Jürgen Klopp zu Red Bull
: Kommerz statt Tradition – Warum, Kloppo, tust du uns das an?

Diese Nachricht kommt knüppelhart: Jürgen Klopp wird neuer Fußball-Chef bei Red Bull – und tauscht damit Fan-Herzen gegen Brause-Dosen. Sein eigenes Denkmal reißt er damit ab.
Kommentar von
Elias Hoffmann
Fuschl am See
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(FILES) Then Liverpool?s head coach Juergen Klopp is pictured prior to the pre-season friendly football match between Karlsruhe SC and Liverpool FC in Karlsruhe, western Germany, on July 19, 2023. Former Liverpool manager Jurgen Klopp has a new role as head of football operations at Red Bull, which owns the Leipzig, Salzburg and New York clubs, the company said on October 9, 2024. (Photo by Daniel ROLAND / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO

Für viele galt Jürgen Klopp als Vorbild. Als ein authentischer Trainer, der die Werte des Fußballs vertritt. Mit seinem Wechsel zu Red Bull bringt er diese Illusion zum Einsturz.

DANIEL ROLAND/AFP

Fußball-Romantiker fallen vom Glauben ab, Fan-Herzen brechen. Sie haben einen der ihren verloren. Warum, Jürgen, tust du uns das an? Nach seinen Stationen beim FSV Mainz 05, Borussia Dortmund und dem FC Liverpool übernimmt Jürgen Klopp zwar keinen Trainer-Job – dieses Versprechen hat er immerhin gehalten. Trotzdem kommt diese Meldung knüppelhart: Der 57-Jährige wird ab dem 1. Januar 2025 neuer globaler Fußball-Chef bei Red Bull – und läuft Gefahr, damit den Personenkult um ihn zum Einsturz zu bringen. Und das gründlich.

Eine Brause-Dose passt nicht zu „You'll never Walk Alone“

Jürgen Klopp verkörpert Leidenschaft, Charisma und Erfolg. Er brennt für seine Teams, zieht mit seiner emotionalen Art die Fans auf seine Seite. Auch seine bodenständigen Statements und Aktionen abseits des Feldes machten „Kloppo“ zu einer Persönlichkeit, die allseits geschätzt wurde. Das ist es, was seine Karriere bisher einzigartig macht.

Doch mit dieser einen Unterschrift reißt Klopp sein eigenes Denkmal ein. Sein inniges Verhältnis zu den Fans, seinen Ruf. Er hat sich für die falsche Seite entschieden. Statt Tradition und Identität vertritt Klopp nun die Interessen von Red Bull, steht für Kommerz und Unauthentizität. Mit einer Brause-Dose in der Hand kann man nicht „You'll Never Walk Alone“ singen. Und wenn doch, dann tut er es künftig allein.