Grinser & Grantler diskutieren
: Sollte der Horber Stadtteilpokal abgeschafft werden?

Nur fünf Horber Mannschaften nahmen am diesjährigen Stadtteilpokal teil. Höchste Zeit für den Grantler, über eine Abschaffung des Turniers nachzudenken.
Von
Sascha Eggebrecht,
Constantin Zeyer
Horb
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Den Horber Stadtteilpokal einstampfen? Darüber müsse man nachdenken, findet der Grantler.

Den Horber Stadtteilpokal einstampfen? Darüber müsse man nachdenken, findet der Grantler.

SV Mühlen/privat
  • Streitgespräch: Soll der Horber Stadtteilpokal abgeschafft werden?
  • Nur fünf Horber Mannschaften traten dieses Jahr an, einige fehlten komplett.
  • Ein auswärtiges Team aus Oberwolfach war dabei – teils weite Anreise.
  • Kritik am Format: wenige Spiele, kurze Spielzeiten, kompakter Ablauf.
  • Geringes Interesse am Finaltag mit etwa 70 Zuschauerinnen und Zuschauern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Grantler: Hey Grinser, hast du dir am Wochenende auch den Horber „Stadtteilpokal“ beim SV Mühlen gegeben?

Grinser: Selbstverständlich! Ich finde es schön, dass er auch in diesem Jahr wieder ausgetragen wurde. Diese Tradition pflegt den Zusammenhalt zwischen den Horber Vereinen.

Grantler: Zusammenhalt? Dass ich nicht lache! Heutzutage kriegen die ja nicht mal sechs Teams aus dem eigenen Stadtgebiet zusammen, verdammt noch mal. Früher war das ein heiliges Pflichtereignis für jeden Horber Verein – heute müssen sie betteln und betteln, dass überhaupt einer antritt. Findest du das nicht erbärmlich?

Grinser: Ach wo. Es waren doch ausreichend Mannschaften dabei, damit das Turnier stattfinden konnte.

Grantler: Ja, mit Ach und Krach und der Not gehorchend! Und die SGM Rexingen/Dettingen/Betra hat ganz gefehlt. Ein Trauerspiel! Drei waschechte Horber Ortsteile, und die haben anscheinend keine Lust auf den eigenen Stadtteilpokal?! Wo ist da der Lokalstolz geblieben?

Grinser: Dafür war der SV Oberwolfach dabei – ist doch auch mal schön zu sehen, dass sich auswärtige Vereine für so ein Turnier interessieren.

Grantler: Oberwolfach! Weißt du eigentlich, wo das liegt? Im Ortenaukreis, sechzig Minuten durch den halben Schwarzwald! Da karrt sich also ein Team eine Stunde durchs Ländle, während die eigenen Horber Vereine zu faul oder zu klamm sind, mal die Straßenseite zu wechseln. Das ist doch zum Haare raufen!

Grinser: Sieh es doch positiv, Grantler. In vielen Städten kommen solche Turniere gar nicht mehr zustande, weil es immer weniger Teams gibt. Hauptsache, es wurde überhaupt gespielt – da zählt doch der sportliche Wert!

Grantler: Das Turnier hat doch jeden sportlichen Wert verloren! Am Ende hatte jedes Team ganze drei Spiele, mit Platzierungsrunde und allem Klimbim – und jedes davon zweimal 25 Minuten. Wenn du mich fragst, ist das kein Turnier, sondern ein verlängertes Aufwärmtraining! Ein echter Härtetest vor der Saison sieht anders aus.

Grinser: Da bin ich anderer Meinung: Manchmal ist weniger mehr – die Spieler kommen ohne Blessuren durch und sind fit, wenn's dann richtig losgeht. Und das Turnier ist kompakt, nicht so unnötig aufgebläht wie die Fußball-WM.

Grantler: Kompakt? In sich zusammengeschrumpft, meinst du wohl! Früher ging das Turnier drei Tage – vormittags und nachmittags. Das war ein richtiges Fußballfest mit Stimmung und Konkurrenzkampf! Heute wird an zwei müden Nachmittagen durchgehetzt, und dann ist Sense. Von Highlight zu Häppchen, das ist die traurige Wahrheit. Nur 70 Zuschauerinnen und Zuschauer am Finaltag – das spricht doch Bände! Man sollte darüber nachdenken, das Turnier zumindest im Sommer ganz einzustampfen.

Grinser: Ach Grantler, das ist doch wirklich zu viel der Schwarzmalerei!