Balinger Bundesliga-Handballer
: „HBW braucht keinen Fanbeauftragten mehr, sondern einen Reiseveranstalter“

Dass Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten zwei Heimspiele in die Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena verlegt hat, lässt den Grinser jubeln. Der Grantler aber meckert wieder nur.
Von
Sascha Eggebrecht,
Constantin Zeyer
Balingen/Neu-Ulm
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Egge ZEyer Rebmann

HBW-Keeper Daniel Rebmann – hier beim Heimspiel am vergangenen Monatag gegen Hannover-Burgdorf – und der Grinser wollen auch in Neu-Ulm feiern. Der Grantler schüttelt nur den Kopf.

Eibner / Andreas Ulmer / Privat
  • HBW Balingen-Weilstetten verlegt zwei Heimspiele nach Neu-Ulm in die Ratiopharm-Arena.
  • Gegner sind Göppingen und Kiel, es werden jeweils knapp 6000 Zuschauer erwartet.
  • Befürworter hoffen auf Handballfieber durch die Heim-WM im Januar und volle Halle.
  • Kritiker beklagen 100 Kilometer Anfahrt für Stammfans und möglichen Heimvorteil für Gegner.
  • Dauerkarteninhaber sollen gleichwertige oder bessere Plätze erhalten, Zeiten sind noch offen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Grinser: Na, Grantler, der HBW Balingen-Weilstetten denkt groß! Erst das Schwabenderby gegen Göppingen, dann kommt Rekordmeister Kiel nach Neu-Ulm. Beide Spiele vor knapp 6000 Zuschauern. Im Februar geht was!

Grantler: Ja, vor allem auf der Autobahn! Heimspiele, gut 100 Kilometer von der Heimat entfernt. Die Gallier verlassen ihr Dorf, und ich soll jubeln? Nennt das Ganze doch gleich Auswärtsspiel mit Dauerkartenbonus!

Grinser: Jetzt sei doch nicht so. Im Januar ist Heim-WM, da wird ganz Deutschland im Handballfieber sein. Da muss man die Chance nutzen und die Halle füllen. Fast dreimal so viele Zuschauer wie in Balingen!

Grantler: Chance nutzen, was für ein Gesülze! Die treuen Balinger dürfen erst einmal ins Auto steigen, damit ein paar WM-Event-Fans einen schönen Handballabend erleben. Das ist, als würde der Bäcker seinen Laden ins Nachbartal verlegen, weil dort mehr Leute kommen. Und die Stammkundschaft darf schauen, wo sie bleibt!

Grinser: Betrachte das Ganze doch mal aus Spielerperspektive: HBW-Kapitän Tobias Heinzelmann freut sich riesig – endlich knapp 6000 Fans hinter sich und nicht gegen sich, sagt er.

Grantler: Papperlapapp! Die Göppinger haben es nach Neu-Ulm doch deutlich näher als die Balinger. Heimvorteil für den Gegner – darauf muss man erst mal kommen.

Grinser: Die Balinger werden schon wissen, wie sie ihre Fans mobilisieren können. Geschäftsführer Felix König hat schon eine Idee: Die Sitzplätze kann man zu Weihnachten verschenken. Das ist doch mal eine schöne Überraschung!

Grantler: Pffffff! Unterm Christbaum liegt dann der Gutschein: ein Heimspiel in der Fremde, Anreise auf eigene Kosten, Anwurfzeit noch offen. Da wird die Bescherung zur Belastungsprobe. Und wer eine Dauerkarte hat, bekommt künftig offenbar gleich noch die Dauerfahrkarte dazu!

Grinser: Deinen Hang zur Übertreibung kennen wir ja. Bleib bei den Fakten: Die Dauerkarteninhaber bekommen mindestens gleichwertige oder bessere Plätze wie in der heimischen Halle. Und die Zeiten müssen eben noch mit der Liga und dem Streamingpartner abgestimmt werden.

Grantler: Das ist ja alles schön und gut. Doch die zusätzlichen Kilometer gibt's nicht als Geschenk dazu. Aber meinetwegen: Wenn die Halle voll ist und die Gallier Kiel ordentlich Paroli bieten, klatsche ich sogar mit.

Grinser: Na also! Am Ende wird aus deinem Grant noch Begeisterung und du siehst ein echtes Handballfest.

Grantler: Langsam, Grinser! Noch haben die Gallier gar nichts bewiesen. Und selbst wenn: Dass Balinger Fans erst einmal 100 Kilometer fahren müssen, um ihr eigenes Heimspiel zu besuchen, darf keine Schule machen. Sonst braucht der HBW keinen Fanbeauftragten mehr, sondern einen Reiseveranstalter.