Welterbe-Fonds: Museum Ulm erhält Förderung für Löwenmensch-Modelle

So wird der originale Löwenmensch aktuell in der Kunsthalle Weishaupt präsentiert.
Matthias Kessler- Das Museum Ulm erhält 10.535 Euro Förderung für 3D-Scans und -Drucke des Löwenmenschen.
- Neun Repliken und Modelle der Eiszeitfigur werden digital archiviert und vor Schäden geschützt.
- Die Förderung stammt aus dem Welterbefonds BW2025 des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen.
- Der Löwenmensch ist Teil des Unesco-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.
- Repliken dienen der Forschung, Bildung und barrierefreien Vermittlung, etwa bei Führungen und für Schulen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Museum Ulm erhält für die digitale Archivierung von neun Repliken und Rekonstruktionen des Löwenmenschen eine Förderung in Höhe von 10.535 Euro aus der zweiten Tranche des Welterbefonds BW2025. Diese wird vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg ausgeschüttet. Der aus dem Hohlenstein-Stadel im Lonetal stammende Löwenmensch ist Teil des Unesco-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.
In der Archäologischen Sammlung des Museum Ulm befinden sich diverse Repliken der vor rund 40.000 Jahren geschaffenen Elfenbein-Statuette: Abgüsse aus Gips, die im Laufe der langen Entdeckungs- und Rekonstruktionsgeschichte der Figur hergestellt wurden und deren verschiedene Zusammensetzungsstadien darstellen, sowie verschiedene für die Erforschung erstellte Modelle.
Schutz vor Verlust und Schaden
Bisher besitzt das Museum Ulm neben den neun physischen Rekonstruktionen und Modellen digital lediglich ein STL-3D-Modell (farblos) des Löwenmenschen im aktuellen Rekonstruktionszustand (2013). Um das Wissen über die Rekonstruktionsgeschichte zu bewahren und weiterhin vermittelnd nutzen zu können, ist es dem Museum nach eigenen Angaben ein großes Anliegen, die Rekonstruktionen und Modelle digital zu archivieren und so vor Verlust und Schaden zu bewahren.
Im Detail soll das Geld für 3D-Scans jeder einzelnen Version der Rekonstruktionen und Modelle sowie für 3D-Drucke aus Kunstharz inklusive einer professionellen Bemalung durch eine Präparationstechnikerin verwendet werden. Weiterhin soll mit der Herstellung spezifischer Transportboxen eine fachgerechte Lagerung gesichert werden.
Aktuell in der Kunsthalle Weishaupt
Die Repliken sind laut Museum ein wichtiger Bestandteil der Vermittlungsarbeit zum Welterbe und werden bei Führungen und Veranstaltungen regelmäßig eingesetzt, besonders auch für Menschen mit Seheinschränkungen oder für Schulklassen.
Das Museum Ulm ist aktuell geschlossen, der Löwenmensch wird in der Kunsthalle Weishaupt präsentiert, als Teil der Ausstellung „Fabelhaft! Der Löwenmensch und seine Nachfahren“ (bis 4. Oktober 2026). Ende November 2026 soll die neugestaltete Archäologie-Abteilung im historischen Ehinger Stadel eröffnen, dort wird dann auch die Eiszeitkunst eine neue Heimat bekommen. Für die Vermittlungsarbeit kann schon früher das Werklabor im Erdgeschoss der ehemaligen Gewerbebank am Taubenplätzle genutzt werden.
