Bei der umstrittenen Fußball-WM 2022 in Katar wird es für die Fans wie angekündigt Alkohol geben - aber alles in Maßen. Für Fans aus aller Welt, die zur Weltmeisterschaft reisen, stellen sich vor dem Turnier folgende Fragen:
  • Wann und wo kann man Alkohol kaufen?
  • Gibt es in den Stadien in Katar Bier zu kaufen?
Die Fußball-WM in Katar rückt näher. Nach langem hin und her zwischen der FIFA und WM-Organisatoren in Katar, steht mittlerweile fest, dass es Alkohol zu kaufen geben wird. Aber wie genau kommen Fans denn nun zu ihrem Bier?

Alkohol auf Fanmeilen und Stadien – aber mit Einschränkungen

Es werde "auf den Fanmeilen in bestimmten Zeitfenstern Alkohol angeboten werden. Es wird auch an den Stadien zwischen äußerem und innerem Sicherheitsring Bier geben, nicht aber auf den Tribünen", sagte Helmut Spahn, Sicherheitschef des Weltverbandes FIFA, im Interview mit der Frankfurter Rundschau.
Für die Anhänger werde es während des Turniers "auch nicht an jeder Ecke Alkohol zu kaufen geben. Das finde ich auch gar nicht schlecht. Wer Alkohol in Katar trinken möchte, kann das tun: privat zu Hause, nachdem man sich den Alkohol im Liquor Shop gekauft hat, in Sportbars oder Hotels", führte Spahn, 2006 Sicherheitschef der WM in Deutschland und jahrelang Sicherheitsbeauftragter des DFB, weiter aus.

Wie ist das Sicherheitskonzept bei der WM in Katar?

Bei möglichen Randalen hofft Helmut Spahn auf das nötige "Fingerspitzengefühl" der Sicherheitskräfte. Das müsse man "intelligent lösen, nicht mit Repression". Seine Kernaussage sei immer: "Wir organisieren hier kein Sicherheitsevent, sondern ein Fußballturnier." Es solle "eine Party der Fußballfans der Welt werden". Die Aufgabe in Bezug auf die Sicherheit sei bei der WM 2006 in Deutschland "komplexer" gewesen.

Wie ist die Polizei bei der WM organisiert?

Um die Sicherheit in Katar zu gewährleisten, werde es "ein internationales Polizei-Kooperationszentrum geben", so Spahn: "Wir haben Polizeidelegationen aus allen 32 Ländern vor Ort, um zu unterstützen und auf die jeweiligen Fangruppierungen kommunikativ einzuwirken." Zudem seien die katarischen Behörden und die Polizei seit 2010 bei allen großen Fußball-Veranstaltungen und auch bei Olympischen Spielen dabei. "Und es gab und gibt seit Jahren umfängliche Ausbildungsmaßnahmen."
mit sid