Das Dreikönigsspringen der Vierschanzentournee 2021/22 findet heute, am 6. Januar 2022, statt. Den zweiten Tag infolge ist das Skispringen in Bischofshofen. Am gestrigen Mittwoch, 05.01.2021, musste auf der Paul-Außerleitner-Schanze zunächst das am Dienstag abgesagte Bergiselspringen aus Innsbruck nachgeholt werden. Starker Wind hatte einen Wettkampf dort am Dienstag nicht zugelassen. Favorit ist der Japaner Ryoyu Kobayashi, der die Tournee-Gesamtwertung souverän anführt. Als bester Deutscher liegt Markus Eisenbichler auf Platz vier der Gesamtwertung – noch einen Platz vor dem eigentlichen Tournee-Mitfavoriten Karl Geiger.
Aufgrund der Verschiebungen wurde auch der Zeitplan für das Dreikönigsspringen angepasst.
  • Wo wird die Vierschanzentournee in Bischofshofen live im TV übertragen?
  • Wie sieht der neue Zeitplan für das Dreikönigsspringen aus?
  • Wie sind die Ergebnisse der Qualifikation für das dritte Springen?
  • Alle Infos zur Vierschanzentournee 2021/22 in Bischofshofen bekommt ihr hier.

    Ryoyu Kobayashi aus Japan in Aktion. Der Japaner kann beim letzten Springen der Vierschanzentournee 2022 Geschichte schreiben.
    Ryoyu Kobayashi aus Japan in Aktion. Der Japaner kann beim letzten Springen der Vierschanzentournee 2022 Geschichte schreiben.
    © Foto: Daniel Karmann/DPA

Dreikönigsspringen heute in Bischofshofen: Qualifikation, Zeitplan, Uhrzeit und Termine

Am Donnerstag bleibt es bei der bisherigen Startzeit für das Finale (17.30 Uhr). Die Qualifikation soll am Nachmittag (14.30 Uhr) ausgetragen werden.
Der Zeitplan der Vierschanzentournee 2021/22 in Bischofshofen hier im Überblick:

5. Januar 2022

  • 13.00 Uhr: Qualifikation als Ersatz für Innsbruck
  • 16.30 Uhr: Wettbewerb als Ersatz für Innsbruck
Info: Die Vorausscheidung aus Innsbruck wird damit annulliert.

6. Januar 2022

  • 13.00 Uhr: Stadioneinlass
  • 14.30 Uhr: Qualifikation
  • 15.30 Uhr: Probedurchgang
  • 17.30 Uhr: 1. Wertungsdurchgang
Anschließend: Finale und Siegerehrung

Kobayashi verpasst Grad Slam in Bischofshofen

Der japanische Skispringer Ryoyu Kobayashi hat die 70. Vierschanzentournee gewonnen, allerdings den historischen zweiten Grand Slam verpasst. Nach zuvor drei Siegen reichte dem 25 Jahre alten Weltcup-Spitzenreiter am Dreikönigstag in Bischofshofen beim Sieg des Österreichers Daniel Huber ein fünfter Platz, um die Tournee nach 2018/19 zum zweiten Mal für sich zu entscheiden.
Karl Geiger, der nach dem ersten Durchgang in Führung gelegen hatte, fiel im Finale am Donnerstag auf Platz drei zurück und wurde Gesamt-Vierter. Markus Eisenbichler belegte Rang acht und wurde in der Gesamtwertung Fünfter.

Vierschanzentournee in Bischofshofen: Welcher Sender zeigt eine Übertragung im Free-TV?

Die Vierschanzentournee ist ein regelmäßiger TV-Quotenhit: Bis zu fünf Millionen Zuschauer verfolgen die Wettkämpfe durchschnittlich vor dem Bildschirm. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF haben sich die Übertragungsrechte gesichert. Das Springen in Bischofshofen wird im Ersten übertragen. Sowohl der Ersatzwettkampf am Mittwoch, als auch das Dreikönigsspringen am Donnerstag werden im frei empfangbaren Fernsehen in der ARD übertragen.
Auch einen Live-Stream bietet das ARD an, in der Mediathek können Fans den Wettkampf kostenlos streamen.

