Jürgen Klopp zu Red Bull: Kommerz statt Tradition – Warum, Kloppo, tust du uns das an?


Für viele galt Jürgen Klopp als Vorbild. Als ein authentischer Trainer, der die Werte des Fußballs vertritt. Mit seinem Wechsel zu Red Bull bringt er diese Illusion zum Einsturz.
DANIEL ROLAND/AFPFußball-Romantiker fallen vom Glauben ab, Fan-Herzen brechen. Sie haben einen der ihren verloren. Warum, Jürgen, tust du uns das an? Nach seinen Stationen beim FSV Mainz 05, Borussia Dortmund und dem FC Liverpool übernimmt Jürgen Klopp zwar keinen Trainer-Job – dieses Versprechen hat er immerhin gehalten. Trotzdem kommt diese Meldung knüppelhart: Der 57-Jährige wird ab dem 1. Januar 2025 neuer globaler Fußball-Chef bei Red Bull – und läuft Gefahr, damit den Personenkult um ihn zum Einsturz zu bringen. Und das gründlich.
Eine Brause-Dose passt nicht zu „You'll never Walk Alone“
Jürgen Klopp verkörpert Leidenschaft, Charisma und Erfolg. Er brennt für seine Teams, zieht mit seiner emotionalen Art die Fans auf seine Seite. Auch seine bodenständigen Statements und Aktionen abseits des Feldes machten „Kloppo“ zu einer Persönlichkeit, die allseits geschätzt wurde. Das ist es, was seine Karriere bisher einzigartig macht.
Doch mit dieser einen Unterschrift reißt Klopp sein eigenes Denkmal ein. Sein inniges Verhältnis zu den Fans, seinen Ruf. Er hat sich für die falsche Seite entschieden. Statt Tradition und Identität vertritt Klopp nun die Interessen von Red Bull, steht für Kommerz und Unauthentizität. Mit einer Brause-Dose in der Hand kann man nicht „You'll Never Walk Alone“ singen. Und wenn doch, dann tut er es künftig allein.

