Schnee-Chaos in der Bundesliga
: Drei Spielabsagen drohen, eine Partie besonders gefährdet

Die Wetterlage in Deutschland sorgt in der Bundesliga für Alarm: An diesem Wochenende könnten Spiele abgesagt werden – eine Partie steht besonders auf der Kippe.
Von
Kai Winderl
Berlin
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Schnee und Bundesliga

Die winterliche Wetterlage könnte an diesem Wochenende zu Spielabsagen führen.

Tom Weller/dpa

Dicke Schneeflocken, eisige Temperaturen und glatte Straßen – der Winter zeigt sich in Deutschland von seiner harten Seite. Sturmtief „Elli“, das in den kommenden Tagen vor allem Nord- und Ostdeutschland treffen soll, gefährdet zum Start der Bundesliga am kommenden Wochenende eine Partie besonders: Das Duell zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig könnte wetterbedingt abgesagt werden.

Entscheidung soll kurzfristig getroffen werden

Der Club steht in engem Austausch mit Liga, Behörden und Einsatzkräften, um eine sichere Durchführung zu prüfen. Zwar ist das Millerntor-Stadion beheizt, doch Zufahrtswege, Tribünen und Parkplätze bleiben kritisch. Eine endgültige Entscheidung über die Ansetzung des Spiels wird voraussichtlich erst kurzfristig, am Freitagabend oder Samstagmorgen, getroffen. Auch andere Vereine wie Union Berlin bereiten sich auf schwieriges Winterwetter vor und mobilisieren Fans, um die Spielfelder bespielbar zu halten.

Die Wetterlage könnte also maßgeblich darüber entscheiden, ob die Bundesliga wie geplant starten kann. Für Fans heißt es, kurzfristig flexibel zu bleiben – und Schneeschippen könnte in diesem Winter zur Pflichtaufgabe werden.

Drei Bundesliga-Samstagspiele gefährdet

Mit Blick auf den 16. Bundesliga-Spieltag ließ die Deutsche Fußball Liga (DFL) verlauten: „Wir beobachten die Wettersituation und stehen mit den Beteiligten im Austausch“, ließ der Ligaverband auf Anfrage wissen. Gefährdet könnten die drei Samstagsspiele Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim, Union Berlin gegen den FSV Mainz 05 und FC St. Pauli gegen RB Leipzig sein.

Am Mittag äußerte sich St. Pauli auf seiner Website zur Situation. „Wir tun das Möglichste, damit das Spiel gegen Leipzig wie geplant stattfinden kann“, hieß es in der Pressemitteilung: „Der Verein muss allerdings abwarten, wie sich die Wetterlage entwickelt und ob es weitere heftige Schneefälle geben wird. Angesichts der Wetterlage können wir nicht dafür garantieren, dass das Spiel unter den gegebenen Umständen stattfinden kann.“

Grundsätzlich entscheiden die Stadionbetreiber vor Ort in Rücksprache mit den Behörden über eine mögliche Absage der Partien aufgrund einer Gefahrenlage. Falls es „nur“ um die Bespielbarkeit des Platzes geht, sind die Schiedsrichter gefragt.

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