Bares für Rares
: Händlerkarte weg! Verkäuferin mit hohen Preisvorstellungen bleibt auf der Strecke

So hatten sich Mutter und Tochter ihren Besuch bei Horst Lichter wohl auch nicht vorgestellt. Statt mit dem erhofften Geld müssen sie mit ihrer Figur wieder nach Hause fahren. Was war denn da los?
Von
Judith Müller
Köln
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Caroline und Anna sind enttäuscht. Ihre Statue ist weniger wert als sie erhofft hatten.

Caroline und Anna sind enttäuscht. Ihre Statue ist weniger wert, als sie erhofft hatten.

ZDF-Mediathek
  • Mutter und Tochter enttäuscht bei "Bares für Rares": Statue nur 5000-6000 Euro wert.
  • Vollmacht ihrer Brüder zwingt Verkäuferinnen, 8000 Euro zu verlangen.
  • Schlechte Restaurierung mindert den Wert der gotischen Figur "Anna Selbdritt".
  • Händler kaufen nicht; Horst Lichter muss Händlerkarte einpacken.
  • Suche nach einem Käufer für 8000 Euro bleibt ungewiss.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der neuesten Folge von „Bares für Rares“ sorgt eine außergewöhnliche Figur für Aufsehen. Die „Anna Selbdritt“ aus dem Rheinland, datiert um 1490, bringen Caroline Paulus und ihre Tochter Anna Sellmann mit zur Expertenschätzung. Doch die Situation nimmt eine unerwartete Wendung, als die Expertin Dr. Bianca Berding die Figur auf nur 5000 bis 6000 Euro schätzt – weit unter dem geforderten Preis von 8000 Euro.

Die Geschichte hinter der Figur

Die „Anna Selbdritt“ ist ein eindrucksvolles Beispiel für den bürgerlichen Stil der späten Gotik. Der unbekannte Bildschnitzer hat mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Allerdings gibt es einen Haken: Dr. Berding stellt fest, dass die Figur schlecht restauriert wurde, was ihren Wert mindert. Ihr Kommentar, dass sie „mit viel Liebe“ nur zwischen 5000 und 6000 Euro wert sei, verdeutlicht, wie entscheidend der Zustand für die Preisfindung ist.

Eine Vollmacht macht den Verkauf unmöglich

Caroline Paulus hatte die Figur von ihrer verstorbenen Mutter geerbt. Doch sie konnten nicht einfach den besten Preis annehmen: Eine Vollmacht ihrer Brüder besagt, dass die Statue nicht unter 8000 Euro verkauft werden darf. Dieses Dokument stellt die Verkäuferinnen vor ein Dilemma – sie sind gezwungen, einen Preis zu verlangen, der über der realistischen Expertenschätzung liegt.

Keine Händlerkarte für Caroline

Horst muss schließlich die Händlerkarte wieder einpacken. Aufgrund der hohen Preisvorstellungen und der Expertenschätzung ist es den Händlern nicht möglich, einen Kaufvertrag abzuschließen. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, realistische Erwartungen zu haben, besonders wenn emotionale Familiengeschichten und rechtliche Vorgaben ins Spiel kommen.

Die „Anna Selbdritt“ bleibt vorerst in der Obhut ihrer Erben, während die Suche nach einem Käufer, der den geforderten Preis akzeptiert, weiterhin ungewiss bleibt.

Hier seht ihr in der Übersicht, welche besonderen Raritäten außerdem in der heutigen Sendung angeboten wurden.