Zum ersten Mal seit elf Jahren im WM-Halbfinale: Und gleich kommt es für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zum schnellen Wiedersehen mit Titelverteidiger Finnland, Heimat von Bundestrainer Toni Söderholm. Gegen den Champion von 2019 hatte die DEB-Auswahl erst vor einer Woche in Riga knapp mit 1:2 in der Vorrundengruppe verloren. An diesem Samstag (17.15 Uhr/Sport1) geht’s gegen die Finnen um den Platz im Endspiel. Mit einem Sieg wäre die erste WM-Medaille fürs deutsche Eishockey seit 1953 sicher. Im zweiten Halbfinale (13.15 Uhr) stehen sich die USA und Kanada in einem Prestigeduell gegenüber. „Unser Weg ist noch nicht zu Ende, wir freuen uns auf das Halbfinale und schauen, was am Ende dabei rauskommt“, sagte DEB-Sportdirektor Christian Künast. Ein Sieg fehlt noch, und wir würden tatsächlich um WM-Gold spielen.“

Spieler sind selbstbewusst

„In unserer Kabine war es nie eine Frage, dass wir eine gute Chance haben“, sagte Verteidiger Moritz Seider: „Wir müssen uns nicht verstecken. Wir werden sicher immer eine Chance auf Medaillen haben in den nächsten Jahren, ganz sicher.“ Selbstbewusst hatten die deutschen Eishockey-Cracks nach ihrem 3:2 nach Penaltyschießen gegen den großen Rivalen Schweiz erklärt, dass ihnen der Gegner im Kampf um den Einzug ins Endspiel am Sonntag egal sei. „Wir wissen, wie gut wir sind. Es ist egal, gegen wen wir spielen. Ich denke, wir haben eine ziemlich gute Chance“, tönte NHL-Stürmer Dominik Kahun.
Die Finnen folgten den Deutschen am späten Donnerstagabend mit einem knappen 1:0 gegen Tschechien in die Vorschlussrunde. Auch der zuvor einzige deutsche WM-Viertelfinalerfolg war gegen die Schweiz gelungen – mit einem 1:0 bei der Heim-WM 2010. Der erneute Sieg in einem K.o.-Spiel gegen die Eidgenossen erinnerte zudem an die Winterspiele von Pyeongchang, als auf dem Weg zur olympischen Silbermedaille in der Viertelfinal-Qualifikation ein knapper Erfolg gelang. Diesmal hießen die Matchwinner Marcel Noebels und Mathias Niederberger.

Auch Thomas Müller hat gratuliert

Noebels verwandelte mit einem unglaublichen Move den entscheidenden Penalty, Torhüter Niederberger war ein sicherer Rückhalt und parierte gleich vier Penaltys der Schweizer. Nach einem 0:2 hatte sich das Söderholm-Team dank der Tore von Tom Kühnhackl (38.) und Leon Gawanke in der letzten Minute der regulären Spielzeit in die dann torlose Verlängerung gerettet. „Wir haben etwas ganz Großes geleistet. Es macht unheimlich Spaß und es macht mich stolz, das Trikot zu tragen“, sagte Noebels. Kahun meinte: „Was uns so gut macht, ist der Glaube an uns und der Teamspirit.“
Begeistert über den Halbfinal-Einzug zeigte sich auch Fußball-Nationalspieler Thomas Müller. „Bärenstarke Leistung, @deb_teams Jungs!! Immer weiter! Viel Glück fürs Halbfinale“, schrieb der  Freund des Ex-Nationalspielers Thomas Oppenheimer auf Twitter. Die Damen-Chefin im Deutschen Tennis-Bund, Barbara Rittner, schrieb: „Hammercool die Männer @deb_teams unsere Nerven Bravo.“

4,10


ist die Quote, die einer der großen Sportwettenanbieter für einen Halfinalsieg der DEB-Cracks gegen Finnland zahlt. Bedeutet: Für einen Euro Einsatz gibt’s das Vierfache zurück.