VfB Stuttgart: Porsche-Ärger um Trikotsponsor Winamax

Auf „Mercedes-Benz Bank“ folgte beim VfB Stuttgart zur Saison 2023/24 „Winamax“ als neuer Trikotsponsor. Das gefällt dem neuen Investor Porsche nicht.
Thomas Kienzle/afpSportliche läuft es beim VfB Stuttgart derzeit blendend. Doch rund um den Bundesligisten rumort es. Der angehende Investor Porsche, hat seine Bedenken hinsichtlich der Partnerschaft des VfB Stuttgart mit dem Online–Wettanbieter Winamax geäußert, der seit dieser Saison als Hauptsponsor und Trikotsponsor des Fußball–Bundesligisten agiert.
Porsche kritisiert VfB–Deal mit Wettanbieter Winamax
„Was beim VfB rund um das Thema Glücksspiel in den letzten Monaten passiert ist, hat uns natürlich nicht gefallen“, sagte Porsche–Finanzvorstand Lutz Meschke der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (28.09.2023). Der VfB müsse daran arbeiten, seine Außendarstellung zu verbessern.
Porsche wird zweiter Investor der VfB AG
Porsche wird in naher Zukunft als zweiter Investor in die VfB AG einsteigen, und zwar in einer finanziell vergleichbaren Größenordnung wie Mercedes, wie der Verein bereits Ende Juni bekannt gab. Mercedes hatte 2017 für 11,75 Prozent der Anteile 41,5 Millionen Euro gezahlt.
Geld statt Werte? Winamax bringt dem VfB jährlich 8,5 Millionen Euro
Im August gab der VfB dann bekannt, dass Winamax der neue Hauptsponsor wird. Dieses französische Unternehmen zählt nach eigenen Angaben zu den weltweit größten Anbietern von Online–Poker und Online–Sportwetten. Der bis 2026 laufende Vertrag, der dem VfB Medienberichten zufolge jährlich 8,5 Millionen Euro einbringen soll, stößt in der Fußballszene teilweise auf scharfe Kritik. Porsche–Chef Oliver Blume und er seien Fußballer, erklärte Meschke. „Wir stehen für ein ganz klares Wertegerüst.“ Online–Sportwetten passen in Meschkes Augen offenbar nicht dazu.

