Nach Playmobil-Werkschließung: 1750 Euro-Gebot für große Figuren – Playmobil-Reste werden online versteigert

Die höchsten Gebote gibt es für die zwei lebensgroßen Playmobilfiguren mit Desinfektionsspender.
Caroline Strang- Playmobil löst den Standort Dietenhofen auf – Restbestände werden online versteigert.
- Die Auktion auf restlos.com läuft bis Mittwoch (29.7.) und umfasst Hallen- und Büroausstattung.
- Höchstgebote gelten zwei lebensgroßen Figuren mit Desinfektionsspendern, am Montag 1750 Euro.
- Auch Maschinen wie Förderbänder, ein Gabelstapler und eine Säulenbohrmaschine stehen bereit.
- Produktion in Deutschland endete; gefertigt wird nun in Tchechien und auf Malte, Umsatz sinkt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Man muss ganz schön lange scrollen und eine Seite nach der anderen weiterklicken, bevor man wirklich weiß, um wen es sich handelt. Denn die ersten Posten sind Werkstatthocker, eine ganze Menge Pflanzen, Schwerlastregale, Garderobenständer und Werkbänke. Dann erst kommt man zu Messeaufstellern mit dem bekannten Logo. Ein Highlight sind zwei lebensgroße Plastikfiguren in den Farben von Notfallsanitätern, die Spender von Desinfektionsmittel halten.
Die Auktion auf der Plattform restlos.com ist mit dem sperrigen Titel „Standortauflösung eines bekannten Spielwarenherstellers - umfangreiche Lager- und Werkstattausstattung“ bezeichnet und steht für das Ende eine Ära. Was hier unter den virtuellen Hammer kommt, sind die Reste der Deutschlandproduktion von Playmobil.
Seit Jahren geht der Umsatz zurück
Im Februar hatte die Horst-Brandstätter-Group überraschend bekannt gegeben, dass das Werk im bayerischen Dietenhofen geschlossen werde, im Juni war es dann soweit. 350 Menschen verloren ihren Job. Produziert wird nun nicht mehr in Deutschland, sondern in Tchechien und auf Malte. Laut Unternehmensleitung fiel diese Entscheidung aus Kostengründen. Logistik, Produktentwicklung und Verwaltung bleiben in Deutschland.
Seit Jahren sinkt der Umsatz der Spielwarenmarke. Im Geschäftsjahr 2024/2025 lag er bei 409 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 449 Millionen Euro Nettoumsatz gewesen. Zum Vergleich: 2020/2021 hatte Playmobil noch rund 760 Millionen Euro verdient – ein großer Unterschied. Das Ergebnis fiel erneut negativ aus, über die Höhe der Verluste macht das Unternehmen keine Angaben.
Nun wird die Ausstattung der Produktionshallen in Dietenhofen also verkauft. Bis Mittwoch (29.7.) kann noch jeder mitbieten. Auf die Figuren mit Desinfektionsspender waren schon am Montagnachmittag 1750 Euro geboten. Auch ein Verkaufsdisplay mit Figuren von City Action verzeichnete schon 17 Gebote. Begehrt sind auch diverse Maschinen, wie verschiedene Förderbänder, ein Gabelstabler oder eine Säulenbohrmaschine. Auch die Kunststoffmühle wird für die Produktion der beliebten Spielfiguren in Deutschland nicht mehr benötigt. Die ist Geschichte.

