Kindermuseum Neu-Ulm: Mitmach-Ausstellung „Was DU alles kannst“ wird verlängert

In der geheimen Kammer: In „Was DU alles kannst“ können Kinder und Erwachsene einiges entdecken.
Volkmar Könneke- Neu-Ulmer Kindermuseum verlängert „Was DU alles kannst“ bis Herbst 2027 – großer Andrang.
- Seit Oktober 2024 kamen über 45.000 Besucher, rund 6000 Anfragen mussten abgewiesen werden.
- Die Schau wächst: Rückmeldungen fließen in einen zusätzlichen Raum ein, Start im Herbst.
- Zeitfenster bleiben wegen pädagogischer Begleitung bestehen, Massen sollen vermieden werden.
- Vorbereitung für Leihen an andere Häuser läuft, nächste Ausstellung wird extern übernommen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Kindermuseum im Edwin-Scharff-Museum ist nicht der Louvre – aber eines haben die Einrichtungen gemeinsam: Einfach hingehen sollte man nicht. „Wir haben immer noch viel zu viele Anfragen“, sagt die Neu-Ulmer Direktorin Helga Gutbrod, „wir müssen das System mit den Zeitfenstern aufrechterhalten.“ Es sollen ja auch keine Massen in die Räume strömen, schließlich wird vor allem das junge Publikum pädagogisch begleitet.
Seit Oktober 2024 läuft die erste in Eigenregie erstellte Mitmach-Ausstellung „Was DU alles kannst“, seitdem haben laut Museum mehr als 45.000 Besucherinnen und Besucher ausprobiert, was sie alles drauf haben: ob Handwerk oder Care-Arbeit, Sprachkunst oder Detektivaufgaben. „Da haben wir ein Superthema gefunden“, sagt Gutbrod. Zudem habe man seit der Eröffnung die Anfragen von fast 6000 Menschen wegen Überbuchung abweisen müssen. Sie sollen alle ihre Chance bekommen: Die Laufzeit wird um ein Jahr verlängert, die Schau endet nun erst im Herbst 2027.
Feedback fließt in neuen Raum
Bis dahin wird sie sich aber verändern und sogar wachsen: Laut Gutbrod fließen Rückmeldungen, die unter anderem von einer Bachelor-Studentin gesammelt wurden, und Erfahrungen des Pädagogik-Teams in einen zusätzlichen Raum ein. Dieser soll im Herbst eröffnen. Im Rahmenprogramm wolle man zudem das Thema breiter behandeln: Die Frage, was man tun kann oder möchte, stelle sich immer wieder im Leben, erklärt Gutbrod.
Intern gab es Veränderungen am Petrusplatz: Die bisherige stellvertretende Direktorin Birgit Höppl hat das Haus verlassen, jetzt kümmert sich Judith Kühne-Storch um Kindermuseum sowie Bildungs- und Vermittlungsarbeit. Eine weitere selbst produzierte Ausstellung könne man derzeit jedoch weder personell noch finanziell stemmen, sagt Gutbrod. Die nächste werde wieder von einem anderen Museum übernommen.
Wichtiger sei im Moment auch, „Was DU alles kannst“ für die Leihe an andere Häuser vorzubereiten; dabei gehe es vor allem um organisatorische Dinge. Noch gibt es der Direktorin zufolge keine konkreten Gespräche, ein Vertreter des Bundesverbands der Kinder- und Jugendmuseen habe sich aber bei einem Besuch begeistert gezeigt. Bei einer Tagung im Mai werde man die Ausstellung erneut präsentieren.

