Internationaler Museumstag 2026
: Das vielfältige Programm in Ulm und Neu-Ulm

In der Region wird der Internationale Museumstag am Sonntag (17. Mai) mit einem großen Programm gefeiert – der Eintritt ist überall kostenlos.
Von
Paloma Schneider
Ulm/Neu-Ulm
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Kunstverein Ulm:  Ausstellung "Nana Mandl — holding it together"

Im Kunstverein Ulm: Nana Mandl beschäftigt sich in ihrer Kunst „holding it together" mit gesellschaftlichen Rollenbildern und der unsichtbaren Care-Arbeit von Frauen und Müttern.

Matthias Kessler
  • Internationaler Museumstag am Sonntag (17. Mai 2026) – Eintritt in allen Häusern frei.
  • Ulm/Neu-Ulm bieten Führungen, Theater, Musik und Mitmachangebote für Familien.
  • Highlights: „Die Einsteins“ mit Musikfrühschoppen und Schnitzeljagd, DZM mit Kaffeehaus.
  • Ausstellungen zu Tschernobyl, „Atlantis – Versunkene Welten“ und Filmgeschichte der HfG.
  • Weitere Punkte: AR-Rundgang KZ-Gedenkstätte, Bienen-Thema, Queer-Schau, Popcorn bei Filmscreenings.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Sonntag (17. Mai 2026) findet der 49. Internationale Museumstag statt. Unter dem Motto „Museums uniting a divided world“ wollen Museen Orte des Austauschs und der Erinnerung sein. Führungen, Theater, Musik und Mitmachangebote werden veranstaltet. Der Eintritt ist in allen teilnehmenden Häusern frei. Das wird in Ulm und Neu-Ulm geboten:

Angefangen im Museum „Die Einsteins“ wird das Motto des Museumstags aufgegriffen. Unter dem Titel „Sharing all the world“ orientiert sich das Programm an John Lennons Friedenshymne „Imagine“. Zwischen 10 und 13 Uhr findet ein musikalischer Frühschoppen mit Jazz und Opo und der Sängerin Julia Dorn statt. Ergänzt wird das Programm durch kurze Impulsführungen zur Ausstellung sowie eine kreative Schnitzeljagd für Kinder am Nachmittag.

Im Donauschwäbischen Zentralmuseum ist das „Budapester Kaffeehaus“ mit Kaffee, Kuchen und Musik besonders beliebt. Zusätzlich bietet das Museum für Familien mit Kindern eine Märchenreise entlang der Donau an, während Weinliebhaber bei einer kostenlosen Verkostung mitmachen können. Ein Schwerpunkt liegt außerdem auf der Ausstellung „Atlantis – Versunkene Welten“. Sie erzählt von verlassenen Dörfern und Städten in Südosteuropa – Orten, die durch politische Umbrüche, Naturkatastrophen oder Abwanderung verschwanden.

Im Stadthaus steht die Erinnerung an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Mittelpunkt. Eine Fotoausstellung zum 40. Jahrestag dokumentiert die Sperrzone und die langsame Rückkehr der Natur. Ergänzt wird das Programm durch Architekturführungen – auf Deutsch und auf Portugiesisch.

Nach drei Jahren Umbau öffnet das Museum Ulm einen Teil seiner Räume. Das frisch sanierte „werklabor“ soll an Museumstag ein Ort sein, wo Familien gemeinsam gestalten und experimentieren können.

Das Naturmuseum Ulm mit der Ausstellung „Vogelkunst“ bietet filigranen Zeichnungen heimischer Vogelarten von Wilhelm Nothdurft an, die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Natur neu darstellen sollen.

Im HfG-Archiv rückt eine weniger bekannte Seite der Hochschule für Gestaltung Ulm in den Fokus: der Film. Die Sonderausstellung „Aufbruch in die Realität“ zeigt Filme von Günther Hörmann. Er handelt von jungen Filmschaffende in den 1960er Jahren mit gesellschaftlichen Umbrüchen, wie die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit. Zusätzlich werden Familienführungen durch das Hochschulgebäude angeboten.

Im Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm gastiert das Heyoka-Theater mit dem Stück „Glitzerkatze“. Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen, Anfängern und Profis stehen gemeinsam auf der Bühne. Die Vorstellungen finden um 11 und 15 Uhr statt. Darüber hinaus gibt es im Kindermuseum die Mitmach-Ausstellung „was du alles kannst“.

Auch das Museum Brot und Kunst beschäftigt sich mit einem beliebten Thema zum diesjährigen Museumstag in Ulm: der Beziehung zwischen Menschen und Biene. Kunstwerke von Joseph Beuys bis Jeanette Zippel zeigen, wie sehr Bienen Gesellschaft und Kultur prägen. Besucher können sich „durch die Augen einer Biene“ fotografieren lassen.

Im m25 gibt es zwei Ausstellungen: die Dauerausstellung zur Ulmer Münsterbauhütte und die Schau „We are part of culture“, die queeren Persönlichkeiten und ihre kulturellen Beiträge sichtbar macht. Ein Vortrag zur Geschichte der Münsterbauhütte und ein Queer-Café ergänzen das Programm.

Der Kunstverein Ulm stellt die Kunst „holding it together“ der Wienerin Nana Mandl aus. Sie beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Rollenbildern und der unsichtbaren Care-Arbeit von Frauen und Müttern.

Die KZ-Gedenkstätte am Oberen Kuhberg ermöglicht einen AR-Rundgang mit Einblicken in das ehemalige Konzentrationslager. Mithilfe von Tablets können Besucher direkt vor Ort sehen, wie das Gelände damals aussah.

Im Neu-Ulmer Projektraum „Die PUTTE“ ist das Science-Fiction-Projekt „The Final Cut“ von Valentin Hennig zu sehen. Es beschäftigt sich mit Realität, Virtualität sowie Verlust und Hoffnung. Bonus: Zu den Filmscreenings gibt es Popcorn.

Weitere Infos zum Programm am Internationalen Museumstag: unter ulm.de.