Rote Karte für Leroy Sané gegen Österreich: Wie lange wird der DFB-Star gesperrt?

Leroy Sané droht nach seinem ersten Platzverweis eine Sperre für mehrere Spiele.
Christian Charisius/dpaNach der Roten Karte am Dienstagabend in Wien gelobt Leroy Sané Besserung bis zur EM. Doch die Einsicht kommt zu spät. Sané hatte seinen Gegenspieler Philipp Mwene mit einem Schlag niedergestreckt und wird in Folge wohl für mehrere Spiele gesperrt.
Bitterer Abend für DFB-Auswahl und Leroy Sané
Das Spiel gegen Österreich war ein bitterer Abend für die DFB-Elf. Der Schlag war die Folge eines Zweikampfes zu Beginn der zweiten Halbzeit. Es folgte die Rote Karte und ein einsichtiger Sané, der erklärt: „Das war nichts Persönliches gegen Philipp, das war meine eigene Leistung, wie gesagt, das darf mir nicht passieren.“ Nach dem Spiel übernimmt der Nationalspieler Verantwortung: „Das Spiel geht heute auf mich, das geht auf meine Kappe. Da muss ich mich beherrschen, das kann nicht passieren, da habe ich die Mannschaft im Stich gelassen“, sagte der 27-Jährige nach dem 0:2. Er habe sich auch bei seinen Kollegen der Fußball-Nationalmannschaft in der Kabine für sein Vergehen entschuldigt.
Jetzt droht Strafe der FIFA: Verpasst Sané die EM-Vorbereitung?
Die Strafe für Sanés Vergehen ist in den Regularien des Weltverbands FIFA geregelt. Diese sehen für „Tätlichkeiten, einschließlich Ellbogenschlag, Boxen, Treten, Beißen, Spucken oder Schlagen“ gegen alle Beteiligten außer den Schiedsrichtern eine Mindestsperre von drei Spielen oder für „eine angemessene Zeitspanne“ vor, meldet die Deutsche Presseagentur (dpa). Der 27-Jährige könnte also länger als drei Spiele fehlen, je nach Wertung der Disziplinarkommission. Mindestens würde die Sperre aber dafür sorgen, dass er drei der vier anstehenden Testspiele verpasst. In der Regel würden Rote Karten in Testspielen nicht mit Sperren für Partien in folgenden Wettbewerben geahndet.
Der erste Platzverweis in der Profilaufbahn im 402. Spiel
Die Tätigkeit in der 49. Minute war der Grund für den allerersten Platzverweis in Sanés Profilaufbahn. Für seine Vereine Schalke 04, Manchester City und FC Bayern sowie die deutsche Nationalmannschaft bestritt der Offensivstar insgesamt 402 Spiele. Nach dem Spiel schrieb er bei X: „Ein Abend zum Vergessen in Wien. Ich habe mich für die Aktion bei meinen Mannschaftskollegen in der Kabine entschuldigt. Das darf mir bei aller Emotion und bei allem Ehrgeiz nicht passieren, gerade in unserer aktuellen Situation. Ein großes Sorry auch an unsere Fans. Wir haben viel Arbeit vor uns, damit 2024 ein erfolgreiches Jahr für uns wird.“ Im ZDF meldete sich Bundestrainer Julian Nagelsmann zu Wort: „Die Aktion von Mwene ist nicht die allerfeinste. Am Ende muss Leroy so cool sein, dass er das nicht macht:“
Schwierige Situation der DFB-Auswahl
Bisher hatte Leroy Sané für Bayern stark gespielt, doch am Samstag beim 2:3 in Berlin gegen die Türkei, sowie am Dienstag in Österreich enttäuschten er und die gesamte DFB-Auswahl. Dazu sagte der Spieler: „Kleinmachen müssen wir uns generell nicht. Wir haben eine super Qualität im Kader. Deswegen ist es von draußen so schwer zu verstehen, warum es nicht funktioniert.“
