Tödlicher Unfall in Pfullendorf: 20-jähriger Urlauber ertrinkt bei Badeunfall im Seepark

Im Pfullendorfer Seepark ist ein Tourist (20) ertrunken. Der Notarzt konnte den jungen Mann nicht wiederbeleben (Symbolbild).
Lino Mirgeler, dpaEin junger Mann ist unter noch ungeklärten Umständen beim Schwimmen im Seepark Pfullendorf (Landkreis Sigmaringen) ums Leben gekommen. Der 20-Jährige sei am Sonntagnachmittag einfach untergegangen, teilte die Polizei in Ravensburg mit.
Großeinsatz nach tödlichem Badeunfall in Pfullendorfer Seepark
Ein Bademeister, der auch als Tauchlehrer arbeitet, habe den leblosen Mann nach etwa 30 Minuten aus einer Wassertiefe von fünf bis sieben Metern geborgen, hieß es. Ein Notarzt habe zwar noch versucht, den 20-Jährigen wiederzubeleben, er habe damit jedoch keinen Erfolg gehabt.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Verunglückten um einen Urlauber. Woher der Tourist kam, ist unklar.
Polizei ermittelt zur Ursache des Unfalls im Pfullendorfer Seepark
Der tödliche Unfall und die Suchmaßnahmen hatten einen Großeinsatz ausgelöst: Neben dem Rettungsdienst waren auch 53 Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Pfullendorf sowie Notfallseelsorger und die Polizei im Einsatz gewesen.
Über die genaue Unglücksursache wurde nichts mitgeteilt. Jetzt hat der Kriminaldauerdienst Ravensburg die Ermittlungen zu den Umständen des dramatischen Todesfalls übernommen.
Mehrere Badeunfälle im Südwesten
In Baden-Württemberg sind 2023 bisher wieder mehr Menschen ertrunken als im Vorjahr. Allein zehn Menschen starben im sommerlich heißen Juli in baden-württembergischen Gewässern, doppelt so viele wie im Juli des vergangenen Jahres. Darunter waren
- ein 84-Jähriger in einem See bei Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis),
- ein 54-Jähriger in einem Baggersee in der Nähe von Karlsruhe
- und ein weiterer Mann (22) bei einem Badeunfall in einem See in Heddesheim (Rhein-Neckar-Kreis).
In den vergangenen Tagen gab es angesichts der sommerlichen Temperaturen erneut mehrere Badeunfälle,
Bereits am Donnerstag, 17.08.2023, hat sich ein tödlicher Badeunfall ereignet. Ein Ausflug auf dem Bodensee endete am Donnerstagabend für drei junge Paddler dramatisch: Einer von ihnen wurde vermisst. Die Suchaktion nach dem Mann wurde am Wochenende eingestellt.
Am Montag, 15.08.2023, ereignete sich abends im Rottenburger Freibad ein ebenfalls dramatischer Badeunfall: Ein dreijähriger Junge war bewusstlos im Wasser getrieben, er konnte aber reanimiert werden.
Bereits am 16.06.2023, ertrank ein Mann am „Blauen Baggersee“ in Wangen. Er war 20 Jahre alt. Die Leiche wurde von Tauchern geborgen.
Viele Badeunfälle in Ulm, Neu-Ulm und Umgebung
Auch in der Region Ulm/Neu-Ulm und im Umkreis hat es in diesem Jahr bereits einige Badeunfälle gegeben. In einigen Fällen konnten Helferinnen und Helfer noch das Schlimmste verhindern und einigen Menschen das Leben retten:
- An Schwörmontag sind auf der Donau in Ulm beinahe zwei Menschen ertrunken: Die Wasserretter erzählen vom Einsatz
- Im Nau-Bad (in Langenau) hat es im Juli auch einen Unfall gegeben: Ein Mann musste nach dem Sprung vom 3-Meter-Brett aus dem Wasser gerettet und reanimiert werden.
- In Balingen ist ein Mann beim Baden gestorben: Der 61-Jährige ist im Schömberger See ums Leben gekommen.
- Am Pfuhler Badesee ist ein junger Mann beinahe ertrunken – er konnte durch Badegäste aus dem Wasser gerettet werden.
- Im Juni gab es zwei Einsätze am Ludwigsfelder Baggersee: Nichtschwimmer mussten vermehrt aus dem Wasser gerettet werden.
- In Dietenheim konnten Badegäste einem hilflosen Schwimmer das Leben retten.