Bezirkspokal Nordschwarzwald
: Grantler schimpft über Urlauber: „Wer da bucht, hat falsche Prioritäten gesetzt“

Grinser wurde vom Bezirkspokal völlig verzückt. Grantler läuft derweil zur Hochform auf und bezeichnet die 0:10-Niederlage des SV Huzenbach als „öffentliche Hinrichtung“.
Von
Sascha Eggebrecht,
Constantin Zeyer
Salzstetten
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Trainer Ümit Dagistan von der SG Felldorf-Bierlingen hatte nicht viel zu lachen bei der 1:6-Klatsche seines Teams im Bezirkspokal in Salzstetten.

Trainer Ümit Dagistan von der SG Felldorf-Bierlingen hatte nicht viel zu lachen bei der 1:6-Klatsche seines Teams im Bezirkspokal in Salzstetten. Der Grantler dazu: „Das tut selbst dem Greenkeeper weh.“

Eibner/privat
  • Bezirkspokal Nordschwarzwald: Deutliche Ergebnisse sorgen für Debatten über Prioritäten.
  • SV Huzenbach verlor 0:10 gegen SV Baiersbronn – vom „Grantler“ als „Hinrichtung“ bezeichnet.
  • Felldorf-Bierlingen unterlag Salzstetten 1:6, Trainer Ümit Dagistan hatte „nicht viel zu lachen“.
  • Der „Grantler“ kritisiert Urlaubsplanungen von Spielern und fordert mehr Verlässlichkeit.
  • Der „Grinser“ verweist auf Familienurlaube und betont den Sportsgeist trotz Ausfällen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Grantler: Hey, was grinst du denn schon wieder so bescheuert durch die Gegend?

Grinser: Ich bin noch völlig beseelt vom Bezirkspokal am Sonntag! Das war doch mal wieder so eine richtig turbulente erste Runde! Der SV Huzenbach verliert gegen den SV Baiersbronn mit 0:10 – das zeigt wieder, wie unberechenbar der Amateurfußball hier bei uns ist.

Grantler: Unberechenbar? Ist das ein Euphemismus für demütigend? Eine 0:10-Klatsche hat mit Fußball nichts am Hut – das ist eine öffentliche Hinrichtung! Da frage ich mich wirklich, warum sich manche Vereine diese Blamage antun, anstatt gleich daheim zu bleiben.

Grinser: Dass du wieder nur am Granteln bist, war ja klar. Es gebietet doch der Sportsgeist, auch dann anzutreten, wenn man mal nicht in Bestbesetzung ist. So wie Felldorf-Bierlingen: 1:6 im Duell der Bezirksligisten gegen Salzstetten. Na und? In solchen Nachbarschaftsduellen kann immer alles passieren. Die haben eine ganz eigene Brisanz.

Grantler: Brisanz? Das war eine Abreibung vor der eigenen Haustür! Ein halbes Dutzend Gegentore gegen den Nachbarn, das tut selbst dem Greenkeeper weh. Und von der Trainerbank kommt garantiert wieder dieselbe müde Leier.

Grinser: Die wäre?

Grantler: Wir haben ja wieder so viele Verletzte und Urlauber. Verletzte? Geschenkt, das passiert überall. Aber Urlaub? Das nervt mich jedes Jahr aufs Neue! Die Spieler wissen seit Wochen, wann die Pokal- und Punktspiele losgehen. Das steht schwarz auf weiß im Terminplan. Wer da trotzdem Flüge bucht, hat falsche Prioritäten gesetzt.

Grinser: Viele haben eben Familie, sind an die Schulferien gebunden – da kann man doch nicht meckern!

Grantler: Bei Spielern mit Kindern ist das ja völlig legitim. Aber schau dir mal an, wie viele Kinderlose ausgerechnet in dieser Woche am Ballermann oder sonst wo abtauchen, statt für ihre Vereine ranzuklotzen! Das ist keine Lebensplanung, sondern schlechte Prioritätensetzung.

Grinser: Im Amateurbereich ist's halt schwierig, alles perfekt zu koordinieren. Jeder hat sein eigenes Leben neben dem Fußball. Das sind doch keine Profis!

Grantler: Eigenes Leben hin oder her – wer für einen Verein aufläuft, sollte gerade in der entscheidenden Phase der Saisonvorbereitung ein bisschen Verlässlichkeit zeigen. Sonst brauchst du dich über ein 0:10 oder ein 1:6 nicht zu wundern. Und erst recht nicht hinterher mit fadenscheinigen Ausreden um dich werfen. Früher haben die Spieler den Bezirkspokal noch wertgeschätzt. Und heute? Eine einzige Vollkatastrophe.

Grinser: Früher war also alles besser? Wieder deine alte Leier.

Grantler: Es ist nun mal Realität. Gestern erzählte mir doch tatsächlich einer, er wird am Wochenende nicht spielen, weil er am Montag in den Urlaub fliegt und Angst hat, sich davor zu verletzen. Sag mal, geht's noch?

Grinser: Ach Grantler. Wer möchte schon mit Gips am Meer liegen?