Skispringen in Bischofshofen: Alle Infos zur Übertragung im Livestream und Free-TV

Auch Eurosport hat sich Übertragungsrechte gesichert. Im frei empfangbaren Fernsehen werden alle Springen der Vierschanzentournee 2021/22 übertragen. Mit dem Eurosport Player bietet der private Sender ebenfalls eine Streamingmöglichkeit an, die allerdings kostenpflichtig ist.
Die Übertragung der Vierschanzentournee 2021/22 in Bischofshofen im Überblick:
  • Free-TV: ARD, Eurosport
  • Pay-TV: -
  • Live-Stream: ARD-Mediathek (free), Eurosport Player

Qualifikation Vierschanzentournee: Deutsche Skispringer noch mit Chancen aufs Podest

Bei der Vierschanzentournee der Skispringer steht das große Finale an. Nach drei Siegen in den ersten drei Springen wäre alles andere als ein Gesamtsieg des Japaner Ryoyu Kobayashi eine große Überraschung. Zwei deutsche Skispringer haben vor dem letzten Tag des Schanzen-Spektakels noch Chancen auf das Podest. Markus Eisenbichler und Karl Geiger haben in der Qualifikation für den Abschlusswettbewerb der 70. Vierschanzentournee in Bischofshofen allerdings Licht und Schatten gezeigt. Der sechsmalige Weltmeister Eisenbichler (Siegsdorf) flog auf 139,5 m und belegte damit knapp hinter Japans Tournee-Dominator Ryoyu Kobayashi den zweiten Platz. Geiger (Oberstdorf) kam nach einem Fehler nur auf 123,0 und Platz 37.
Vor der Tournee-Entscheidung am Donnerstag liegen der Gesamtvierte Eisenbichler und Geiger (5.) nicht einmal drei Meter hinter dem drittplatzierten Norweger Halvor Egner Granerud zurück, der in der Qualifikation nur 32. wurde.

Vierschanzentournee Bischofshofen: Paul-Außerleitner-Schanze

Die Paul-Außerleitner-Schanze ist eine Skisprungschanze im österreichischen Bischofshofen im Salzburger Land. Sie ist in der Vierschanzentournee mit einer Turmhöhe von 50 Metern und einer Anlauflänge von 118,5 Metern die größte Schanze. Den Namen erhielt sie aufgrund eines Todesfalls. Der einheimische Sportler Paul Außerleitner stürzte am 5. Januar 1952 beim Training für das Dreikönigsspringen so schwer, dass er am 9. Januar seinen Verletzungen erlag. Vorheriges Jahr gelang dem Österreicher Clemens Aigner der Sieg beim Dreikönigsspringen auf der Paul-Außerleitner-Schanze.

Karl Geiger: Der deutsche Skispringer im Porträt

Als Führender im Gesamtweltcup und Qualifikations-Zweiter ist Karl Geiger der größte Hoffnungsträger im deutschen Skisprung-Team. Bei der Vierschanzentournee 2021/22 gilt der 28 Jahre alte Skispringer als deutsche Hoffnung.

