Unwetterwarnung für Ulm: DWD warnt vor extremen Gewittern der Stufe 4

Am Bodensee gibt es bereits Überschwemmungen nach Unwetter am 26. Juni.
David Pichler/dpaDer Deutsche Wetterdienst hat eine Warnung vor schwerem Gewitter für Ulm und den Alb-Donau-Kreis herausgegeben. Die amtliche Unwetterwarnung der Stufe 4 von 4 galt zunächst bis 14.30 Uhr, wurde dann aber bis 15.45 Uhr verlängert. Außer ein paar dicken Regentropfen und etwas Donnergrollen gegen 14.30 Uhr blieb es in der Ulmer Innenstadt erst einmal ruhig. Schon am Morgen hieß es, in Baden-Württemberg werden am Mittwoch schwere Unwetter erwartet. Es könne laut DWD im Tagesverlauf vielerorts blitzen, donnern und sehr nass werden.
Ab Mittag breiten sich laut der Vorhersage Gewitter im Land aus. Es soll teils schwere Unwetter mit heftigem Starkregen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde geben, hageln und sehr stürmisch werden, mit Böen um die 70 Kilometer pro Stunde. Lokal sei auch extrem heftiger Starkregen möglich, mit Regenmengen um die 60 Liter pro Quadratmeter, vereinzelt auch bis zu 80 Liter.
Unwetterwarnung für Ulm
Für Ulm und Umgebung hat der Deutsche Wetterdienst um kurz vor 14 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung der höchsten Stufe herausgegeben. Zudem sagt wetter.com für Mittwoch eine Regenwahrscheinlichkeit zwischen 70 und 95 Prozent im Tagesverlauf voraus. Vor allem am Abend sind demnach Gewitter möglich. Die Temperatur klettert in Ulm auf maximal 25 Grad. Auch am Donnerstag soll es durchwachsen bleiben. Vormittags und auch am Nachmittag werden immer mal wieder Regenschauer erwartet - bei Temperaturen von 17 bis zu 24 Grad.
Überschwemmungen am Bodensee
Unwetter haben am Mittwoch die Regionen Bodensee und Oberschwaben schwer getroffen und den Rettungsdiensten keine Ruhe gelassen. Die Feuerwehren waren nach eigenen Angaben im Dauereinsatz.
Besonders stark betroffen war die Region um Markdorf im Bodenseekreis. Dort räumte die Feuerwehr einen Campingplatz. Nach ihren Angaben waren rund 200 Camper betroffen, verletzt wurde niemand. Ein Sprecher ging aber davon aus, dass die Menschen bald wieder in ihre Zelte zurückkehren können.

Ein Campingplatz am Bodensee musste geräumt werden.
Martin Schutt/dpa-Zentralbild/Symbolbild/dpaIn Oberteuringen (Bodenseekreis) wurden Straßen überflutet, Keller liefen voll. Rund um Ravensburg hatte es laut Polizei am Mittwochmorgen rund zwei Stunden lang stark geregnet und gewittert. Genauere Angaben zu Schäden machte die Sprecherin zunächst nicht. Auch in Singen war es wenig sommerlich. Dort wurde ein halbes Dutzend Unterführungen gesperrt.
In Vogt bei Ravensburg setzte ein Blitz den Dachstuhl eines Hauses in Brand. Die Feuerwehr rückte zu einem größeren Löscheinsatz aus. Es wurde laut Polizei niemand verletzt. Stromausfälle meldete indes die „Schwäbische Zeitung“ im Süden der Stadt Ravensburg. Eine Sprecherin der Stadt machte dazu zunächst keine Angaben. In Friedrichshafen verteilte die Feuerwehr befüllte Sandsäcke im Stadtteil Bunkhofen, der direkt an der Rotach liegt.


