Zugunglück bei Riedlingen: Lokführer sammeln Spenden für die Familien ihrer toten Kollegen

Bei dem Zugunglück am Sonntagabend sind drei Menschen gestorben. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer hat nun Spenden für die Familien von zwei Opfern gesammelt.
Jason Tschepljakow/dpa- Zugunglück in Riedlingen: Drei Tote, darunter ein Zugführer (32) und sein Kollege (36) in Ausbildung.
- Über 1500 Menschen spendeten 40.000 € für die Familien der verstorbenen Bahn-Mitarbeiter.
- Spendenaktion der GDL endete nach großem Erfolg - Geld wird gleichmäßig aufgeteilt.
- GDL betont Solidarität in der „Eisenbahnerfamilie“ und bedankt sich für die Unterstützung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem Tod zweier Bahn-Mitarbeiter beim Zugunglück bei Riedlingen hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eine Spendenaktion für die Angehörigen gestartet. Bei der Aktion kamen 40.000 Euro zusammen, wie René Rebenack, Vorsitzender der GDL-Ortsgruppe Ulm, auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE mitteilte. Laut GDL hatten seit Montag mehr als 1500 Menschen gespendet, das Geld soll je zur Hälfte an die Familien der Verstorbenen gehen.
Die Spenden wurden über den Online-Bezahldienst PayPal gesammelt. Nachdem aufgrund der hohen Spendensumme zwischenzeitlich ein zweiter PayPal-Link erstellt werden musste, wurde die Aktion nun beendet. „Ein riesiges DANKE an alle, die geholfen, gespendet und mitgefühlt haben“, schrieb die Gewerkschaft auf Facebook. Der GDL-Bundesvorsitzende Mario Reiß äußerte sich in einer Pressemitteilung: „In der Eisenbahnerfamilie steht man füreinander ein – besonders in den dunkelsten Stunden. Diese überwältigende Resonanz zeigt, was uns verbindet: Respekt, Solidarität und Menschlichkeit.“
Zugunglück in Baden-Württemberg: drei Tote und viele Verletzte
Am Sonntagabend war bei Riedlingen im Landkreis Biberach ein Regionalzug entgleist. Bei dem Unglück starben drei Menschen, darunter der 32-jährige Zugführer sowie sein 36-jähriger Kollege in Ausbildung. Dutzende weitere Personen wurden verletzt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll ein übergelaufener Kanaldeckel einen Hangrutsch ausgelöst und das Unglück dadurch verursacht haben.
