VfB Stuttgart: Guirassy in Topform – droht ein Verkauf im Winter?

VfB-Stürmer Serhou Guirassy könnte die Schwaben für eine Rekordablöse wieder verlassen – das glaubt zumindest ein ehemaliger Sportvorstand des VfB.
Tom Weller/dpaDer VfB Stuttgart ist das große Überraschungsteam dieser Bundesligasaison. Aktuell stehen die Schwaben auf Rang zwei in der Tabelle und haben einen Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen. Maßgeblichen Anteil am Stuttgarter Aufschwung hat Serhou Guirassy. Unglaubliche 13 Bundesligatore steuerte der Topstürmer bereits bei – und das in nur sieben Partien. Umso bitterer ist die Tatsache, dass Guirassy Anfang 2024 für mehrere Spiele fehlen wird.
Doch kann der VfB seinen Topstürmer im Winter halten? Im Falle eines Abgangs von Guirassy könnte viel Geld in die schwäbischen Kassen fließen, meint zumindest eine VfB-Legende.
VfB Stuttgart: Guirassy hat im Sommer Ausstiegsklausel
Der VfB Stuttgart hatte für Guirassy im Sommer die Kaufoption in Höhe von neun Millionen Euro gezogen. Gleichzeitig bestand jedoch immer die Gefahr, dass der begehrte Angreifer die Schwaben für festgeschriebene 15 Millionen noch vor Saisonstart wieder verlässt. Nach dem Verstreichen der Ausstiegsklausel stand dann am Ende der Transferperiode fest: Guirassy bleibt in Stuttgart. Sollte der Stürmer den Fußball-Bundesligisten vor Ablauf seines noch bis zum 30. Juni 2026 gültigen Vertrags verlassen wollen, wäre die Ablösesumme eigentlich wieder frei verhandelbar. Der Haken an der Sache: Der Stürmer besitzt im kommenden Sommer eine weitere Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen. Der VfB will die Klausel nun entfernen lassen und Guirassy einen neuen Vertrag anbieten.
Schwaben stecken in der Zwickmühle
Ein neuer Guirassy-Vertrag mit besseren Bezügen dürfte deutlich das Gehaltsgefüge sprengen. Eine echte Zwickmühle für die Schwaben, denn ein Verkauf im Winter für viel Geld wäre für den VfB sportlich gesehen ein großes Risiko. Ohne Guirassy-Tore könnte es in der Tabelle schnell wieder nach unten gehen.
Um einen Wechsel seines Topstürmers macht sich Trainer Hoeneß indes keine Sorgen. Dieser rechnet nicht mit einem baldigen Abschied von Bundesliga-Top-Torjäger Serhou Guirassy vom VfB Stuttgart.
Winter-Wechsel: So viel könnte Guirassy dem VfB einbringen
Die „Sport Bild“ brachte kürzlich ein Preisschild von 35 Millionen Euro ins Spiel, falls Guirassy doch schon im Winter wechseln sollte. Interesse wurde zuletzt den Premier League-Teams Nottingham Forest und FC Fulham sowie den italienischen Topvereinen Inter, AC Mailand und Juventus Turin nachgesagt. Weitere namhafte Bewerber dürften noch dazukommen.
Durch weitere Topleistungen dürfte der Stürmer seinen Wert jedoch bis zum Wintertransferfenster nochmal deutlich steigern – erst am 18. Oktober ist sein Marktwert das erste Mal in dieser Saison auf 40 Millionen Euro in die Höhe geschossen. Lag sein Marktwert zuvor noch bei 14 Millionen Euro, hat sich dieser nun mehr als verdreifacht. Bisheriger Rekordtransfer der Schwaben ist Benjamin Pavard. Der Franzose wechselte vor vier Jahren für 35 Millionen Euro zum FC Bayern München.
VfB: Ex-Sportdirektor Dutt hält Rekordablöse für möglich
Dass Guirassy wechselt, glaubt zumindest Robin Dutt. Laut der „Bild“-Zeitung ließ der ehemalige VfB-Sportvorstand verlauten: „Kann er diese Leistung die ganze Saison abrufen, wird er nicht zu halten sein.“ Dann würde „aber eine Rekordablöse für den VfB möglich werden.“ Aufgrund der Ausstiegsklausel dürfte eine Rekordablöse allerdings nur im Winter realistisch sein. Im Sommer würde für die Schwaben bei einem Transfer nicht mehr als die festgeschriebenen 20 Millionen herausspringen.
Karlheinz Förster: „Guirassy-Wechsel wird sehr teuer“
In der Vergangenheit zeigten mehrere englische Erstligisten Interesse am VfB-Stürmer. Sollte Guirassy auch im weiteren Verlauf der Hinrunde an seine zuletzt starken Leistungen anknüpfen, könnten sogar schon im Winter Angebote reinflattern. VfB-Legende Karlheinz Förster hofft, dass der VfB seinen besten Torjäger halten kann. „Je länger er bleibt, desto besser“, sagte der ehemalige VfB-Profi. Sollte der 27-jährige Stürmer aber gehen, vor allem im Januar, dann „wird es sehr teuer“, meint Förster.

