Grinser & Grantler über die TSG Balingen: „Mannschaft schafft es, jeden möglichen Weg zum Punktgewinn zuverlässig zu vermeiden“

Während die Reutlinger Spieler im Hintergrund über den Last-Minute-Sieg gegen Balingen jubeln, ist TSG-Kapitän Matthias Schmitz mächtig angefressen – genauso wie der Grantler.
eibner/Andreas Ulmer/privat- TSG Balingen startete mit drei Niederlagen in die Oberliga und gilt als Favorit im Abstieg aus der Regionalliga.
- Im Derby gegen Reutlingen führte die TSG bis zur Nachspielzeit, verlor dann durch Handelfmeter und Eigentor.
- Der Trainer Michael Schilling stellte sich nach dem Spiel vor die Mannschaft und sprach von einem guten Auftritt.
- Der Grantler kritisiert wiederholtes Verschenken von Punkten und warnt vor einer Bruchlandung.
- Nächstes Spiel ist bei Türkspor Neckarsulm, ein Sieg gilt im Text als zwingend.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Grinser: Na Grantler, hast du am Freitag auch das Oberliga-Derby zwischen Balingen und Reutlingen verfolgt?
Grantler: Leider ja! Ich habe mich danach gefragt, ob ich eigentlich Fußball geschaut oder Eintritt für eine dreiteilige Tragikomödie bezahlt habe. Die TSG führt bis in die Nachspielzeit 1:0, die drei Punkte liegen schon auf dem Silbertablett – und dann zerlegen sie sich das Ding in wenigen Minuten komplett. Erst der Handelfmeter zum Ausgleich, dann Schmidts Eigentor hinterher. Das muss man erst einmal schaffen! Wenn es einen Preis für das besonders kreative Wegwerfen von Punkten gäbe, hätte die TSG ihn sicher.
Grinser: Drei Niederlagen aus drei Spielen – das haben sie sich bei der TSG natürlich anders vorgestellt. Aber die Balinger hatten auch echt Pech bislang.
Grantler: Pech. Dieses Wort wird im Fußball immer dann aus dem Schrank geholt, wenn sonst keiner mehr weiß, was er sagen soll. Pech ist, wenn der Ball vom Pfosten zurückspringt. Pech ist, wenn der Schiedsrichter eine knappe Entscheidung gegen dich trifft. Aber drei Spiele und drei Niederlagen – als Regionalliga-Absteiger? Das ist kein Pech, das ist eine ausgewachsene Punkteallergie! Die Mannschaft schafft es, jeden möglichen Weg zum Punktgewinn zuverlässig zu vermeiden.
Grinser: Was ich bei alldem aber gut fand: Trainer Michael Schilling hat sich nach dem Reutlingen-Spiel vor seine Mannschaft gestellt und von einem guten Spiel gesprochen. Das zeugt von Verantwortungsbewusstsein.
Grantler: Na herrlich! Die TSG steht nach drei Spielen bei null Punkten und der Trainer ist stolz. Ich bin gespannt, ob die Mannschaft nach der nächsten Niederlage zur Belohnung noch eine Medaille bekommt. Nach dem Motto: „Herzlichen Glückwunsch zum engagierten 0:1!“
Grinser: Schilling ist neu im Amt. Man muss ihm und der Mannschaft ein wenig Zeit geben.
Grantler: Am besten bis Weihnachten. Oder bis 2030. Vielleicht hat die Mannschaft bis dahin zufällig den ersten Punkt gefunden. Natürlich braucht ein neuer Trainer Zeit. Aber jetzt geht's zu Türkspor Neckarsulm. Und wenn dort wieder nichts herausspringt, dann wird aus dem Fehlstart endgültig eine krachende Bruchlandung. Da kannst du dann schon die ersten Krisengespräche führen, bevor der Mannschaftsbus auf die Autobahn gefahren ist.
Grinser: Du übertreibst mal wieder. Der Verein hat Schilling doch ganz bewusst als Trainer ausgewählt.
Grantler: Vertrauen ist das Lieblingswort aller Vereinsbosse – aber nur solange die Ergebnisse stimmen.
Grinser: Aber drei Spieltage sind doch noch lange keine ganze Saison.
Grantler: Halt mich nicht für dumm, Grinser, das weiß ich doch! Aber drei Niederlagen am Stück reichen aus, um zu erkennen, dass irgendetwas gewaltig schiefläuft. Das Schlimmste ist ja nicht einmal, dass sie verlieren. Es ist die Art und Weise. Erst verspielt man eine Führung in der Nachspielzeit, dann schenkt man dem Gegner gleich noch selbst das zweite Tor.
Grinser: In Neckarsulm ist ein Balinger Sieg also alternativlos?
Grantler: Was denn sonst? Oder soll man in der Mannschaft eine Ehrenurkunde für den besten Fehlstart verteilen? Natürlich müssen jetzt drei Punkte her. Wenn die TSG weiter so fleißig Punkte verschenkt, braucht sie gar nicht mehr nach oben zu schauen. Dann muss sie sich eher überlegen, wie sie den Absturz in die Verbandsliga verhindern kann.
Doppelpass der Meinungen
Grinser & Grantler greifen aktuelle Themen aus der Sportwelt auf. Während Grinser die Dinge gelassen und optimistisch sieht, hat Grantler immer etwas zu meckern. Eine Diskussion mit Augenzwinkern, die nicht allzu ernst genommen werden sollte.
Darüber stritten Grinser & Grantler zuletzt:
- „Mannschaft schafft es, jeden möglichen Weg zum Punktgewinn zuverlässig zu vermeiden“
- Grantler schimpft über Urlauber: „Wer da bucht, hat falsche Prioritäten gesetzt“
- Grantler wirft Daniel Seemann „Schönfärberei“ vor
- Sollte der Horber Stadtteilpokal abgeschafft werden?
- Grantler über Brenda Fruhvirtová: „Da merkst du, wie schnell dich der Sport ausspuckt“
- „Selbstbedienungsladen“ und „Bürokraten-Bande“ – der Grantler lässt kein gutes Haar am IOC
- Neuer DFB-Trainer? „Leck mich doch mit dem Klopp-Hype!“
- Eutingen im DFB-Pokal? „Du glaubst auch an den Osterhasen“

