Twenty4tim
: Erst das Stalker-Trauma jetzt die Hass-Flut

Der Influencer Twenty4tim hat mit Mobbern zu kämpfen. Jetzt setzt er sich mit einer klaren Botschaft zur Wehr.
Von
Judith Müller
Berlin
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Influencer Twenty4tim muss täglich mit Mobbing kämpfen. Jetzt meldet er sich mit einer klaren Botschaft.

Influencer Twenty4tim muss täglich mit Mobbing kämpfen. Jetzt meldet er sich mit einer klaren Botschaft.

Instagram @twenty4tim

Influencer zu sein bedeutet oft, im Rampenlicht zu stehen – doch für Twenty4tim hat dieses Rampenlicht in letzter Zeit eine besonders dunkle Seite gezeigt. Nachdem er bereits Opfer eines Stalkers wurde, der intime Fotos von ihm unter der Dusche veröffentlichte, sieht sich der Social-Media-Star nun einer neuen Welle des Hasses auf Instagram ausgesetzt. In einer bewegenden Story teilt er eine herzergreifende Nachricht und schockierende Kommentare, die einen fassungslos machen.

Als ein Stalker Twenty4tim die Privatsphäre raubte

Das Leben von Twenty4tim ist geprägt von Höhen und leider auch tiefen Tiefen. Einer der dunkelsten Momente war zweifelsfrei die Veröffentlichung von Duschfotos durch einen Stalker. Dieser schockierende Vorfall, der weit über die Grenzen des Influencer-Daseins hinausgeht, war ein massiver Eingriff in seine Privatsphäre und hinterließ tiefe Spuren. Es zeigte die extreme Kehrseite der Online-Präsenz und die Gefahren, denen öffentliche Personen ausgesetzt sein können.

Wenn Instagram zum Schauplatz des Hasses wird

Kaum scheint ein Trauma verarbeitet, brandet die nächste Welle der Anfeindungen auf. Aktuell muss sich Twenty4tim auf Instagram gegen eine Flut von Hater-Kommentaren wehren. In seiner Story teilte er öffentlich, was er täglich ertragen muss, und gewährte einen tiefen Einblick in die Schattenseiten seines Berufs.

Eine herzergreifende Botschaft der Stärke

Inmitten des Sturms der Negativität teilte Twenty4tim eine Botschaft, die tief berührt und seine innere Stärke offenbart. Er schreibt: „Ich bin es gewohnt, dass ich nicht ‚rein passe‘. Schon als kleiner Junge habe ich am ersten Schultag zu hören bekommen, dass ich im Stuhlkreis an meinem Geburtstag nicht hochgehoben werde, weil ich zu fett bin. Nach einer Woche durfte ich mir dann bestimmt schon 30x geben, dass ich ja nicht normal sei. Seitdem ich denken kann, bin ich nicht normal. Normal für andere, aber immer normal für mich.“

Er fährt fort, dass er sich nie als seltsam empfand, sondern „sondern genau richtig“. Er habe nie über andere hergezogen oder sie ausgegrenzt und auch nie über seine Zukunft stark nachgedacht. Er betont, dass er das Privileg hat, seinen Traum zu leben und seinem Traumjob nachzugehen. Doch gleichzeitig fügt er hinzu: „Doch genauso sehr geht das Mobbing mir weiterhin nach. Es hat nie aufgehört, es wurde nur anders. Aber genauso schlimm. Denn mehr Menschen, heißt bei mir auch immer mehr Ausgrenzung.“ Er schließt mit den Worten: „Mehr Hass. Mehr Gewalt. Viele Erlebnisse teile ich nicht mit euch. Sowohl um euch keine Angst zu machen, als auch um solchen Menschen keine Bühne zu geben.“

Die schockierende Realität: Kommentare, die sprachlos machen

Parallel zu seiner emotionalen Nachricht teilte Twenty4tim auch Screenshots von Kommentaren, die das Ausmaß des Hasses verdeutlichen. Ein Nutzer schreibt: „Ich verstehe ja das man anders ist und vielleicht keine Frauen liebt, aber wieso muss man das öffentlich austragen? Binde deine Meinung doch nicht zwanghaft anderen auf. Die Kinder sollten auf der Straße normales sehen, nicht so etwas“. Ein anderer Kommentar geht noch weiter ins Persönliche und lautet: „Ein Tritt in die Eier zeigt dir was Du bist.“ Solche Aussagen lassen einen wirklich eiskalt den Rücken herunterlaufen und zeigen die Abgründe des Internets. Andere Kommentare wie „Holy shi... dieses Land ist verloren.“ und „Bruder diese Welt ist verloren“ spiegeln eine generelle Resignation wider, die oft im Zusammenhang mit Online-Hate geäußert wird.

Ein Appell gegen den Hass

Twenty4tims Offenheit ist ein wichtiger Schritt, um auf die Probleme von Cybermobbing und Hass im Netz aufmerksam zu machen. Seine Geschichte ist ein Mahnmal dafür, wie wichtig es ist, einen respektvollen Umgang miteinander zu pflegen – online wie offline. Es bleibt zu hoffen, dass seine Botschaft nicht nur gehört wird, sondern auch dazu beiträgt, ein Umdenken in der digitalen Welt zu bewirken. Denn niemand sollte sich für sein wahres Ich rechtfertigen oder Anfeindungen ausgesetzt sein müssen.