Badeunfälle in Ulm/Neu-Ulm
: Passanten retten jungen Mann vor dem Ertrinken – Betrunkener pöbelt Badegäste an

Ein junger Mann drohte zu ertrinken, während ein betrunkener Mann für Unruhe und Beleidigungen sorgte. Hinter der Wasserwacht Neu-Ulm liegt ein Wochenende voller Einsätze.
Von
Verena Eisele
Ulm
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Am Pfuhler Badesee genießen viele Menschen aus der Umgebung den Sommer. Doch im Sommer kommt es immer wieder zu Unfällen und Vorkommnissen.

Volkmar Könneke

Bei dem schönen Wetter vergangenes Wochenende zog es viele Menschen in der Ulmer Region ans Wasser. Doch überall, wo viele Menschen sind, kommt es zu Unfällen oder zu manch hitziger Diskussion. Die Wasserwacht Neu-Ulm hatte vergangenes Wochenende kaum eine ruhige Minute.

Junger Mann drohte zu ertrinken

Laut einem Post der Ortsgruppe der Wasserwacht hatten die Helferinnen und Helfer nicht nur kleinere Verletzungen zu versorgen. Am Pfuhler Badesee drohte ein junger Mann zu ertrinken, der zu einem Floß auf dem Wasser schwimmen wollte. Glücklicherweise griffen andere Badegäste ein und konnten ihn rechtzeitig ans Ufer ziehen. Anwesende Wasserwachtsanitäter, ein Rettungssanitäter und ein Arzt leisteten Erste Hilfe, bis der alarmierte Rettungsdienst eintraf. Der Mann kam zur Sicherheit ins Krankenhaus.

Betrunkener beleidigt Badegäste

Am Sonntag sorgte ein stark alkoholisierter Mann mittleren Alters für Unruhe. Er pöbelte und beleidigte andere Badegäste und wurde zunehmend gewalttätig. Besorgte Badegäste alarmierten gemeinsam die Polizei Neu-Ulm.

Rettung vor dem Ertrinken: Was sollte man tun?

„Wenn man selbst in Not gerät, sollte man sofort um Hilfe rufen und auf sich aufmerksam machen“, sagt Alfons Sailer von der BRK-Kreiswasserwacht Neu-Ulm. Passanten sollten so schnell wie möglich den Notruf unter der 112 rufen. „Selbst einzugreifen ist gefährlich. Da muss man wissen, was man tut“, sagt der Vorsitzende. „Sonst hat man am Ende zwei Verunglückte.“

Außenstehende können versuchen, mit einem Ast oder einem Rettungsring den Ertrinkenden zu erreichen. Falls dieser in Panik gerät, sollte man versuchen, ihn zu beruhigen und zum Ufer zu lotsen. Jedoch sollte man Abstand wahren, denn in der Panik könne ein Mensch „alles was geht“ greifen und damit den Retter gefährden.