Wahlumfrage
: Union verkürzt Abstand zu AfD – Was wäre, wenn jetzt gewählt würde?

Im aktuellen „Sonntagstrend“ kann die CDU/CSU ihren Abstand zur AfD verringern. Die Werte der SPD, Linkspartei und der Grünen stagnieren.
Von
Florian Huth
Berlin
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Bundeskanzler Friedrich Merz: ARCHIV - 09.10.2025, Berlin: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht bei der Jahrestagung des Markenverbandes - Tag der Markenwirtschaft 2025. (zu dpa: «Flaute hält an: Deutsche Wirtschaft stagniert im Sommer») Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bundeskanzler Friedrich Merz und die Union holen in der aktuellen Umfrage auf.

Michael Kappeler/dpa

Die Union kann im „Sonntagstrend“ den Abstand zur AfD wieder verringern. BSW und FDP würden mit vier und drei Prozent weiterhin nicht in den Bundestag einziehen.

CDU/CSU und AfD jeweils mit 26 Prozent

Im aktuellen „Sonntagstrend“ kann die Union ihren Abstand zur AfD leicht verkürzen. Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ gewinnen CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu und erreichen nun 25 Prozent. Die AfD bleibt mit 26 Prozent weiterhin an der Spitze.

Unverändert bleiben die Werte der SPD mit 15 Prozent sowie der Grünen und der Linkspartei, die jeweils elf Prozent erzielen. Deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen nach wie vor die FDP mit drei Prozent und das BSW mit vier Prozent – beide Parteien wären damit weiterhin nicht im Bundestag vertreten. Auf sonstige Parteien entfallen fünf Prozent der Stimmen.

Die Umfragewerte am 2. November 2025 im Überblick

  • AfD 26 Prozent
  • CDU/CSU 25 Prozent
  • SPD 15 Prozent
  • Linkspartei 11 Prozent
  • Grüne 11 Prozent
  • BSW 4 Prozent
  • FDP 3 Prozent
  • Sonstige 5 Prozent

AfD und Linke haben im Wahlkampf von Algorithmen profitiert

Laut einer Analyse der Bertelsmann Stiftung haben im Bundestagswahlkampf vor allem AfD und Linke von den Algorithmen auf TikTok, X, Instagram und YouTube profitiert. Die AfD stellte zwar nur 21,5 % der Parteivideos, erschien jungen Nutzenden aber zu 37,4 %.

Die Linke steigerte ihren Anteil von 9,7 % auf 27,6 % der angezeigten Videos. Auch das BSW gewann an Reichweite (von 3,1 % Beitragsanteil auf 8,3 % Sichtbarkeit). Verlierer war die FDP, deren 7,6 % der Postings nur 1,4 % der Nutzenden erreichten.

Die SPD veröffentlichte zwar die meisten Videos (24,1 %), kam aber nur auf 14,1 % Sichtbarkeit. Die CDU schnitt mit 17,1 % Beiträgen und lediglich rund fünf % Feed-Präsenz noch schlechter ab.

Für den „Sonntagstrend“ wurden vom 27. bis 30. Oktober insgesamt 1202 Personen befragt. Die Fehlertoleranz der Umfrage beträgt ±2,9 Prozentpunkte.