Vierschanzentournee 2021/22: Ergebnisse der einzelnen Springen

Die Vierschanzentournee wird 2021/22 bereits zum 70. Mal ausgetragen, Titelverteidiger ist Kamil Stoch aus Polen. Zunächst qualifizieren sich 50 Springer für den ersten Wertungsdurchgang, in dem der Erste der Qualifikation gegen den 50., der Zweite gegen den 49. und so weiter springt. Der Gewinner von jedem Duell sowie fünf „Lucky Loser“ ziehen in den zweiten Durchgang ein. Hier seht ihr die Platzierungen der jeweiligen Austragungsorte nach dem finalen Wertungsdurchgang:

Auftaktspringen in Oberstdorf

  • 1. Platz: Ryoyu Kobayashi (Japan), 302,0 Punkte
  • 2. Platz: Halvor Egner Granerud (Norwegen), 299,2 Punkte
  • 3. Platz: Robert Johansson (Norwegen), 298,6 Punkte
  • 4. Platz: Marius Lindvik (Norwegen), 296,3 Punkte
  • 5. Platz: Karl Geiger (Deutschland), 295,9 Punkte
  • 6. Platz: Lovro Kos (Slowenien), 289,5 Punkte
  • 7. Platz: Markus Eisenbichler (Deutschland), 281,1 Punkte
  • 8. Platz: Daniel Huber (Österreich), 269,0 Punkte
  • 9. Platz: Stephan Leyhe (Deutschland), 266,8 Punkte
  • 10. Platz: Gregor Deschwanden (Schweiz), 262,6 Punkte
  • 26. Platz: Pius Paschke (Deutschland), 233,8 Punkte
  • 31. Platz: Constantin Schmid (Deutschland), 124,6 Punkte

Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen

  • 1. Platz: Ryoyu Kobayashi (Japan), 291,2 Punkte
  • 2. Platz: Markus Eisenbichler (Deutschland), 291,0 Punkte
  • 3. Platz: Lovro Kos (Slowenien), 286,0 Punkte
  • 4. Platz: Marius Lindvik (Norwegen), 283,7 Punkte
  • 5. Platz: Jan Hoerl (Österreich), 274,9 Punkte
  • 6. Platz: Yukiya Sato (Japan), 267,9 Punkte
  • 7. Platz: Karl Geiger (Deutschland), 265.0 Punkte
  • 8. Platz: Halvor Egner Granerud (Norwegen),264,2 Punkte
  • 9. Platz: Timi Zajc (Slowenien), 264,1 Punkte
  • 10. Platz: Stephan Leyhe (Deutschland), 263,1 Punkte
  • 20. Platz: Constantin Schmid (Deutschland), 249,0 Punkte
  • 22. Platz: Andreas Wellinger (Deutschland), 124,6 Punkte
  • 28. Platz: Severin Freund (Deutschland), 244,2 Punkte
  • 31. Platz: Pius Paschke (Deutschland), 233,8 Punkte
  • 42. Platz: Justin Lisso (Deutschland), 107,3 Punkte

Vierschanzentournee 2021/22: Eisenbichler äußert Kritik an Jury

Der deutsche Skispringer Markus Eisenbichler sprang beim zweiten Springen in Garmisch-Partenkirchen nur knapp am Sieg vorbei und reihte sich hinter dem Favoriten Ryoyu Kobayashi auf Rang zwei ein. Sein Teamkollege Karl Keiger schaffte es nur auf den siebten Platz, der Oberstdorfer hatte Pech mit dem Wind. In der Theorie macht es die Wind-Gate-Kompensation zwar möglich, alle Springer unabhängig von den Bedingungen fair zu bewerten, in der Praxis zeigt sich allerdings, dass schlechte Windverhältnisse trotz Bonuspunkten einen Nachteil bringen. Zu dem Thema äußerte sich nun Eisenbichler gegenüber Eurosport.de. „Die Jury könnte manchmal länger warten und sollte sich nicht von den TV-Übertragungen, die wohl nach einer bestimmen Zeit enden müssen, unter Druck setzen lassen. Es dauert eben, so lange es dauert“, so Eisenbichler. Dennoch findet das aktuelle Regelwerk „gut, wies es ist. Man könnte eventuell ein wenig verfeinern, aber wir sind eine Freiluftsportart und jeder von uns hat mal schlechte Bedingungen“, so der 30-Jährige. Ob die Windbedingungen in Bischofshofen ebenfalls eine Rolle spielen wird sich zeigen.