Bares für Rares: Dieser eine Fehler ruiniert Verkäufern oft das Geschäft

Moderator Horst Lichter kann leider auch nicht helfen, wenn die Summe auf der Vollmacht zu hoch ist.
ZDF-MediathekWer regelmäßig „Bares für Rares“ mit Horst Lichter schaut, kennt diese Szenen nur zu gut: Eine Rarität wird vorgestellt, die Händler zeigen echtes Interesse – und trotzdem platzt der Deal. Der Grund ist oft derselbe: eine Vollmacht mit einer fixen Preisvorgabe. Ausgerechnet dieses unscheinbare Dokument wird immer wieder zum größten Hindernis für Verkäufer in der beliebtesten Trödelshow Deutschlands.
Fluch der Vollmacht
Im Grunde ist eine Vollmacht gar nichts Schlechtes: Wer im Auftrag verkauft, muss natürlich belegen können, dass er dazu berechtigt ist. Doch das Problem beginnt meist dort, wo der Bevollmächtigte einen festen Preis mitbringen muss.
Was als Sicherheit gedacht ist, wird dann schnell zur Falle: Statt flexibel zu verhandeln, blockiert der Zettel am Ende jedes Gebot, das unter der Vorgabe liegt. Händler winken ab – selbst wenn sie eigentlich echtes Interesse haben.
Drei Beispiele, wo eine Vollmacht den Verkauf verhindert
Dass eine strikte Vollmacht selten zum Deal führt, beweisen viele Folgen. So zum Beispiel:
Die Silber-Puppenmöbel:
Torsten Göllner und Katharina Mirow wollten im Auftrag verkaufen. Die Expertise lag bei maximal 400 Euro, doch der Bruder wollte nicht unter 400 abgeben. Das Ergebnis? Kein Verkauf.

Aufgrund einer Vollmacht konnte dieses Paar seine Puppenmöbel leider nicht verkaufen.
ZDF-MediathekDie Oma-Zähne der Zwillinge:
Skurril, aber wahr: Zwei Geschwister wollten sogar die Zähne ihrer Oma verkaufen – mit Vollmacht und klarer Preisvorstellung. Keine Chance bei den Händlern.
Händlerkarte weg trotz Top-Expertise:
Hier führte die strikte Vorgabe dazu, dass die Verkäuferin ihre Händlerkarte gar nicht erst bekam. Immer wieder zeigt sich: Flexibilität ist alles. Ohne sie bleibt man auf den Schätzen sitzen.
Unser Tipp: Vertrauen statt Zettel
„Bares für Rares“ lebt vom Verhandeln. Und von realistischen Preisvorstellungen. Wer sich mit einer starren Zahl knebelt, tut sich selbst keinen Gefallen.
Die Experten wissen, was ein Objekt wert ist – und die Händler auch. Wer verkaufen will, sollte deshalb lieber selbst entscheiden dürfen: Annehmen oder ablehnen? Und sich nicht von einer Unterschrift die Hände binden lassen.
Keine Angst vor der Verantwortung
Es spricht nichts dagegen, im Auftrag zu verkaufen – solange du frei verhandeln kannst. Denn bei „Bares für Rares“ geht es nicht nur ums Geld, sondern auch ums Bauchgefühl. Und das hat noch jede gute Rarität an den Mann oder die Frau gebracht – ganz ohne Fluch der Vollmacht.

