Badeunfälle in BW
: Tragische Unfälle häufen sich: Zahl der Ertrunkenen steigt in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind 2023 bisher wieder mehr Menschen ertrunken als im Vorjahr. Auch in der Region Ulm/Neu-Ulm gab es besonders im Juli zahlreiche Badeunfälle.
Von
Laura Mensch
Stuttgart
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Im Juli hat es in Baden-Württemberg besonders viele Badeunfälle gegeben.

Christoph Schmidt/dpa

Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Deutschland sind in Baden-Württemberg in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mehr Menschen ertrunken als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) von Donnerstag kamen bis zum 25. Juli insgesamt 22 Jugendliche, Männer und Frauen in Badeseen, Flüssen und anderen Gewässern ums Leben, fünf mehr als im Vorjahreszeitraum. Anders sieht das bundesweit aus, denn dort ging die Zahl im selben Zeitraum bei 192 ertrunkenen Menschen um 21 Tote zurück.

Zehn Menschen sind allein im Juli im Wasser gestorben

Allein zehn Menschen starben im sommerlich heißen Juli in baden-württembergischen Gewässern, doppelt so viele wie im Juli des vergangenen Jahres. Darunter waren ein 84-Jähriger in einem See bei Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis), ein 54-Jähriger in einem Baggersee in der Nähe von Karlsruhe und ein weiterer Mann (22) bei einem Badeunfall in einem See in Heddesheim (Rhein-Neckar-Kreis).

Vier Menschen starben im Mai, jeweils drei im Juni und März. Die meisten Badetoten zwischen Januar und Ende Juli waren Männer (18), es ertranken aber auch vier Frauen. Neun Menschen kamen in Flüssen ums Leben, weitere elf in Seen sowie jeweils einer in einem Kanal und in einem Bach.

Viele Badeunfälle in Ulm, Neu-Ulm und Umgebung

Auch in der Region Ulm/Neu-Ulm und im Umkreis hat es in diesem Jahr bereits einige Badeunfälle gegeben. In einigen Fällen konnten Helferinnen und Helfer noch das Schlimmste verhindern und einigen Menschen das Leben retten: