserer Redaktion sowie Lesern befragt werden. Sollte es zur Stichwahl kommen, findet diese am 26. Juli statt.






