Nach tödlicher Gewalttat
: In Aschaffenburg demonstrieren Tausende gegen rechts

In Gedenken an die beiden Getöteten stehen zahlreiche Kerzen und Blumen in dem Park in Aschaffenburg - und es werden immer mehr. Und 3.000 Menschen demonstrieren gegen rechts.
Von
dpa
Aschaffenburg
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Nach tödlichem Angriff in einem Park in Aschaffenburg: 25.01.2025, Bayern, Aschaffenburg: Teilnehmer stehen bei der Veranstaltung des Bündnisses „Aschaffenburg bleibt bunt“ zum Gedenken an den tödlichen Messerangriff. 
Unter dem Motto «Aschaffenburg steht zusammen!» wollen sich die Teilnehmer gegen eine Instrumentalisierung der Tat wenden. Foto: Daniel Vogl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach dem tödlichen Angriff in einem Park in Aschaffenburg hat das Bündnis „Aschaffenburg bleibt bunt“ zum Gedenken aufgerufen. Die Teilnehmer wollen sich gegen eine Instrumentalisierung der Tat wenden.

Daniel Vogl/dpa
  • Tausende demonstrieren in Aschaffenburg nach tödlichem Angriff gegen Rechtsruck.
  • 3.000 Teilnehmer folgen dem Aufruf von "Aschaffenburg bleibt bunt".
  • Trauerfeier für Sonntag geplant; Bundesinnenministerin und Bayerns Ministerpräsident erwartet.
  • Verdächtiger: polizeibekannter afghanischer Flüchtling.
  • Blumen und Kerzen im Park, Anteilnahme bleibt groß.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Tausende Menschen haben nach der Gewalttat mit zwei Toten in Aschaffenburg gegen den Rechtsruck in Politik und Gesellschaft demonstriert. Nach Angaben der Polizei kamen 3.000 Teilnehmer zu der Demonstration, zu der das Bündnis „Aschaffenburg ist bunt“ aufgerufen hatte. Es wurde gesungen, alles blieb friedlich. Die Polizei meldete keinerlei Zwischenfälle. Auch bei kleineren Versammlungen blieb es ruhig.

Tage nach dem Messerangriff mit zwei Toten hält die Trauer in Aschaffenburg an. Am Nachmittag kamen auch in dem Park wieder zahlreiche zusammen, in dem ein kleines Kind und ein Mann erstochen worden waren. Die Anteilnahme sei nach wie vor groß, sagte ein Polizeisprecher. Blumen wurden niedergelegt, Kerzen aufgestellt.

Zentrale Trauerfeier am Sonntag 

Die zentrale Trauerfeier ist für diesen Sonntag geplant. Neben Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) wird auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erwartet.

Im Park Schöntal wurden am Mittwochmittag ein zweijähriger Junge und ein Mann getötet. Tatverdächtig ist ein polizeibekannter Flüchtling aus Afghanistan. Der 28-Jährige hätte nach Behördenangaben schon vor geraumer Zeit abgeschoben werden sollen. Die schreckliche Tat hatte zuletzt zu Schuldzuweisungen zwischen Bayern und dem Bund geführt und zu einer weiteren Verschärfung der Zuwanderungsdebatte.