Wie geht es mit Massimo und Laura weiter? Fans warten schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung von „365 Tage“. Der Film, der im Original „365 Dni“ heißt oder auch als „365 Days“ bekannt ist, sorgte nach seinem Release auf Netflix im Frühjahr 2020 für reichlich Schlagzeilen. Er wurde wegen seiner Verharmlosung einer missbräuchlichen Beziehung kritisiert. Dennoch zählte er zu den größten Netflix-Erfolgen des vergangenen Jahres.
Die Dreharbeiten zu Teil 2 laufen seit einigen Wochen auf Sardinien. Gibt es bereits ein Erscheinungsdatum? Welche Schauspieler sind im Cast? Gibt es einen Trailer? Und wie viele Bücher sind veröffentlicht? Die Antworten auf diese Fragen findet ihr hier im Überblick.

„365 Tage“ Teil 2: Erscheinungsdatum auf Netflix

Obwohl es zum Start des ersten Teils der Erotik-Reihe massive Kritik hagelte, hat Netflix gleich zwei Fortsetzungen von „365 Tage“ in Auftrag gegeben. Das bestätigte Hauptdarsteller Michele Morrone in einem Video-Interview. Aktuell laufen die Dreharbeiten zum zweiten Film.
Was den Start-Termin angeht, kann bislang nur spekuliert werden. Es wird im Netz jedoch damit gerechnet, dass Teil 2 spätestens 2022 auf Netflix starten soll.

„365 Tage“ Teil 2: Schauspieler

Welche Schauspieler sind im Cast des zweiten Teils von „365 Tage“? Allzu viele Infos hat Netflix hierzu noch nicht verraten. Bekannt ist bislang nur diese Besetzung:
Regie führen weiterhin Barbara Bialowas und Tomasz Mandes. Außerdem schreibt Blanka Lipinska, Autorin der Trilogie, wieder mit an den Drehbüchern.

„365 Tage“ Teil 2: Handlung

Im Gegensatz zu Teil 1 werden die Nachfolgenden beiden Teile eigene Netflix-Produktionen sein. Der Streamingdienst wird daher auch größeren Einfluss auf die Filme haben. Unter anderem werden Änderungen vorgenommen, um die Kritiker zu beschwichtigen. Es wird von einem vorsichtigeren Umgang mit dem kontroversen Thema gesprochen.
In Teil 2 finden Laura und Massimo nach den dramatischen Geschehnissen am Ende vom ersten Teil wieder zusammen. Fans erfahren dann, wie es Laura schafft, lebend aus dem Tunnel und den Händen von Massimos Mafia-Konkurrenten zu entkommen. Verkompliziert wird das Ganze durch einen Mann namens Nacho, der ebenfalls Lauras Herz erobern will...

„365 Tage“ Teil 2: Trailer

Einen Trailer zum zweiten Teil von „365 Tage“ gibt es aktuell leider noch nicht. Generell findet man auf YouTube weder in Englisch noch in Deutsch offizielle Trailer von Netflix. Das dürfte sich aber spätestens ändern, wenn das Erscheinungsdatum klar ist.

„365 Tage“: Handlung und Ende

Der Film „365 Tage“ ist ein Erotik-Drama und basiert auf den Romanen der polnischen Autorin Blanka Lipinska. Es geht um eine junge Polin Namens Laura, die von dem Mafiaboss Massimo entführt wird. Dieser sieht in einem Augenblick, indem er dem Tod gegenübersteht, nur ihr Antlitz und sucht dieses Gesicht auf der ganzen Welt. Nachdem er fünf Jahre nach Laura gesucht hat, entdeckt er sie an einem Flughafen in Italien und lässt sie kurz daraufhin entführen.
Massimo erklärt ihr, dass er sie brauche und sie 365 Tage Zeit habe, um sich in ihn zu verlieben. Massimos Plan geht am Ende auf. Laura verliebt sich in ihren Entführer – was als Stockholm-Syndrom bekannt ist. Teil 1 der Trilogie endet damit, dass Laura in einen Tunnel fährt und nicht mehr raus kommt. Der Zuschauer sieht dann nur noch wie Massimo am Boden zerstört ist. Das Ende bleibt im ersten Teil offen.

„365 Tage“ Buch: Wie viele Bücher gibt es?

Der Film „365 Tage“ basiert auf der gleichnamigen Buch-Reihe der polnischen Autorin Blanka Lipinska. Dabei handelt es sich um eine Trilogie.
Das sind die drei Bücher im Überblick:
  • „365 Tage“
  • „365 Tage – Dieser Tag“
  • „365 Tage mehr“

„365 Tage“: Kritik am Film

Der Netflix-Hit wurde wegen seiner Verharmlosung einer missbräuchlichen Beziehung kritisiert. Petitionen und offene Briefe forderten teilweise eine Trigger-Warnung oder auch die Entfernung des Films aus dem Streaming-Katalog. Dass ein solcher Film in Zeiten von #MeToo noch erscheint, stieß bei vielen auf Unverständnis.
In den Weiten des Internets wird über den Film „365 Tage“ als ein schlechter Cocktail aus „Fifty Shades of Grey“ und „Pretty Woman“ gesprochen. Dabei kommt eine Mischung aus Softcore-Sexszenen, verharmloste Gewalt, Shopping-Exzessen und eine Menge Klischees über Frauen, Männer und Macht in der Beziehung heraus. Die eigentliche Dramatik und der wichtige Punkt Stockholm-Syndrom wird nicht thematisiert.

Was ist das Stockholm-Syndrom?

Mit dem Begriff Stockholm-Syndrom wird das psychologische Phänomen bezeichnet, bei dem das Opfer einer Geiselnahme, Entführung oder Kidnapping ein positives emotionales Verhältnis zum Entführer aufbaut. Dies hat zur Folge, dass das Opfer mit dem Täter sympathisiert und keine Rachegefühle entwickelt. Im Film „365 Tage“ geht es sogar soweit, dass sich das Opfer in ihren Entführer verliebt. Der Name geht auf einen Banküberfall samt Geiselnahme aus dem Jahr 1973 in Stockholm zurück.
Doch wie kommt es, dass Geiseln Sympathie für ihre Peiniger entwickeln? Die Opfer sind isoliert und verlieren schlagartig jede Kontrolle über sich und die eigene Existenz. In ihrer Ohnmacht nehmen sie den Täter als allmächtigen Herren wahr, der über Leben und Tod entscheiden kann. So entwickeln sie mitunter mehr Vertrauen zu ihren Geiselnehmern als zur Polizei.
Um die Geiselnehmer zu beschwichtigen, wird aus Selbsterhaltungsgründen zunächst einmal alles getan, was der Täter verlangt. Eine persönliche Verbindung aufzubauen, um so die Gunst des Täters zu verdienen, ist dabei eine normale Reaktion. Das Stockholm-Syndrom beschreibt den Moment, in dem eine rational willkürlich erfolgte Anpassung des Verhaltens in ein nicht mehr willkürlich gesteuertes psychisches Syndrom übergeht.