Landtagswahl in BW
: Kritik an Spruch über Schülerin – Manuel Hagel gibt zu: „War Mist.“

Kurz vor der Landtagswahl kritisiert eine Grünen-Politikerin ältere Aussagen des CDU-Spitzenkandidaten über eine Schülerin, der er dienstlich begegnet war. Hagel: „War Mist.“
Von
Axel Habermehl
Stuttgart
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Screenshot Manuel Hagel Interview 2018 Youtube

Gespräch beim Bier: Manuel Hagel 2018 beim Interview in einer Ulmer Gaststätte.

Screenshot: Youtube/Auf ein Bier mit
  • Grünen-Politikerin Zoe Mayer kritisiert Hagels TV-Aussagen von 2018.
  • Hagel sprach 2018 über Schulbesuch: „80 Prozent Mädchen“, „War ein schöner Termin“.
  • Er erwähnte eine Schülerin: „Sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“
  • Mayer fragt: Warum Aussehen Minderjähriger betonen? Würde Frau so sprechen?
  • Hagel räumt Fehler ein: „War Mist.“ Kritik kurz vor Wahl am 8. März.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Karlsruher Bundestagsabgeordnete Zoe Mayer (Grüne) hat dem CDU-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl Manuel Hagel Äußerungen in einem TV-Interview aus dem Jahr 2018 vorgeworfen. Bei dem in einem Ulmer Gasthaus aufgezeichneten Gespräch mit einem Moderator im Format „Auf ein Bier mit …“ hatte Hagel, damals frischgebackener Generalsekretär der baden-württembergischen CDU, von einem Schulbesuch im Alb-Donau-Kreis berichtet.

Die Realschul-Klasse bestand laut Hagel zu 80 Prozent aus Mädchen. „Also da gibt es für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen“, erzählte Hagel. Nie vergessen werde er die erste Fragestellerin: „Sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“ Das Mädchen habe sich damals erst skeptisch über Politiker generell geäußert und ihn später aber gelobt.

Mayer: Warum muss es um das Aussehen des Mädchens gehen?

Die Grünen-Politikerin Zoe Mayer schnitt nun Szenen aus dem Hagel-Interview in ein Video, das sie im Internet veröffentlichte und stellte Fragen dazu. Etwa: „Würde eine weibliche Politikerin genauso über ein Klassenzimmer sprechen, in dem 80 Prozent Jungen sitzen?“ Oder: „Was meint ein erwachsener Mann damit, dass es ein besonders schöner Termin ist, wenn er in einem Klassenzimmer mit maximal 16-Jährigen sitzt? Warum muss es um das Aussehen dieses minderjährigen Mädchens gehen, wenn doch eigentlich ihre Frage im Mittelpunkt steht?"

Die Bundestagsabgeordnete hat nach eigenen Angaben als Jugendliche sexualisierte Grenzüberschreitungen und Belästigungen erlebt. Das Hagel-Video sei ihr dieser Tage zugeschickt worden, nachdem sie auf ihren Social-Media-Kanälen über solche Erfahrungen gesprochen hatte.

Manuel Hagel äußerte sich in einer ersten Reaktion selbstkritisch, warf Mayer aber auch vor, das Thema nun kurz vor der Landtagswahl am 8. März aufzugreifen: „Der Einstieg für dieses Interview 2018 war Mist“, erklärte Hagel auf Anfrage. „Meine Frau hat mir damals direkt den Kopf gewaschen. Frau Dr. Mayer kommt damit jetzt zwölf Tage vor der Landtagswahl sieben Jahre zu spät.“

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