Sein Grand-Slam-Comeback hatte sich Alexander Zverev sicherlich anders vorgestellt: Der Olympiasieger verliert sein zweites Match bei den Australian Open 2023 und scheidet gegen den US-Amerikaner Michael Mmoh aus.
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Zverev: Frühestes Aus bei Australian Open seit 2016

Alexander Zverev verlor am Donnerstagmorgen deutscher Zeit gegen den US-Amerikaner Michael Mmoh mit 7:6 (7:1), 4:6, 3:6, 2:6 und verpasste damit erstmals seit seinem Debüt 2016 die dritte Runde des Grand-Slam-Turniers im Melbourne Park. Mit Laura Siegemund ist somit nur noch eine deutsche Teilnehmerin im Turnier vertreten. Die acht anderen deutschen Starterinnen und Starter waren bereits an der Auftakthürde gescheitert.

Zverev nach Verletzung noch weit von Topform entfernt

Siebeneinhalb Monate nach seiner schweren Fußverletzung im French-Open-Halbfinale war Zverev weit von seiner Topform entfernt. Genau wie bei seinem mühsamen Fünf-Satz-Sieg zum Auftakt gegen den peruanischen Qualifikanten Juan Pablo Varillas zeigte er eine wechselhafte Leistung. Nach einem starken Beginn verlor er seinen Rhythmus und baute seinen anfangs nervösen Gegner mit Fehlern auf. Auch körperlich schien der Australian-Open-Halbfinalist von 2020 nicht auf der Höhe, immer wieder fasste er sich links oben an den hinteren Oberschenkel. Mitunter ging sein Blick auch hilfesuchend in Richtung seiner Box.

Zverev verliert nach guten Beginn den Zugriff auf das Spiel

Für die deutsche Nummer eins war es mittlerweile eine knifflige Partie. Mmoh, der mindestens auf Augenhöhe war, spielte nun mit deutlich größerem Selbstvertrauen. Zverev verlor die Kontrolle über das Spiel und srahlte überhaupt keine Selbstverständlichkeit in seinen Aktionen mehr aus. Der zweite Satz war weg, und das Bild änderte sich auch im folgenden Durchgang nicht.
Nun stand der 25-Jährige mit dem Rücken zur Wand, kassierte aber sofort wieder ein Break zum 0:2, das er jedoch kontern konnte. Doch Zverevs Mittel reichten an diesem Tag nicht mehr, um die jähe Niederlage zu verhindern.

Michael Mmoh nur durch Absage im Hauptfeld gelandet

Es ist das erste Mal, dass Zverev bei einem Grand-Slam-Turnier gegen einen Lucky Loser verloren hat. Der Weltranglisten-109. Mmoh, der erst durch die Absage eines anderen Spielers einen Platz im Hauptfeld ergattert hatte, trifft in der dritten Runde auf den US-Amerikaner J.J. Wolf, der sich gegen den Argentinier Diego Schwartzman glatt in drei Sätzen durchsetzte. „Das Leben ist verrückt“, sagte Mmoh, der schon seinen Rückflug in die USA gebucht hatte.