Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar zwischen Argentinien und Frankreich war eines der besten Endspiele der Geschichte – wenn nicht sogar das Beste. Das Jahrhundertfinale wurde um 16 Uhr angepfiffen und endete nach einem unglaublichen Spielverlauf mit 4:2 im Elfmeterschießen für den neuen Weltmeister Argentinien.
Wie hoch waren die Einschaltquoten?

Einschaltquoten: Nur knapp 14 Millionen sehen WM-Finale 2022

Am Sonntagnachmittag haben im Schnitt 13,86 Millionen Menschen das WM Finale zwischen Argentinien und Frankreich im Ersten verfolgt. Das entspricht einem Marktanteil von 53,6 Prozent, wie Das Erste am Montagmorgen im Teletext mitteilte. Die Einschaltquote blieb damit deutlich hinter derjenigen des WM-Finales vor vier Jahren zurück. Das Spiel zwischen Frankreich und Kroatien hatten 2018 mehr als 21,3 Millionen Fußballbegeisterte an einem Sonntag im ZDF verfolgt, der Marktanteil lag bei 76,1 Prozent. Damals holte sich Frankreich den WM-Titel. Die höchste Einschaltquote bei der Fußball-WM in Katar erreichte das deutsche Vorrunden-Aus gegen Costa Rica, das 17,44 Millionen Menschen im Ersten verfolgten (Marktanteil: 53,7 Prozent).

Zuschauerrekord in Frankreich: 24 Mio. Menschen sehen WM-Finale

In Frankreich haben knapp 24 Millionen Menschen das WM-Finale am Sonntag geschaut. Der französische Sender TF1 verzeichnete damit einen „historischen Zuschauerrekord“, wie mehrere französische Medien am Montag berichteten. Der Marktanteil lag den Angaben zufolge während des Spiels bei 81 Prozent. Bisheriger Spitzenreiter war TF1 zufolge das Halbfinale Frankreichs gegen Portugal bei der WM 2006 mit rund 22 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern.

Hoeneß kritisiert Katar-WM: „Wird dem Fußball schaden“

Uli Hoeneß befürchtete durch die WM in Katar schon wenige Tage nach dem Start des Turniers einen negativen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung des Fußballs. „Die WM, wie sie sich derzeit darstellt, wird auf jeden Fall kein Erfolg sein, das ist jetzt schon klar, und sie wird dem Fußball insgesamt auf jeden Fall schaden“, sagte er „RTL Direkt“ und dem „RTL Nachtjournal spezial“. Hoeneß befürchtet vor allem, dass das geringe Interesse der Fans an dem Turnier in Katar dafür sorgen könnte, dass die Begeisterung für den Fußball insgesamt abnimmt. „Wenn sie die Einschaltquoten anschauen, wenn Sie die Begeisterung der Leute für diese WM sehen, ist der Schaden schon erkennbar“, sagte der 70-Jährige.

WM-Eröffnungsspiel in Katar: Ca. 4 Millionen weniger TV-Zuschauer als 2018

Auch die Reichweite beim Eröffnungsspiel lag deutlich hinter der Quote von 2018 bei der WM. Das 5:0 von Gastgeber Russland gegen Saudi-Arabien hatten damals 10,01 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer gesehen, der Marktanteil betrug 52 Prozent. Somit schalteten in diesem Jahr knapp 4 Millionen Menschen weniger ein, als noch bei der WM 2018. Besonders bemerkenswert: Das Eröffnungsspiel 2018 fand an einem Donnerstagnachmittag statt. Somit schneidet das diesjährige Eröffnungsspiel in Katar, das an einem Sonntag ausgetragen wurde, im Vergleich noch schlechter ab.

Nur rund 35.000 deutsche Fans bei Katar-WM

Da die Weltmeisterschaft im Wüstenstaat eines der am heftigsten kritisierten WM-Turniere der Geschichte ist, wurden von deutschen Fans nur rund 35.000 Karten erworben - deutlich weniger als bei der WM 2018 in Russland, als noch etwa 62.000 Tickets nach Deutschland gingen. Fußballfans können alle WM-Spiele allerdings auch zu Hause verfolgen.

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